<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167</id><updated>2012-01-23T00:35:56.842+01:00</updated><category term='Weltwohnen'/><category term='Thomas Pletzinger'/><category term='Benin - 2008'/><category term='Event des Jahres'/><category term='Tel Aviv'/><category term='Dorf'/><category term='Falko Hennig'/><category term='Benin'/><category term='Schloss Solitude'/><category term='Sarah Iwanowski'/><category term='bring a friend'/><category term='Benjamin Lauterbach'/><category term='Israel'/><category term='kathrin schadt'/><category term='Bauchnabel'/><category term='Kpawa'/><title type='text'>Weltwohnen</title><subtitle type='html'>Der große Exodus</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>138</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-3894293859302209992</id><published>2010-09-06T11:50:00.001+02:00</published><updated>2010-09-06T11:54:40.520+02:00</updated><title type='text'>Warszawa.</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/TIS59l9u4VI/AAAAAAAAAeA/RPG2XN-ax4o/s1600/Warschau1.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/TIS59l9u4VI/AAAAAAAAAeA/RPG2XN-ax4o/s400/Warschau1.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5513736311622525266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;95% der Stadt seien zerstört gewesen, sagt die Fremdenführerin, dabei fühle ich mich schon lange nicht mehr als Fremder. Man schaue also, wenn man sich die alten Gebäude ansehe, nicht etwa auf tatsächlich alte, sondern lediglich auf rekonstruierte, behutsam rekonstruierte, fügt die leicht untersetzte Frau an. Wir spazieren durch das historische Zentrum von Warschau, dem einzigen Stadtkern der Welt, der trotz vollständiger Kriegszerstörung und späterem Wiederaufbau zum Unesco Weltkulturerbe zählt. Man habe so sorgfältig und hingebungsvoll rekonstruiert, dass der neue vom alten Stadtkern nicht zu unterscheiden sei, sagt die Fremdenführerin, und ich muss an Frankfurt denken, an die Ostseite des Römers, wie die Gebäude dort stehen als überdimensionale Puppenhäuser, leer und unbewohnt, während hier alles alt wirkt, als seien die Hausfassaden für Filmaufnahmen angegraut worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/TIS59RMFgBI/AAAAAAAAAd4/W0Tut27nbDg/s1600/Warschau2.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/TIS59RMFgBI/AAAAAAAAAd4/W0Tut27nbDg/s400/Warschau2.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5513736306045583378" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenig später stehe ich vor dem Kulturpalast, der als Wahrzeichen der Stadt gelten könnte, wäre er nicht auf Geheiß Stalins erbaut worden. Ein Geschenk an das polnische Volk, hat die Fremdenführerin erklärt, dabei habe man auf sämtliche Geschenke Stalins gerne verzichten wollen. Am Fuße des Kulturpalasts spielen junge Männer Basketball auf drei nebeneinander liegenden Plätzen. Die Abendsonne ringt ihnen lange Schatten ab, in der schwülwarmen Luft ist es mir ein Rätsel, wie man ohne Pause dem Ball hinterher sprinten kann. Ich zahle 20 Zloty und fahre nach oben zur Aussichtsplattform. Der Kulturpalast ist das höchste Gebäude der Stadt, und Warschau liegt zu meinen Füßen wie eine Modelleisenbahnlandschaft. Im Feierabendverkehr bewegen sich Autos, Straßenbahnen und Fußgänger zeitlupenartig durch die breite Straßen, auf denen man wunderbar Paraden abnehmen könnte. 1,7 Millionen Menschen leben hier, es ist Polens größte Stadt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/TIS59E7L7aI/AAAAAAAAAdw/UcVbkgewY4M/s1600/Warschau3.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 266px; height: 400px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/TIS59E7L7aI/AAAAAAAAAdw/UcVbkgewY4M/s400/Warschau3.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5513736302753476002" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor dem Präsidentenpalast steht ein Holzkreuz und wird bewacht von Polizei und Armee. Eine Gruppe Pfadfinder hat es dort aufgestellt, im April, kurz nach dem Flugzeugabsturz von Smolensk. Seitdem ist es Polens schlichtestes Streitobjekt, ein vier Meter hohes Kreuz aus Buchenholz, unscheinbar auf den ersten Blick, und doch in der Lage, das ganze Land in zwei Lager zu spalten. Als man es Anfang August in eine nahe gelegene Kirche bringen wollte, kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen katholischen Gläubigen und der Polizei. Das Kreuz blieb stehen. Es müsse, so die modernen Kreuzritter, als Andenken an die Opfer an seinem Platz belassen werden, bis man sich für den Bau eines Denkmals entschieden habe. Kurz darauf kam es zur Gegendemonstration: 6000 Warschauer schrien im Chor: „Reißt den Präsidentenpalast ab! Er versperrt uns die Sicht auf das Kreuz!“ und, weniger sarkastisch, „Ein Kreuz gehört in die Kirche!“ Eine Lösung ist bislang nicht gefunden worden, und so bieten die Betenden mit ihren Grablichtern, Rosenkränzen und Gesängen den vorbeiflanierenden Touristen ein aufregendes Schauspiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/TIS58yxiAXI/AAAAAAAAAdo/P1Z2zxci9Ew/s1600/Warschau4.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/TIS58yxiAXI/AAAAAAAAAdo/P1Z2zxci9Ew/s400/Warschau4.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5513736297881141618" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Fuß der Altstadt fließt die Weichsel entlang, unbeeindruckt und riesenhaft. Die Warschauer mögen sie nicht, nennen sie: Unseren dreckigen Fluss. Dabei arbeitet die Weichsel seit Wochen daran, dem Nil seine Spitzenposition streitig zu machen. Rubrik: Schönster Fluss der Welt. Das Ufer ist nicht erschlossen, nirgendwo ein Café, eine Bar, ein Spazierweg, nur einen halblegalen Club in einem Zeit zieht es alle paar Wochen hierher. Dann kommen auch die Warschauer, aber nur, um zu tanzen. Ihre Stadt, das wissen sie, kann es mittlerweile aufnehmen mit den größten, schönsten Städten Europas. Die Banken sind aus Breslau gekommen, die Kultur aus Krakau, nun wartet man in Warschau darauf, dass der Rest der Welt versteht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-3894293859302209992?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/3894293859302209992/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=3894293859302209992' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3894293859302209992'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3894293859302209992'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2010/09/warszawa.html' title='Warszawa.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/TIS59l9u4VI/AAAAAAAAAeA/RPG2XN-ax4o/s72-c/Warschau1.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-7504320777643393071</id><published>2009-10-13T09:56:00.004+02:00</published><updated>2009-10-13T10:00:29.459+02:00</updated><title type='text'>die ostküste tasmaniens wird deutsch</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;hafen arthur&lt;br /&gt;gartenpunkt&lt;br /&gt;lange bucht&lt;br /&gt;stinkende bucht&lt;br /&gt;selbstmordfelsen&lt;br /&gt;insel der toten&lt;br /&gt;hafen arthur&lt;br /&gt;arthurhochweg&lt;br /&gt;daihatsu scharade manuell&lt;br /&gt;eichenholz&lt;br /&gt;taranna&lt;br /&gt;keilschwanzadlerbucht&lt;br /&gt;keilschwanzadlerhals&lt;br /&gt;piratenbucht&lt;br /&gt;eistrand&lt;br /&gt;blaslochstraße&lt;br /&gt;wasserfallbuchtstraße&lt;br /&gt;wasserfallbucht&lt;br /&gt;wasserfallklippe&lt;br /&gt;teufels küche&lt;br /&gt;tasmanblasloch&lt;br /&gt;fossilinsel&lt;br /&gt;keilschwanzadlerhals&lt;br /&gt;arthurhochweg&lt;br /&gt;90 km/h auf versiegelten straßen&lt;br /&gt;murdunna&lt;br /&gt;dunalley&lt;br /&gt;sorell&lt;br /&gt;tasmanhochweg&lt;br /&gt;daihatsu scharade manuell&lt;br /&gt;überholspur&lt;br /&gt;orford&lt;br /&gt;triabunna&lt;br /&gt;kleiner schwanhafen&lt;br /&gt;große austernbucht&lt;br /&gt;königsbrücke&lt;br /&gt;maisohns klippe&lt;br /&gt;schwanensee&lt;br /&gt;schwanensee motorgasthof&lt;br /&gt;lizenzplatte&lt;br /&gt;tasmanien: dein natürlicher zustand&lt;br /&gt;jubelfeierstrand&lt;br /&gt;schwanflussstraße&lt;br /&gt;delphinsändestraße&lt;br /&gt;großer schwanhafen&lt;br /&gt;schwandochtbucht&lt;br /&gt;neunmeilenstrand&lt;br /&gt;delphinsände&lt;br /&gt;tasmanhochweg&lt;br /&gt;110 km/h&lt;br /&gt;es ist eine grenze nicht eine herausforderung&lt;br /&gt;kohlbuchtstraße&lt;br /&gt;freundliche strände&lt;br /&gt;kohlbucht&lt;br /&gt;die gefahrenumstände&lt;br /&gt;weinglasbuchtweg&lt;br /&gt;falkennestwölbung&lt;br /&gt;weinglasbucht&lt;br /&gt;kap tourville straße&lt;br /&gt;kap tourville&lt;br /&gt;kap tourville lichthaus&lt;br /&gt;schläfrige bucht&lt;br /&gt;die goldklumpen&lt;br /&gt;zitronenfelsen&lt;br /&gt;kohlbucht&lt;br /&gt;kohlbuchtstraße&lt;br /&gt;tasmanhochweg&lt;br /&gt;daihaitsu scharade manuell&lt;br /&gt;schwanensee&lt;br /&gt;bellmühltaverne&lt;br /&gt;speisedienstleistungsbestellzone&lt;br /&gt;fisch u. pommes&lt;br /&gt;wasserfall vom fass&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-7504320777643393071?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/7504320777643393071/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=7504320777643393071' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7504320777643393071'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7504320777643393071'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2009/10/die-ostkuste-tasmaniens-wird-deutsch.html' title='die ostküste tasmaniens wird deutsch'/><author><name>Gregor G</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07201320866958591809</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-994369631741313626</id><published>2009-06-28T18:18:00.003+02:00</published><updated>2009-06-28T18:30:20.110+02:00</updated><title type='text'>Havanna, Capitolio</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_6oZANvaIQMY/SkeZ81p9QtI/AAAAAAAAAD4/kFvl5PtjlFo/s1600-h/DSCN8087.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_6oZANvaIQMY/SkeZ81p9QtI/AAAAAAAAAD4/kFvl5PtjlFo/s320/DSCN8087.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5352415952627385042" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Mittagssonne drückt auf meine Schultern, Arme und Beine, frisst sich in meine Kopfhaut. Ich gieße den Rest der Wasserflasche über meinen Nacken, aber selbst das brennt mittlerweile. Vor einer Woche bot Piero an, mir Havanna zu zeigen; seitdem treffen wir uns jeden Morgen auf der schattenfreien Treppenmitte des Capitolios. Angeblich hat man von hier aus den besten Überblick und findet sich deshalb auch am schnellsten. Jeden Morgen warte ich Stunden auf Piero. &lt;br /&gt;Während ich weiter darauf hoffe, seine weiße Kleidung auf der anderen Straßenseite oder zwischen den alten Karosserien auf dem Parkplatz zu entdecken, sehe ich, wie eine Frau die Treppe zu mir hochsteigt. Vor jedem Tritt bläst sie die Backen auf und presst die Luft, sobald sie eine Stufe höher gekommen ist, wieder hinaus. Dabei heben und senken sich ihre Fettschichten unter der karierten Bluse und ihre Tasche, die sie am Riemen umklammert hält, schlägt an die Stufen. Ihr Blick ist fest auf den Eingang des Capitolios gerichtet. Sie sieht den kleinen Schlepper nicht kommen. Noch bevor sie mich auf halber Strecke erreichen kann, stellt er sich ihr in den Weg. „Water, Madam? Rum, Cigars?“ Er springt in einem kleinen Halbkreis um sie herum, bleibt eine Stufe über ihr stehen und ist jetzt genauso groß wie sie. Ihr Fuß, den sie schon zum nächsten Schritt angehoben hat, verharrt in der Schwebe. Kurz sieht es so aus, als würde die Frau das Gleichgewicht verlieren, aber dann gelingt es ihr, den Fuß wieder zurückzuziehen und ihn neben den anderen zu stellen. Noch immer versucht sie an dem Kleinen vorbei das Capitolio zu fokussieren. Doch er folgt ihren Kopfdrehungen und zwingt sie, ihn anzusehen. „Water, Cigars?“, wiederholt er. Sie schüttelt den Kopf. Daraufhin kommt er ihr noch näher, greift in seine Umhängetasche, zieht einen Stapel Postkarten heraus und hält ihn ihr wortlos unter die Nase. Die Frau linst nach rechts und links, als ob sie von dort Hilfe erwarte. „Lassen Sie mich doch“, sagt sie schließlich. Der Kleine tauscht die Postkarten gegen eine Zigarrenschachtel aus. Im selben Augenblick wird er von unten gerufen. Am Fuß der Treppe hat sich einer der Fotografen von seiner Box gelöst und winkt ihn zu sich. Der Kleine lässt die Holzschachtel zurück in seine Tasche gleiten, springt der Frau aus dem Weg und die Stufen hinab. Unten angekommen, wird er an ein junges Pärchen verwiesen, das sich bereitwillig über seine Tasche beugt. Wenige Meter hinter ihnen schlängelt sich Piero durch die geparkten Autos. An seinen Bewegungen lässt sich nicht die geringste Eile ablesen. Mir wird schwindlig, als ich aufstehe. Ich wanke die ersten Stufen hinunter, gehe an der Frau vorbei. Auch sie hat sich wieder in Bewegung gesetzt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-994369631741313626?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/994369631741313626/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=994369631741313626' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/994369631741313626'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/994369631741313626'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2009/06/havanna-capitolio.html' title='Havanna, Capitolio'/><author><name>Sarah Iwanowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15767909527109684425</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://bp0.blogger.com/_6oZANvaIQMY/RoleuJTtrLI/AAAAAAAAABE/CNWE3mg1KkU/s320/P1000748.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_6oZANvaIQMY/SkeZ81p9QtI/AAAAAAAAAD4/kFvl5PtjlFo/s72-c/DSCN8087.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-8587590277969958946</id><published>2009-06-19T18:52:00.006+02:00</published><updated>2009-06-19T19:00:30.963+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weltwohnen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Benjamin Lauterbach'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Event des Jahres'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Falko Hennig'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Thomas Pletzinger'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sarah Iwanowski'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bring a friend'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schloss Solitude'/><title type='text'>Weltwohnen in Stuttgart.</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/SjvCah5xThI/AAAAAAAAAdE/qp1md9sw-H4/s1600-h/Solitude.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/SjvCah5xThI/AAAAAAAAAdE/qp1md9sw-H4/s400/Solitude.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5349082743465659922" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weltwohnen in Stuttgart. Live und endlich auch in 3D. Am 4. Juli beim Sommerfest der &lt;a href="http://www.akademie-solitude.de/"&gt;Akademie Schloss Solitude.&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es lesen:&lt;br /&gt;Falko Hennig&lt;br /&gt;Sarah Iwanowski&lt;br /&gt;Benjamin Lauterbach&lt;br /&gt;Thomas Pletzinger&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beginn: 20 Uhr&lt;br /&gt;Das Fest steht unter dem Motto: 'Die Sirenen werden noch einmal singen.'&lt;br /&gt;Wir werden lieber vorlesen, das können wir besser, dazu zeigen wir Lichtbilder von unseren Reisen um die Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außer uns gibts noch Musik, Tanz, Performances und gutes Essen von Jörg Mink.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-8587590277969958946?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/8587590277969958946/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=8587590277969958946' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8587590277969958946'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8587590277969958946'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2009/06/weltwohnen-in-stuttgart.html' title='Weltwohnen in Stuttgart.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/SjvCah5xThI/AAAAAAAAAdE/qp1md9sw-H4/s72-c/Solitude.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-230248793438972015</id><published>2009-03-26T16:09:00.001+01:00</published><updated>2009-03-26T16:12:07.420+01:00</updated><title type='text'>Tansanische Delikatessen (2)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_elUFs_Fhi0w/ScubJxjRReI/AAAAAAAAAHQ/FowltFAs8Dw/s1600-h/DSC00262.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_elUFs_Fhi0w/ScubJxjRReI/AAAAAAAAAHQ/FowltFAs8Dw/s320/DSC00262.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5317514377263400418" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Afrikas Antwort auf die Bionade&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-230248793438972015?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/230248793438972015/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=230248793438972015' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/230248793438972015'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/230248793438972015'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2009/03/tansanische-delikatessen-2.html' title='Tansanische Delikatessen (2)'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_elUFs_Fhi0w/ScubJxjRReI/AAAAAAAAAHQ/FowltFAs8Dw/s72-c/DSC00262.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-917796780115796586</id><published>2009-03-21T12:21:00.006+01:00</published><updated>2009-03-21T12:42:35.208+01:00</updated><title type='text'>Sydney (Weltrauchen, Teil 3)</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn du irgendwann mit dem Rauchen aufhören willst, sagt der in Singapur zugestiegene Helge kurz vor der Landung, dann ist &lt;span style="font-style: italic;"&gt;jetzt&lt;/span&gt; der richtige Zeitpunkt. Helge: Anfang 40, wohnhaft in Hamburg, gebürtiger Ostberliner, Ex-Punk, Ex-Raucher, Banker. Mit &lt;span style="font-style: italic;"&gt;jetzt&lt;/span&gt; meint Helge Australien. Ich stelle den Touchscreen meines Bordunterhaltungssystems auf SkyView und verfolge live den Landeanflug des Flugzeugs, in dem ich sitze. Eine in die Heckflosse des Airbus A380 eingebaute Kamera machts möglich. Bis auf das regelmäßige Aufblitzen des Kollisionswarnlichts ist auf dem nachtschwarzen Bildschirm noch nicht viel zu sehen. SkyView ist das Geilste! kommentiert Helge. Wenn schon das Schiff als Heterotopie par excellence gilt, dann muss der Airbus A380 erst recht eine sein, denke ich. Das denke ich aber auch nur, weil ausnahmslos jeder, dem ich vor meiner Abreise erzählt habe, dass ich die erste Nacht in einem Flughafenhotel verbringen würde, sofort Heterotopie, Heterotopie! gekreischt hat. Überhaupt, sagt Helge, hat Qantas, was das Entertainment betrifft, inzwischen aufgeholt. Auf dem Bildschirm taucht in der Ferne ein Lichtermeer auf, es muss sich um Sydney handeln. Insgeheim ärgere ich mich über Qantas: Anstatt zu lesen habe ich nun Platoon, Milk, Twilight, Quantum of Solace sowie jeweils einige Folgen von The Simpsons, Little Britain, Little Britain U.S.A. und Grey's Anatomy gesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/__CPXT0H7m4M/ScTOXKGhX_I/AAAAAAAAAAw/lTyA1Lw1xMM/s1600-h/operasydney.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/__CPXT0H7m4M/ScTOXKGhX_I/AAAAAAAAAAw/lTyA1Lw1xMM/s400/operasydney.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5315600357448048626" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Einreise nach Australien erklärt man feierlich, nicht mehr als 250 Zigaretten im Gepäck zu haben. Die Stangen im Duty Free Shop am Flughafen Sydney haben den entsprechenden Umfang: 10 Schachteln à 25 Stück. Auch wenn ich keine Big Packs mag, kaufe ich Camel Lights. Schon auf dem Karton der Stange ist ein lungenkrankes, sterbendes Mädchen abgebildet, dem eine gutherzige Krankenschwester zärtlich die Beatmungsmaske ins Gesicht drückt. Den Zollbeamten mache ich pflichtbewusst auf die angerissene Schachtel rote Gauloises in meiner Jackentasche aufmerksam. Er interessiert sich vielmehr für Äpfel oder Bananen, die ich in meinem Koffer versteckt haben könnte. Kaugummis sind okay.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonne macht zwar dumm, dafür macht Sonne frei. Langsam habe ich mich daran gewöhnt, dass man im März nicht frieren muss, sondern alles eine Frage des richtigen Standpunkts ist. Sydney ist eindeutig ein richtiger Standpunkt. Mein Problem dabei ist ein ästhetisches. Die Stadt kann nichts dafür, im Gegenteil, Sydney ist ein Traum: Metropole am Meer, großzügige Architektur, internationale Bevölkerung. Und das alles, scheint es, ohne etwas behaupten oder ständig über sich selbst sprechen zu müssen wie Paris oder Berlin. Das ästhetische Problem bin vielmehr ich. Nachts träume ich von Workouts im Gym und wie es wohl so ist, wenn man sich auch in kurzen Hosen oder in Tank Tops einfach wohlfühlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Australien ist eine Sportdiktatur. Im Fernsehen laufen Abnehmshows, in denen gar nicht so fette Menschen von Victoria Beckham-Klonen vorgeführt werden. In den sogenannten Hotels, also den Bars, werden gleichzeitig fünf verschiedene Sportübertragungen auf zehn verschiedenen Bildschirmen gezeigt. An jeder Straßenecke gibt es einen Gym. Überall stößt man auf Bilder der makellosen australischen Schwimmerkörper. Klickt man sich im Internet durch die Personals Sites, so muss man feststellen, dass &lt;span style="font-style: italic;"&gt;clean&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-style: italic;"&gt;healthy&lt;/span&gt; die beliebtesten Adjektive für Selbstbeschreibungen sind. Grüß Gott, ich bin sauber und gesund. Mit diesen beiden Wörtern hat, glaube ich, Edith Klinger ihre armen Katzerln im ORF zu Markte getragen. Kein Wunder, dass ich trotz der strengen Rauchverbote nicht weniger rauche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das mit der sozialen Anbahnung beim Rauchen funktioniert hier nicht. Was zunächst daran liegt, dass kein Mensch raucht. Im Chauvel-Kino in Paddington, ein wunderbares Arthouse-Kino übrigens, stehe ich allein auf dem großen Raucherbalkon, während sich die Menschen im Foyer dicht aneinander drängen. Von Berliner Kinos mit Raucherbalkon, etwa dem Sputnik, bin ich anderes gewöhnt. Darüber hinaus ist es fraglich, ob man die Menschen, die ich in Sydney beim Rauchen kennen lerne, auch wirklich kennen lernen möchte. Im Raucherbereich vor einer Bar in der Oxford Street setzt sich Pete neben mich und erzählt mir nach kurzer Zeit, dass seine deutsche Frau und seine halbdeutsche Tochter so gemein seien und ihn verhauen würden. Pete: Mitte 50, verhärmtes Gesicht, kleinwüchsig, lange Haare, braune Sandalen, Drehtabak, im Übrigen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;gay parent&lt;/span&gt;. Dass man aufgrund der stupiden Alkoholgesetze die Drinks nicht mit ins Freie nehmen kann, hat auch seine guten Seiten. Ich hole mir noch ein Bier, sage ich zu Pete, klopfe ihm aufmunternd auf die Schulter und verschwinde in der Bar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztlich braucht man in Sydney keine Raucherbereiche, um soziale Anbahnung zu betreiben. Nicht einmal ich. Dafür liebe ich diese Stadt. Der Nichtraucherstadt Sydney verdanke ich auch die Einsicht in eine Technik, die ich bislang immer nur unbewusst praktiziert habe: Rauchen als Strategie der sozialen Vermeidung. Ich gehe kurz eine rauchen, sage ich zu Peggy, als mir diese im Rose, Shamrock + Thistle Hotel zu aufdringlich wird. Peggy: Ende 20, makellos geschminkt, blonder Kurzhaarschnitt, Hotpants, Gin Tonic in der Hand, lange in Thailand gelebt, im Gegensatz zur ihrer malenden Schwester keinerlei künstlerische Ambitionen, Controllerin aus Überzeugung. Komm zurück, wenn du magst, ruft Peggy mir nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-917796780115796586?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/917796780115796586/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=917796780115796586' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/917796780115796586'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/917796780115796586'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2009/03/sydney-weltrauchen-teil-3.html' title='Sydney (Weltrauchen, Teil 3)'/><author><name>Gregor G</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07201320866958591809</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/__CPXT0H7m4M/ScTOXKGhX_I/AAAAAAAAAAw/lTyA1Lw1xMM/s72-c/operasydney.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-4694816752480949977</id><published>2009-03-10T15:23:00.004+01:00</published><updated>2009-03-10T15:34:16.475+01:00</updated><title type='text'>President's Day</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QqwNH1MrMRw/SbZ59c_im1I/AAAAAAAAAAM/8HxeBoOmd-w/s1600-h/recession+special.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 142px; height: 234px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QqwNH1MrMRw/SbZ59c_im1I/AAAAAAAAAAM/8HxeBoOmd-w/s320/recession+special.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5311566907191761746" /&gt;&lt;/a&gt;Der Frühling steht seit ein paar Tagen an der nächsten Straßenecke, in den spärlichen Platanen warten ein paar Vögel auf die Blätter, überall wollen die Leute spazieren, alle sind auf den Beinen. Also fahre ich nachmittags raus, um mir die Nachbarschaft zeigen zu lassen: Brooklyn Heights. Mein Übersetzer und seine Frau wohnen hier samt Hund Alvy (Alvy ist genauso groß wie ein Croissant). Die Linie F ist rappelvoll und rattert, die Leute sprechen fast ausschließlich etwas zu bunt und etwas zu schnell, mein Verstehen ist zu sieben Achtel erratener Unfug (neulich gelesen, dass in New York nahezu alle Sprachen der Welt gesprochen werden, auch solche, die in ihrem Original-Habitat längt  verendet und vertrocknet sind). In solch randvollen Zügen und Straßen wird mir deshalb jeder achtlos und leicht zu laut hingeworfene Brocken Deutsch zu einem irritierenden Merksatz. Auf dem Hinweg in der Bahn aufgeschnappt: &lt;br /&gt;"Hühner werden heutzutage nur noch für die Brust gezüchtet."/"&lt;em&gt;Pretty Woman&lt;/em&gt; war schon während der Besatzungsjahre immer der Lieblingsfilm meine Vaters."/"Lass uns von Morgen schweigen, lass uns hier sein und jetzt!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Sinne: Carroll Gardens ist ein schöner Flecken Erde, Alvy kommt mit, Brooklyn Heights leuchtet ebenfalls und ist dazu noch literaturhistorisch wertvoll, meine Güte, an jedem zweiten Gebäude hängt eine Zitatplakette. In einem Gebrauchtbuchladenschaufenster steht Max Brods &lt;em&gt;Über Franz Kafka&lt;/em&gt; neben ein paar Edgar-Wallace-Büchern. Wir spazieren durch die Gegend, Alvy springt (ganz Croissant) um uns herum, während wir Kaffee trinken und das erste Vanilleeis des Jahres essen. Die Sonne scheint, zur Feier des Tages bellt Alvy mutig Thomas Wolfes ehemalige Mietwohnung an (fast singt er), dann pinkelt er W.H. Audens Haus ans Schienbein. Auf der Promenade und vor der Skyline wird ein fremdsprachiges und sehr langsames Musikvideo gedreht. Die Menschen spazieren in Dreierreihen, Babys jubeln, Croissant-Alvy bringt den Sänger aus dem Takt und Konzept. Aufgeschnappte deutsche Merksätze auf der Promenade: &lt;br /&gt;"Man muss einmal in einem Münchner Hotel gearbeitet haben."/"Früher sind wir einmal mehr gewesen. Und besser."/"Das Wetter macht grundsätzlich, was ich will."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Wetter: morgen ist President's Day, New York trägt Obama-T-Shirts, es sollte eigentlich einiges besser werden. Ist es aber nicht. Die Schilder auf dem Rückweg: LOST THE LEASE! und GOING OUT OF BUSINESS! und EVERYTHING MUST GO! und NOTHING HELD BACK! Zur Rezession muss also auch noch etwas gesagt werden. Alle sprechen davon, man sieht es im Stadtbild, ausgerechnet zum Frühlingsanfang nagelt sich New York verstärkt die Schaufenster zu. Plötzlich erinnern sich die Dreissigjährigen an das letzte Jahrhundert, plötzlich schauen alle verstohlen ins Portemonnaie. Es werde weniger reserviert, sagt man, es werde weniger geliefert, es werde weniger in Hotels übernachtet, aber man lese wieder Joe Mitchell. Es wird früher getrunken, weil früher trinken billiger trinken bedeutet, es gibt "Recession-Happy-Hours". Das Wort ist allgegenwärtig wie ein Werbeclaim, für jeden Ausverkauf muss die Wirtschaftslage herhalten, sogar für Anti-Rauch-Kampagnen ("remember: lungcancer is recession-proof"). Schließlich an der Kreuzung Bleecker und LaGuardia der letzte aufgeschnappte Merksatz für heute: &lt;br /&gt;"New York ist ein Gestrüpp und wir sind eine marodierende Horde."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-4694816752480949977?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/4694816752480949977/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=4694816752480949977' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4694816752480949977'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4694816752480949977'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2009/03/presidents-day.html' title='President&apos;s Day'/><author><name>TP</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15820683564380966598</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://2.bp.blogspot.com/_QqwNH1MrMRw/SrD9np2VxYI/AAAAAAAAABE/KSiyHKvF61E/S220/adlerundsoehneimage.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_QqwNH1MrMRw/SbZ59c_im1I/AAAAAAAAAAM/8HxeBoOmd-w/s72-c/recession+special.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-2793633795947509724</id><published>2009-02-25T16:34:00.002+01:00</published><updated>2009-02-25T16:40:26.694+01:00</updated><title type='text'>Tansanische Delikatessen (1)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_elUFs_Fhi0w/SaVlfFk0-WI/AAAAAAAAAHA/kVPq3WrXV4o/s1600-h/Ziege2.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_elUFs_Fhi0w/SaVlfFk0-WI/AAAAAAAAAHA/kVPq3WrXV4o/s320/Ziege2.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5306759320672991586" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gesichtet auf einer kürzlich abgehaltenen Party für das gesamte Personal. Verschiedentlich wurde die Frage gestellt, ob die Hufe/Unterschenkel zunächst abgetrennt und dann wieder angeheftet wurden o.ä. - Man beachte auch die dekorativen Eierscheiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_elUFs_Fhi0w/SaVlVZ6UeEI/AAAAAAAAAG4/6ge_huaA0Zc/s1600-h/Ziege1.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_elUFs_Fhi0w/SaVlVZ6UeEI/AAAAAAAAAG4/6ge_huaA0Zc/s320/Ziege1.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5306759154333153346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ob es dem Tier ein Trost war, mit Laub im Maul kredenzt zu werden, ist nicht bekannt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-2793633795947509724?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/2793633795947509724/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=2793633795947509724' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/2793633795947509724'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/2793633795947509724'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2009/02/tansanische-delikatessen-1.html' title='Tansanische Delikatessen (1)'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_elUFs_Fhi0w/SaVlfFk0-WI/AAAAAAAAAHA/kVPq3WrXV4o/s72-c/Ziege2.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-6731418917455983769</id><published>2009-01-10T23:06:00.003+01:00</published><updated>2009-01-10T23:16:52.849+01:00</updated><title type='text'>Am Ende des Stadtplans.</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/SWkeIc4O95I/AAAAAAAAAbw/wP06WrfrCqw/s1600-h/Old+Talker.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/SWkeIc4O95I/AAAAAAAAAbw/wP06WrfrCqw/s400/Old+Talker.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5289792367863199634" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Reisende am Telefon, Tim Schomacker an den Reglern: Heraus kommen 50 schöne Radiominuten. Thomas Pletzinger geht über einen Friedhof in Ostino, Sarah Iwanowski vergleicht Vergangenheit und Gegenwart einer kleinen kroatischen Insel, Anke Bastrop beobachtet ägyptische Faltenwürfe, Katja Thomas schaut von Tel Avivs Dächern übers Mittelmeer, Kristina Hansen hat Elvis in Tokyo getroffen und Benjamin Lauterbach hält drei Reden bei gedachten Gelegenheiten in Kopenhagen. Diesmal das alles in akkustischer Form.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.kulturformate.de/popup.php5?details=807"&gt;HIER GEHTS ZU KULTURG.U.T e.V.&lt;/a&gt;, der Beitrag startet nach Klick auf den grauen Lautsprecher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-6731418917455983769?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/6731418917455983769/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=6731418917455983769' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6731418917455983769'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6731418917455983769'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2009/01/am-ende-des-stadtplans.html' title='Am Ende des Stadtplans.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_PIIxevmAn1A/SWkeIc4O95I/AAAAAAAAAbw/wP06WrfrCqw/s72-c/Old+Talker.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-440546079048361511</id><published>2008-11-26T08:31:00.007+01:00</published><updated>2008-11-26T09:06:21.129+01:00</updated><title type='text'>Störsignal</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SS0AF6VICUI/AAAAAAAAABE/nxeGxj-u5kA/s1600-h/Radio.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5272870840277928258" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 200px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SS0AF6VICUI/AAAAAAAAABE/nxeGxj-u5kA/s400/Radio.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Telefon klingelte. Ich schloss das Fenster, stellte die Klimaanlage an, drängte die mit Telefonkarten behängten Hände der Händler zurück, schottete mich ab. Die Fensterscheibe surrte nach oben und trennte den schweren, bleihaltigen, von den zahlreichen Mopedtaxis herausgerotzten blauen Dunst, von der kühlen, klaren Luft des Fahrzeuginnenraums. Ein sauberer Schnitt, wie durch einen Käse, um ihn von dem vergammelten Schimmel zu befreien. Mit dem Dunst wich das kakophonische Gemisch aus Motorengeheule, dem Anpreisen von Waren, Musik aus Autoradios und den Boxen der CD-Händler, langsam, weich ausgeblendet, bis alle und alles auf unnatürlicher Weise in einen dumpfen Raum verschwanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– „Hallo!“ – „Hallo!“ – „Ja hallo, wer ist dran?“ – „Hallo!“ – „Ich höre, wer spricht?“ – „Hallo!“ Tolles Gespräch, ich legte auf. Kurze Zeit später klingelte das Telefon wieder.&lt;br /&gt;- „Hallo, wer spricht?“ – „Hallo“ –„ Mit wem hab ich die Ehre? Sprich!“ – „Suleiman?“&lt;br /&gt;- „Nein, hier ist nicht….“ Aufgelegt. Kein „Ich hab mich verwählt“ oder so was, geschweige denn eine Entschuldigung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SS0BAAqngkI/AAAAAAAAABM/wHH2Aih7ca0/s1600-h/BizzaBH.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5272871838411096642" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 259px; CURSOR: hand; HEIGHT: 194px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SS0BAAqngkI/AAAAAAAAABM/wHH2Aih7ca0/s400/BizzaBH.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Reservoir an Zeit in Benin scheint endlos. Kleinste Bewegungen werden in Restaurants oder auf der Post geduldig zelebriert oder die zehnte Zurückweisung auf dem Amt mit einer Frömmigkeit hingenommen, bei der selbst das Lamm vor seinem Henker längst rebelliert hätte. Was bedeutet auch schon die Zeitspanne eines Lebens im Diesseits wenn es um die Ewigkeit im Jenseits geht, in der, ist etwas schief gelaufen, kochende Blutströme auf einen warten.&lt;br /&gt;Geht es aber darum sich an der Ampel einen Zeitvorteil von wenigen Nanosekunden herauszuarbeiten, wird gehupt, gedrängelt, gerempelt und gestritten. In die kleinsten Räume schlängeln sich die Mopeds, entschlossen und zielstrebig wie eine Ameisenstraße, vorbei an Taxis, Bettlern und Händlern. Am Ende der Reise ist derjenige, der besucht werden sollte, nicht zu Hause und die Kosten für Benzin ein Vielfaches Höher als die Einheit, die ein Telefonanruf gekostet hätte. Wieder klingelte das Telefon, diesmal verstummte es nach einem Klingeln. On m’a beepé, man hat mich angeflashed, angeklingelt, ein Signal gesendet mit der Bitte um Rückruf. Ich schaute auf das Display und sah die Nummer von Segun, einem Freund aus Lagos, der seit acht Jahren in Benin lebt. Ich wählte seine Nummer, bekam aber nur ein Störsignal zu hören, der Absturz des Telefons folgte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SS0BdUq0OqI/AAAAAAAAABU/_96Pi61zK-g/s1600-h/BizzaTaxi.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5272872341996845730" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 259px; CURSOR: hand; HEIGHT: 194px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SS0BdUq0OqI/AAAAAAAAABU/_96Pi61zK-g/s400/BizzaTaxi.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Eine Nachrichtensendung auf Fon, der lokalen Sprache des südlichen Benins, veranlasste mich zu einem Senderwechsel. Auf Atlantique FM lief eine Quizshow. Der Moderator sprach mit tiefer, effektvoller Stimme in einem Duktus, wie man ihn in aller Welt in kommerziellen Radiosendungen zu sprechen pflegt. Ein Rückwärts gespieltes Lied sollte von dem Anrufer erraten werden, hätte er die Möglichkeit bekommen den einleitenden Smalltalk zu überstehen.&lt;br /&gt;Ich konnte hören, dass er sich vorstellte, für den Namen war es aber zu leise, auch nach mehrmaligen Wiederholungen. Der Moderator schien gar nichts zu hören, hakte ungeduldig nach, forderte zum lauter sprechen auf, bat um Distanz zum Radio. Es half nichts, es dauerte nur wenige Sekunden und der Hörer war draußen, Musik. Die Gespräche liefen immer nach dem gleichen Muster ab, die Hörer stellten sich brav vor, der Radiosprecher wurde immer ungeduldiger und schmiss den Anrufer raus, die Musik, tanzbar, groovy, wurde lauter.&lt;br /&gt;Nicht selten kommt es vor, dass beim Telefonieren nur die eine Seite Zugang zum Gesagten des Anderen bekommt, die Möglichkeit blieb aber unkommentiert. Man machte weiter wie bisher. Wieder Musik, diesmal länger, ein Stück von Polyrithmo wird ausgespielt, Salsa mit afrikanischen Rhythmen ließ mich durch die Stadt schweben, vorbei an einem Rindermarkt, an Wellblechhütten, entlang am Meer, der Lagune, auf der die Fischer ihre Netze aus den Pirogen werfen.&lt;br /&gt;Der Moderator meldete sich schwungvoll mit einer Begrüßung eines Anrufers zurück, verstand die Antwort und konnte endlich seinen Smalltalk einleiten. Wie geht’s, Wie heißt du, von wo rufst du an, wie lautet dein Lieblingssender und so weiter. Offensichtlich hatte jemand die Panne bemerkt, das Telefonnetz, wie üblich. Was folgte war ein Knacken und Pfeifen in Tinitus verdächtigen Frequenzen, diesmal, wenn der Anrufer sprach. Der Moderator hörte davon nichts und plauderte munter weiter. Senderwechsel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SS0BplzfBjI/AAAAAAAAABc/fbT2Rjs-THA/s1600-h/Zubereitet.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5272872552755037746" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 259px; CURSOR: hand; HEIGHT: 194px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SS0BplzfBjI/AAAAAAAAABc/fbT2Rjs-THA/s400/Zubereitet.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-440546079048361511?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/440546079048361511/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=440546079048361511' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/440546079048361511'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/440546079048361511'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/11/strsignal.html' title='Störsignal'/><author><name>Tilman Przyrembel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02814339295887375535</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SS0AF6VICUI/AAAAAAAAABE/nxeGxj-u5kA/s72-c/Radio.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-2345985076290913107</id><published>2008-10-09T16:37:00.004+02:00</published><updated>2008-10-10T22:42:16.239+02:00</updated><title type='text'>Cagliari</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_6oZANvaIQMY/SO4Xpos4a8I/AAAAAAAAACk/OV-T01xC3Lk/s1600-h/DSC04447.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_6oZANvaIQMY/SO4Xpos4a8I/AAAAAAAAACk/OV-T01xC3Lk/s320/DSC04447.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5255163819255688130" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pierfranco läuft zum Geländer und wieder zurück, er streckt die Arme in die Höhe und ruft etwas auf Italienisch, dann versucht er, mir einen Pfirsich in den Mund zu stecken. „Die sind gut“, sagt er, „das sind meine.“ Er wirft mir den Pfirsich zu, den Schmutz reibe ich unter dem Tisch unauffällig an meinem Rock ab. Er beobachtet mich, während ich hinein beiße, nickt mir zu, als ich beginne zu kauen. Ich lächle mit vollem Mund und komme mir bescheuert dabei vor. &lt;br /&gt;Als sei ihm bei meinem Anblick plötzlich etwas eingefallen, rennt Pierfranco von der Dachterrasse in die Küche. Kurz darauf kommt er mit einer Karaffe Eiskaffee und zwei Schnapsgläsern zurück. „Trink“, sagt er, „so guten Kaffee bekommst du nirgendwo.“ Nachdem er auch sich selbst eingeschenkt hat, läuft er wieder hinein, holt kühle Limonade und Kekse. Schließlich sitzt er mir gegenüber. Seine Beine zucken unter dem Tisch. „Ein Paradies, nicht wahr?“ Er zeigt auf die Pflanzen am Geländer, die Sofakissen an der Wand, die Korbliegen auf dem Boden. Er zeigt auf den Holzanbau, in dem nur ein Bett, ein Tisch und ein Ventilator stehen. „Hier oben bist du vollkommen ungestört“, sagt er. Mir läuft der Schweiß den Rücken, die Arme und das Gesicht hinunter. Seit zwei Stunden bin ich auf der Suche nach einem Zimmer. „Morgen kommt der Papst“, wiederholten die Vermieter und sahen mich in ihren halbgeöffneten Wohnungstüren an, als wäre ich gestört. &lt;br /&gt;Pierfranco hingegen pfeift abwertend durch die Zähne, als ich auf die Straße hinunter schaue, die schon heute für Fahrzeuge gesperrt ist. „Diese ganze Aufregung“, sagt er, „für einen veralteten Kauz.“ Seine Zimmer sind bis auf die schwüle Bretterbude auf der Dachterrasse trotzdem ausgebucht. Er winkt mich ins Wohnzimmer. Vor einer Weltkarte bleibt er stehen und tippt mit dem Zeigefinger auf rote Fähnchen. „Ich bin überall gewesen, in Island, Amerika, Russland. In Deutschland war ich auch, in Berlin, bevor die Mauer fiel.“ Er fragt mich, wo genau ich herkomme. Ich tippe auf einen winzigen Fleck kurz vor Dänemark. Er zieht die Augenbrauen hoch. „Von einer Insel?“ Ich nicke. Eilig bückt er sich, zieht eine Schublade auf, holt ein rotes Fähnchen heraus und klebt es mitten in die Ostsee. Ich sehe ihn an. „Und“, fragt er, „wie ist es da?“ „Flach“, antworte ich, „und meistens kalt.“ „Gut.“ Er streicht langsam über das Fähnchen. „Wie heißt die Insel?“ Ich greife einen Träger von meinem Rucksack, der an der Wand lehnt, und ziehe ihn über meine Schulter. Während ich auch meinen anderen Arm durch die Schlaufe schiebe, hebt er erstaunt den Kopf.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-2345985076290913107?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/2345985076290913107/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=2345985076290913107' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/2345985076290913107'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/2345985076290913107'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/10/cagliari.html' title='Cagliari'/><author><name>Sarah Iwanowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15767909527109684425</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://bp0.blogger.com/_6oZANvaIQMY/RoleuJTtrLI/AAAAAAAAABE/CNWE3mg1KkU/s320/P1000748.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_6oZANvaIQMY/SO4Xpos4a8I/AAAAAAAAACk/OV-T01xC3Lk/s72-c/DSC04447.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-8450940872040589280</id><published>2008-10-06T14:53:00.008+02:00</published><updated>2008-10-06T15:11:33.412+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Benin'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dorf'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kpawa'/><title type='text'>Palaver im Verschlag</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SOoLOeAWnKI/AAAAAAAAAAs/wcXfuPFx4LI/s1600-h/Krankenstation.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SOoLOeAWnKI/AAAAAAAAAAs/wcXfuPFx4LI/s400/Krankenstation.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5254024258481724578" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kpawa, ein junges Dorf, durch aufgeschütteten Lateritboden an das pulsierende Adergeflecht der Wege und Pisten zu Atem gekommen, verbunden mit den Kapillaren und Venen aus Schotter und Asphalt, durch die kleine Pickups, verrostet, verzogen, unzählige Male reanimiert mit ihren Waren fließen, prall gefüllt mit Yamswurzeln, zusammengehalten durch eine stramm gezogene Plastikplane, die sich weit über das Fahrgestell hinauswölbt, angetrieben vom Herzschlag des Handels. &lt;br /&gt;Das Dorf hat laufen gelernt, ist größer geworden, hat Land gegessen, hat die alten und neuen Früchte verdaut. Um das Dorf herum hat sich ein Fäkaliengürtel gebildet, ein Ring aus Sträuchern, ähnlich dem eines Stadtringes einer europäischen Großstadt. Latrinen gibt es keine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sitze im Innern dieses Rings auf einem Holzstuhl im Schatten eines Verschlags nicht weit von Issifous Hütte. Niemand bewegt sich. Selbst dem Wind ist es dafür zu heiß. Die Hitze drückt auf meinen Körper als fließe nicht Blut sondern Blei in meinen Adern. Ich versuche gar nicht erst mich zu bewegen und bin froh, dass ich nicht sprechen muss, dass die Stühle neben mir leer sind auf denen sonst die Männer des Dorfes ihr Palaver halten.&lt;br /&gt;Vor mir liegen regungslos drei Hunde in einem schmalen Schattenstreifen, geworfen von einem überragenden Stück Wellblech eines Daches. &lt;br /&gt;Sie heißen: „Wer weiß“ (Qui sait), „Oder nicht“ (Ou bien) und „ Sprich für dich“ (dis pour toi). Namen, die wie passende Antworten in einem möglichen Gespräch im Schatten der  Mittagsglut liegen. Gemeinsam versuchen wir so wenig wie möglich Energie zu verbrennen. &lt;br /&gt;Ich frage mich, ob ein zartes Stück Antilopenfleisch mit frischen Basilikumblättern die drei wohl aus der Reserve locken könnte.&lt;br /&gt; „Wer weiß“ dreht unmerklich aber dennoch eindeutig sein linkes Ohr in meine Richtung, ohne den Kopf dafür zu heben, als habe er meinen Gedanken gelesen. Die Kinderschar, die normalerweise an einem klebt wie die Fliegen an den verdorbenen Cashewfrüchten, hat sich verflüchtigt, in die wenigen Schattenplätze des Dorfes. Sie liegen auf einem Sandhaufen, einem Tisch oder einem kühlen Zementgrab im Hof der Hütte ihrer Eltern, neben Ziegen und Geschwistern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SOoL7sM4kTI/AAAAAAAAAA0/dAd6HOEEg2A/s1600-h/Junge.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SOoL7sM4kTI/AAAAAAAAAA0/dAd6HOEEg2A/s320/Junge.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5254025035386491186" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Platz vor mir, eine Art Verbindungsstück zum Marktplatz, bietet mir ein dankbares Lichtspiel. Hunderte von kleinen Lichtreflexen flimmern auf, in Plastiktüten, ihren Fetzen, Blechdosen und Aluminiumverpackungen der Medikamente vom Schwarzmarkt, wie in einem Meer aus Rubinen und Kristallen, bis der Wind sie mit in den Wald nimmt oder jemand ein Feuer macht. Das Dorf ist jung, in voller Entwicklungsblüte. Man kann es wachsen hören, wie den Bambus, der sich täglich ein Stück in Richtung Himmel reckt. Die Wachstumsrate, ob Wirtschaft oder Bevölkerung liegt hier wahrscheinlich bei tausend Prozent. Zeit für die Priester und Imame das Opium an die Haken ihrer Angeln aufzuspießen und das Seelenfischen zu beginnen. Zunächst der Bau einer Moschee, dann daneben ein Brunnen, Leben spendendes Wasser für die verlorenen Seelen. Der Brunnen versiegt, nicht tief genug gebohrt, es bleibt der Koran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SOoMzvnhTmI/AAAAAAAAAA8/-hkKKFF8fYM/s1600-h/HundKpawa.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SOoMzvnhTmI/AAAAAAAAAA8/-hkKKFF8fYM/s320/HundKpawa.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5254025998376193634" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieudonné kommt mit Innocent vom Feld zurück ins Dorf, Hacke und Gewehr geschultert, der Geruch nach Erde und Schweiß erfüllt ihren Raum. Die Hitze scheint Innocent nicht viel auszumachen. Er grüßt die Männer, die Mütter, die Alten, uns, mit einem Lächeln, das sein Gesicht zum Leuchten bringt. Seine vier Schneidezähne sind im rechten Winkel aus seinem Kiefer herausgewachsen und zeigen auf den Verschlag, unter dem gleich das Palaver beginnt und auf den er sich schon freut. Ob er denn mit diesem selbstgebautem Gewehr heute schon ein gefährliches Eichhörnchen erlegt habe, frage ich ihn. Innocent versichert er habe mit diesem Gewehr, aus dem ein Wattebausch vorne herauslugte, in seinen besten Tagen einen Büffel getötet. Ich glaube ihm und freue mich auf weitere Jagdgeschichten.  Auch Issifou ist wieder im Dorf. Er und Dieuxdonné scherzen mit Issifous Hausmädchen Malaboue, die Essen für uns zubereitet, Peuhlkäse mit Reis, versprechen ihr eine Heirat als zweite Frau mit mir, dem Weißen. Malaboue heißt soviel wie: „Was hab ich getan?“  Ich frage mich, was wer für diesen Namen getan hat, frage später nach, im Verschlag, unter dem die Männer nach der Feldarbeit so gerne sitzen und bekomme Antwort.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-8450940872040589280?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/8450940872040589280/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=8450940872040589280' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8450940872040589280'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8450940872040589280'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/10/palaver-im-verschlag.html' title='Palaver im Verschlag'/><author><name>Tilman Przyrembel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02814339295887375535</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SOoLOeAWnKI/AAAAAAAAAAs/wcXfuPFx4LI/s72-c/Krankenstation.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-996590907682489268</id><published>2008-09-16T12:08:00.005+02:00</published><updated>2008-09-16T12:31:21.446+02:00</updated><title type='text'> Tansania unter Strom.</title><content type='html'>Gestern bei der ersten tansanischen Lesebühne fiel beim ersten Vorleser der Strom aus, die Show wurde dann im Schweinwerferlicht fortgesetzt. Den Strom lieferten zwei Autos mit laufenden Motoren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_euKctneDmYk/SM-HGimnUVI/AAAAAAAAAAQ/Ob8H_kTZ1ag/s1600-h/P1070741.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_euKctneDmYk/SM-HGimnUVI/AAAAAAAAAAQ/Ob8H_kTZ1ag/s320/P1070741.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5246560637347647826" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Unerfreulich ist, dass das Clove Hotel mein Zimmer schon vergeben hat, ich hätte es nochmal bestätigen müssen, erfahre ich von der Managerin. Sie verweist mich ins Kiponda, was nur 20 $ die Nacht kostet und mir auch ausreichend scheint. Dann zu göttlichem Essen bei einer dänischen Ärztin, Leonie hat eine bezaubernde, ungefähr 10jährige Tochter. Die Hausherrin, die ihren Abschied feiert, weil sie zurück nach Aarhus fliegt, segelt leidenschaftlich gern, an einem Boot aus Zement arbeiten sie seit 30 Jahren, bald wird es fertig sein. In Sansibar gab es 10 Jahre lang einen Armenarzt, erzählt sie, auch Europäer, der nahm nur von den Reichen Geld und behandelte die Armen umsonst. Dann hat er betrunken rumgebrüllt und den hiesigen Regierungschef beschimpft, er ist sofort ausgewiesen worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_euKctneDmYk/SM-Hz-mRXcI/AAAAAAAAAAY/-xKHsX9QuUg/s1600-h/P1070783.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_euKctneDmYk/SM-Hz-mRXcI/AAAAAAAAAAY/-xKHsX9QuUg/s320/P1070783.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5246561417956515266" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Später durch die dunkle, von Generatorengebrumm erfüllte Stadt. Der seit Wochen andauernde Stromausfall ist durch die Beschädigung eines Unterwasserkabels von Dar Es Salaam verursacht und niemand weiß, wie lange er noch anhalten wird. Das Gefühl ist, es passiert gar nichts. Im Hotelzimmer ist es mit dem Deckenventilator einigermaßen auszuhalten, liege in Unterhose unterm Moskitonetz. Wie ich aber, wenn um 22 Uhr der Generator abgeschaltet wird, schwitzend die Nacht überstehen werde, das steht auf einem anderen Blatt.&lt;br /&gt;Wie lange ich manchmal brauche, bis das Offensichtliche und Naheliegende in meinem Kopf zur genialen Idee wird: Natürlich über den Stromausfall, Ursachen, Konsequenzen, voraussichtliche Dauer usw. berichten, dazu noch schöne Fotos der nächtlichen Lichtszenen, also morgen frisch ans Werk, Schreiberling!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schlafe wider Erwarten fabelhaft, morgens geht für eine halbe Stunde der Strom an, nach einer Woche ist auch mein Magen-Darm-Trakt wieder in Ordnung, was für eine Freude zu leben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich treffe Leonie Schollmeyer. Manchmal fragen sie Freunde oder Verwandte: „Ihr habt häufig Stromausfall?“ „Nein“, lacht sie dann, „Wir haben nur einen, und den seit vier Wochen!“ Sie ist eine der deutschen Mitarbeiter der Dhow Countries Music Academy, die am Hafen der Insel in einer arabischen Villa residiert. Trommeln, Gitarren, Klavier und Geigen klingen durch den kühlen Innenhof, und das Dröhnen eines Generators.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das nun defekte Stromkabel führt durch den Indischen Ozean von Ras Kilomoni über das Festland von Tansania zum sansibarischen Ras Fumba. Hakon Hamre, norwegischer Ingenieur, der von den tansanischen Behörden zu Hilfe gerufen wurde, äußerte sich nach Besichtigung der Anlagen auf Sansibar: „Ich kann nicht sagen, wann der Strom wieder fließt, aber wir erwarten, dass die Arbeiten bis zu drei Monate dauern, weil das Problem sehr speziell ist.“ Er führt das Versagen des Kabels auf eine Überspannung zurück, die an dem Schicksalstag als Folge des Zusammenbruchs des tansanischen Stromnetzes auftrat. Die Meldungen der tansanischen Presse über den „Zanzibar power blues“ sind verwirrend, das Kabel sei explodiert, die Kühlflüssigkeit für die Leitung werde nach Frankreich geschickt, um dort getestet zu werden, bevor sie das Öl für ein neues Kabel verwenden, und das obwohl dieses Öl seit 28 Jahren erfolgreich ein Kabel in Dar Es Salaam schützt. Sicher ist jedenfalls: Es gibt keinen Strom und niemand weiß, wann er zurückkommt. Hotels und kleine Fabriken hätten schließen müssen, 30000 Personen seien durch die Stromsperre arbeitslos geworden. Diese Zahlen sind wohl schwer zu bestätigen in einem Land, in dem sowieso die meisten arbeitslos sind. Zweifellos trifft die fehlende Energie die Fischer am stärksten, die große Meerestiere gar nicht mehr verkauft bekommen: Was man nicht am selben Tag verzehren kann, würde mangels Kühlung unweigerlich verderben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Spanierin, die in ein Hotel unweit der Stadt betreibt, nennt den Stromausfall einen „Alptraum“, das Angebot der Restaurants ist eingeschränkt, die Wasserpreise sind auf 1000 Schilling für die 20-Liter-Flasche gestiegen. Die Preise für Wasser, Benzin und Diesel haben sich fast verdoppelt, Generatoren gibt es gar nicht mehr zu kaufen, weder hier noch in der drei Stunden mit der Fähre entfernten Hauptstadt Dar Es Salaam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nassor Rajubu Dachi ist Direktor der örtlichen Filiale der FBME Bank, und natürlich darf er nicht über wirtschaftliche Auswirkungen auf sein Geschäft sprechen und sich auch nicht fotografieren lassen. Aber über seine private Situation gibt er gern Auskunft. Er kauft Benzin für den Generator der Nachbarn und bekommt deshalb von ihnen Strom. Dass sich Nachbarn durch diese Situation näher kommen, sei eine gute Sache. Schließlich singt er noch ein Loblied auf die Regierung, die alle Generatoren aus ihren Büros für die Wasserquellen zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mücke Quinckhardt, Direktorin der Musikschule, ist skeptisch über diese schnelle unbürokratische Hilfe. Die Hamburgerin mit hugenottischen Wurzeln kennt Sansibar seit 1989: „Dass man Stunden und Tage keinen Strom hat, ist normal. Aber über einen Monat?“ Noch nach einigen Tagen dachten sie, dass es bald vorbei sein müsste.&lt;br /&gt;In der Akademie erlernen einheimische Schüler traditionelle Musik. Dort haben sie zuerst ihren Arbeitsalltag umgestellt, Zeitung gelesen, statt sich im Internet zu informieren, die Ablagen wurden aufgeräumt und alles erledigt, wozu man keinen Strom benötigt. Mit ihrem Laptop konnte sie, wenn der Akku aufgeladen war, drei Stunden Texte und Protokolle schreiben. Nun gehöre zur täglichen Routine, zwei Stunden in einem Stonetown Café zu sitzen, um das Handy und den Laptop aufzuladen, ins Internet zu gehen und dabei für 1500 Schilling Kaffee zu trinken. Die Gesprächskultur ändere sich entscheidend, mit den schwedischen Paar aus der Nähe, mit dem sie nie gesprochen habe, unterhielt sie sich nun stundenlang über Strom und Wasser. Überhaupt die fruchtbaren Gespräche, auch in ihrer Schule: „Bemerkenswert, wie sich die Kommunikation verbessert hat.“ Es gebe so Stories, das Kabel sei vor 30 Jahren gelegt worden und habe eine maximale Lebenszeit von 30 Jahren, aber keinerlei Vorkehrungen seien getroffen worden, keine Ersatzteile standen bereit. Früher gab es hier für jedes Stadtviertel Generatoren, die wurden alle abgebaut und verkauft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Reiseführer schwärmt über die größte Stadt von Sansibar: „Die Gassen von Stone Town strahlen Ruhe und Gelassenheit aus, und manchmal, so scheint es, bleibt die Zeit stehen. Jegliche Hektik und der Stress von zu Hause geraten für eine Zeit in Vergessenheit.“ Von wegen, die Stadt brummt an jeder Ecke, kein Laden, kein Hotel, keine Bank und kein Restaurant kommt gegenwärtig ohne Dieselgenerator aus. David Livingstone nannte die Stadt verächtlich „Stinkibar“: „Der nächtliche Gestank ist so krass, dass man sich daraus ein Stück schneiden könnte, um damit den eigenen Garten zu düngen.“ Die Kanalisation hat diese Zustände längst gebessert, und doch könnte man die Stadt heute wieder so nennen. Nur ist es heute der Gestank der Generatoren.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_euKctneDmYk/SM-Iu1D0L9I/AAAAAAAAAAg/dpH8W6XamDw/s1600-h/P1070869.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_euKctneDmYk/SM-Iu1D0L9I/AAAAAAAAAAg/dpH8W6XamDw/s320/P1070869.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5246562429008359378" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Befrage noch Farina (11) darüber, was sie am Stromausfall stört: Dass man morgens nichts Warmes haben kann. Man muss das Wasser mit der Hand schöpfen, der Lärm der Generatoren, dass man nichts mehr lesen kann. Schule fällt nicht aus, weil sowieso Ferien sind. Aber am ersten Tag des Stromausfalls hatten sie Prüfungen und die Klasse war am Generator und der machte einen Höllenlärm. Dass man nichts Kaltes kriegt, kein Eis, ohne das Doppelte zu zahlen. Auch Zalia (10) erinnert sich an den Beginn, da mussten sie eine 4-Liter-Box Eis aufessen, danach war ihr schlecht. Dass man abends in der Dunkelheit stolpert, gefällt den Kindern ebenfalls nicht. Aber auch Positives erkennt Farina im Energiemangel: „Es gibt mehr Kommunikation: Hier hat jeder eine große Mauer um sein Haus, jetzt heißt es: Wo lädst du Dein Handy auf? Hast du Wasser? Kann ich bei dir mein Handy aufladen?“ Am meisten schmerzt sie, dass sie keine von den 60 DVDs angucken kann, die sie aus Deutschland mitgebracht hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich esse wieder im Malindi, dort kennen sie schon den einzigen Mzulu und bringen mir dasselbe wie gestern. Während die Einheimischen die Gewürzrinde und Kerne alle neben die Teller auf die Wachstuchdecken drapieren, esse ich alles auf. Merke beim vergeblichen Versuch eines Mittagsschlafes, wie eine neue Durchfall-Welle vom Magen in die unteren Eingeweide gluckert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später habe ich das Glück des Schlenderers, Höhepunkt meiner Power-Blues-Recherche: Treffe auf eine voll in Betrieb befindliche Generatorenwerkstatt, bei der ich Dank meiner Videokamera jede Menge O-Töne aufnehmen kann. Wirklich begeistert sind die Betreiber, ein Brüderpaar, nicht von den Veränderungen durch den Stromausfall: Zweimal ist schon bei ihnen eingebrochen worden. Ob sie sich wünschen, dass der Stromausfall anhält? Sie lachen, das ist auch eine Antwort.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_euKctneDmYk/SM-Jzjo7XaI/AAAAAAAAAAo/bG1lnXFL1WI/s1600-h/P1070903.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_euKctneDmYk/SM-Jzjo7XaI/AAAAAAAAAAo/bG1lnXFL1WI/s320/P1070903.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5246563609743154594" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Im Hotel buche ich Hals über Kopf die Fahrt für morgen um 8 nach Bwejuu an der Ostküste. Der Hotelmanager behauptet, der Chef von Tansania habe versichert, heute oder spätestes morgen sei der Stromausfall vorbei. Hoffe sehr, dass da Gott vor sei. Meine ganzen Recherchen, alles für’n Arsch?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachts sitze ich auf der Terrasse des Africa House mit einem Pärchen, er Physiker aus München, sie eine Abiturientin aus Reinickendorf, die in Süd-Tansania volontiert hat, und einem Steuer-Entwicklungshelfer aus Hanau an einem Tisch. Hanau, nenne man auch die Stadt des goldenen Schmuckes. Noch nie gehört. Hier auf Sansibar gebe es keine Tribalism, die Anspruchshaltung allgemein in Tansania, die Korruption sei hier geringer als in Kenia. Man stimmt mir zu, dass Sansibar gegen Helgoland ein schlechter Tausch war. Was bin ich heute rumgerannt, aber gut war’s.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abfahrt ½ 9, die Fahrt nach Bwejuu im Kleinbus kostet 12000 Schilling, 10 $, mit mir im Bus sind noch ein holländisches weibliches Pärchen und drei Einheimische. Es handelt sich um eines der vielen in China ausrangierten Fahrzeuge, etliche auf den Straßen haben noch die chinesischen Werbeschriften auflackiert.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_euKctneDmYk/SM-KxqnwcWI/AAAAAAAAAAw/bm4Pe6sca5I/s1600-h/P1070971.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_euKctneDmYk/SM-KxqnwcWI/AAAAAAAAAAw/bm4Pe6sca5I/s320/P1070971.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5246564676769182050" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Bald geht es durch die ärmeren Vororte, dort sind keine Generatoren mehr zu sehen. Ein großer Markt, Zebus, ein Friedhof, Palmwälder, Busch. Wenn gehupt wird, müssen die Radfahrer Platz machen und von der Straße auf den Seitenstreifen. Schilder und Fahrbahnbuckel erzwingen langsames Fahren, als ich mich gerade frage, welche Tiere hier die Fahrbahn kreuzen, Krokodile? Nilpferde? Auerochsen? sehe ich die süßen Affen in freier Wildbahn, wenn man das hier in der Nähe der Straße so nennen kann.&lt;br /&gt;Einen Africafe, wie der allgemein verabreichte lösliche Kaffee hier heißt, nehme ich im gastronomischen Zentrum der Evergreen Bungalows zu mir. Hier im Paradies werde ich also 24 Stunden verbringen, lesend, schreibend, hoffentlich joggend, und trotzdem fragt es in mir: Was soll ich hier?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später liege ich in der Sonne und lese Kapuścińskis „Afrikanisches Fieber“ zu Ende, was für ein herrliches Buch und schade, dass ich es nun ausgelesen habe. Regen und Sturm, immerhin habe ich wohl genug Sonne abbekommen. Ein dubioser Jimmy will 10000 Schilling Deposit, um Benzin für die morgige Fahrt zurück zu kaufen, sein vernarbter Kumpel im Blaumann ist genauso wenig Vertrauen erweckend, zu dumm darf Abzockerei nicht eingefädelt werden.&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu gestern gelingt mir in meiner Palmhütte der Nachmittagsschlaf. Das Bewusstsein zu schlafen, erfüllt mich mit so unbändigem, alles umfassendem Glück, dass ich mich an etwas Ähnliches überhaupt nicht erinnern kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht in Bwejuu besteht aus einer zum Teil aberwitzigen Folge von Malaria-Moskito-Angriffen und Verwicklungen in das bescheuerte Moskito-Netz. Lese GALORE vom April zu Ende, ein Interview mit Maxim Biller, in dem er behauptet, intelligente deutsche Frauen liebten guten Sex, ansonsten stellt er sich als komplettes Arschloch dar, arrogant und langweilig. Ob er das absichtlich macht? Das Heft trotz Strunk-Interview dünn, voller Fehler („Sommer vom Balkon“), inhaltlich und stilistisch. Die Nadeln, mit denen sie das Heft zusammen nähen, sind wohl etwas heiß.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-996590907682489268?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/996590907682489268/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=996590907682489268' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/996590907682489268'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/996590907682489268'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/09/tansania-unter-strom.html' title=' Tansania unter Strom.'/><author><name>Falko Hennig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10466376376632750821</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_euKctneDmYk/SM-HGimnUVI/AAAAAAAAAAQ/Ob8H_kTZ1ag/s72-c/P1070741.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-2920983424895054216</id><published>2008-09-09T13:30:00.007+02:00</published><updated>2008-09-09T13:59:48.655+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Benin - 2008'/><title type='text'>Über Entdecker und Sodabi</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Einer der drei Männer hat eine Hacke geschultert, der Stil grob geschnitzt, das Eisen leicht wellig. Kein Relikt aus der Bronzezeit, sondern wichtigstes Werkzeug auf dem Feld. Neben ihm auf gleicher Höhe, vielleicht sein Bruder, wirft die einzige Glühbirne der Nacht harte Schatten auf das von Sonne und Arbeit gegerbte Gesicht. An der Spitze führt der Vater oder Chef seines Viertels das Begrüßungsritual an, auf das die kleine Gefolgschaft rhythmisch einstimmt.&lt;br /&gt;– Sei gegrüßt. - Ja sei gegrüßt. – Wie geht’s der Familie? – Ja, der Familie geht’s gut. – Der Familie, ihr geht’s gut? – Ja, und die Gesundheit, was macht die Gesundheit? – Gut, was machen die Kinder? –Ja gut, der Frau geht’s gut? – Was macht das Feld? - Ja das Feld, es geht.- Und die Mutter? – Ja, der Bruder? – Vater? – Oma? – Die Nichte? – Der Cous…? – Hm! –Hm! Die Sätze werden kürzer, zu Halbsätzen, Worte folgen, ziehen sich zurück in den Gaumen und verenden in langsam leiser werdendes Summen auf den Lippen. Minuten vergehen. Ich versuche mich zu konzentrieren, um das Ende der Geschichte nicht zu verpassen, die Issifou gleich weiter erzählen wird, wenn er mit der Begrüßung fertig ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter mir liegt ein langer Tag, eine lange Fahrt über rote Lateritböden. Staub, aufgewirbelt von unserem Wagen, lang und dicht wie die Kondensstreifen der Flugzeuge, legt sich auf die ausgetrockneten Flussbetten, in die Spalten der vor Trockenheit aufgerissenen Erde oder die Kinder auf ihrem Schulweg. Im Dorf angekommen gehört es zum guten Ton kleine Geschenke mitzubringen. Batterien, Zigaretten, Stifte, ein Radio, Fotos vom letzten Mal.&lt;br /&gt;Das Lachen von Bar Forensi, dem Dorfbegründer, explodiert in den Schatten des Baobabbaums, unsere Köpfe berühren sich jeweils zwei mal auf der gegenüberliegenden Seite der Stirn, zum Dank für die Flasche Gin, die hier nicht nur von den Geistern geschätzt wird. Den Gästen gebührend ließ Bar Forensi erfreut zwei Gläser kommen, Wassergläser, schenkte den auf 30 Grad temperierten Gin randvoll ein, reichte uns die Gläser. Das hatten wir nicht bedacht, schauten in Bars leuchtendes Gesicht, in seine vor Freude über die Gäste glühenden Augen. Der Gin brannte an unseren Kehlen entlang bei 43 Grad Außentemperatur, die Hitze legte sich wie eine Glocke schützend über uns, lockerte die Zungen, bereit für eine Tour durchs Dorf, zur Begrüßung, zum Einchecken in unsere kleine Lehmhütte, die man für uns geräumt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bar Forensi trägt eine lilafarbene Baseballjacke, eine zerfranste Bermudashorts und eine traditionelle, nach oben konisch zu laufende Mütze, ähnlich die einer Zipfelmütze, nur ohne Zipfel, ebenfalls lilafarben. Er folgte vor einigen Jahren einer Schneise, die für eine Straße in den Busch geschlagen wurde, verbrannte alle ihm im Weg stehenden Bäume für einen Acker, gepflügt mit einer einfachen Hacke, um die begehrten Yamswurzeln anzupflanzen, die die Hitze lieben wie ein Vulkan seine Lavaströme. Es kamen Dendi, Fulbe, Haussa, Fongbe als Christen, Moslems oder Animisten, sie leben in ihren Vierteln, friedlich, als Bauern, solange der Vorrat reicht. Man versteht sich, ohne auf eine gemeinsame Sprache zurückgreifen zu können. Nur ihre Kinder, sie spielen mit den Sprachen, als seien es ihre leeren Fahrradmäntel, die sie mit Stöcken durch das Dorf jagen. Es ist mein Freund, der Geograph, der sich für diese Bevölkerungsbewegungen interessiert, den ich hierhin begleitet habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SMZjAndXOEI/AAAAAAAAAAc/Fb0Il5Bp2OE/s1600-h/Baumfeuer.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5243987678362810434" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SMZjAndXOEI/AAAAAAAAAAc/Fb0Il5Bp2OE/s320/Baumfeuer.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Sodabi, ein aus Palmen gewonnener Schnaps, scharf wie eine Rasierklinge und klar wie der Instinkt einer Hyäne vor seiner Beute, fließt in das kleine Glas, aus der Flasche ohne Etikett, macht die Runde, zu dem Mann mit der Hacke, seinem vielleicht Bruder, zum Chef oder Vater, zu uns. Auf die Besucher, auf die Familie, auf das Feld, den Reichtum, das Neugeborene, das Glück, die Fruchtbarkeit, die Ahnen. Und jedes Mal, bevor sich der Sodabi den Weg in die Untiefen des Körpers freibrennt werden ein paar Tropfen auf die Erde gegossen, als Tribut für die Geister, den Fetischen, den Marabous.&lt;br /&gt;Issifou, vor dessen Haus wir sitzen, begrüßt noch den einen oder anderen Ankömmling, hatte den Faden seiner Geschichte längst verloren, was keiner von uns bemerkte und erzählt nun von einer Radiosendung, in der von einem Beniner Profifußballer berichtet wurde, der seine Karriere aufgeben musste, als er unter Schmerzen feststellte, er habe Glasscherben in seinem Knie. Eifersüchtige Verwandte aus seinem Heimatdorf, mit den Ahnen im Bunde, hätten ihm das zugefügt. Raunen, Mitgefühl, man sei nirgends sicher, was er wohl gemacht habe. Ob er nicht einfach nur schlecht gespielt habe, wollten wir wissen. Gelächter. Issifou kannte das schon von uns. Ein Spiel zwischen ihm, dem Assistenten des Geographen und dem Patron selber. Unfassbar, dass wir so etwas denken können. Nur die Weißen können so ungläubig sein. Bis spät in die Nacht geht das so weiter, im Licht der nackten Glühbirne, unter dem Singen der Zikaden, dem Quietschen des Keilriemens der Maismühle, dem Krächzen des Radios aus dem Dendi- oder Haussaviertel, über Pulver welches unverwundbar oder unsichtbar macht, über Geldverdoppler oder Charlatane.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-2920983424895054216?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/2920983424895054216/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=2920983424895054216' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/2920983424895054216'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/2920983424895054216'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/09/ber-entdecker-und-sodabi.html' title='Über Entdecker und Sodabi'/><author><name>Tilman Przyrembel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02814339295887375535</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_tcV0LNYwrFU/SMZjAndXOEI/AAAAAAAAAAc/Fb0Il5Bp2OE/s72-c/Baumfeuer.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-7407117519896072440</id><published>2008-07-27T13:54:00.001+02:00</published><updated>2008-07-27T14:01:35.799+02:00</updated><title type='text'>Mo und ich für die Dauer einer Reise (Auszug aus Unveröffentlichtem)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mo und ich vor einem Rieseneinkaufszentrum am Rande Reykjaviks. Es regnet immer nur. Wir kaufen uns baugleiche Regenjacken mit der kleinen isländischen Fahne auf dem Oberärmel. Mo fotografiert junge Künstler mit Künstlerfrisuren. Sie sagen, sie leben jetzt in Island.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Schneehuhn betritt ein Museum. Mo und ich wollten zwar gerade mit den jungen Künstlern so reden, als wären wir alle wunderbar, aber verabschieden uns hastig und folgen dem Schneehuhn. Wir kaufen Tickets, um das Gebäude betreten zu dürfen. Das Museum zeigt eine Ausstellung, in der das Holzmodell davon zu sehen ist, wie das Museum vor hundertdreißig Jahren aussah. Der Trick geht so: Das Museum gab es damals noch nicht. Reykjavik vor hundertdreißig Jahren ist ein Sägewerk oder so was, und die Leute, die im Sägewerk arbeiten, also isländische Sagen sammeln, müssen halt auch irgendwo wohnen. Dort, wo das Museum heute steht, weißt ein Schild darauf hin, dass dies der Ort sein wird, wo einmal das Museum steht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Schneehuhn sagt:&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Kommt mit, ich möchte euch meine Heimat zeigen.“&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mo sagt begeistert:&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Heimat ist doch, wo noch niemand war!“&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Schneehuhn sieht lädiert aus. Es ist grau oder weiß. Ich bin auf Reisen, weil ich es nicht mehr ertragen konnte, dass sich Dinge um mich drehen. Bist du auf Reisen, drehst du dich um die Dinge. Mo findet das scheinheilig und eskapistisch und banal. Heimat ist, wo man sich nichts vornehmen muss. Außer an mathematische Grundrechenfunktionen glaube ich nur noch daran, dass Leute niemals einen nichtssagenden Gesichtsausdruck haben. Island vor hundertdreißig Jahren als es noch kein GPS gab.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-7407117519896072440?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/7407117519896072440/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=7407117519896072440' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7407117519896072440'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7407117519896072440'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/07/mo-und-ich-fr-die-dauer-einer-reise.html' title='Mo und ich für die Dauer einer Reise (Auszug aus Unveröffentlichtem)'/><author><name>s|s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08266653243481591626</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://randnotizen.steirischerherbst.at/wp-content/uploads/2007/06/tel-aviv3.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-5523341483203292655</id><published>2008-07-20T14:45:00.006+02:00</published><updated>2008-12-08T14:13:57.791+01:00</updated><title type='text'>Jerusalem</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SIMz3HbGSPI/AAAAAAAAABM/Qn52CtUsF5A/s1600-h/Bild138.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SIMz3HbGSPI/AAAAAAAAABM/Qn52CtUsF5A/s320/Bild138.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5225077014658435314" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wenn ich früher in den Nachrichten von Jerusalem hörte, dann habe ich es mir als weite Fläche vorgestellt, in sich hier und da etwas Wichtiges befindet, die komprimierte Kulturgeschichte der Welt, Heiligtümer, Streitobjekte. Jerusalem war sicher tatsächlich einmal größer gewesen, es schrumpft unaufhörlich. Große, aber leise Bulldozer müssen es sein, die Nacht für Nacht unbemerkt an den Stadtmauern ansetzen und die Altstadt immer enger zusammenschieben. Die Energie potenziert sich, konzentriert sich auf einen immer kleiner, aber dichter werdenden Punkt, einen glühenden Weltnabel. Als ich ihn betrat, wurde ich zum Meteoriten, der, in die Atmosphäre eingetreten, fortan verglühte. In der Hand hielt ich eine Karte, die mir die Altstadt in 3D verdeutlichte. Ich absolvierte ungewollt alles in einer halben Stunde, armenisches Viertel, christliches Viertel, jüdisches Viertel, gleich hatte ich, aus Versehen, denn ich war mir dessen nicht schnell genug bewusst geworden, voll und ganz durchleuchtet ein Drehkreuz passiert, und stand nun auf dem bestbewachten Platz der Welt, doch so schnell konnte ich mir die Lage nicht verdeutlichen, mir wurde nicht klar, was ich sah, nein: gesehen hatte, denn nun befand ich mich bereits in einer kleinen Seitengasse im arabischen Viertel und traf auf Abed al Nasser.  Al Nasser lud mich zu einem arabischen Kaffee ein und ich nahm dankend an, denn er bot mir einen Stuhl an und ich wollte mein Verglühen, wenn es schon nicht aufzuhalten war, zumindest kurz unterbrechen. Ein Blick auf meinen Stadtplan, den ich in meiner Hand behalten hatte, ergab, dass ich ihn verloren hatte. Noch ehe sich die Kaffeefusseln in der Tasse gesetzt hatten, erfuhr ich, dass Al Nasser während der ersten Intifada acht Mal in den Arm und einmal in den Kopf geschossen wurde. Ein paar Mädchen kamen und beschauten die Ringe in Al Nassers Auslage, probierten sie an, kicherten. Al Nasser berichtete weiter: Er habe &lt;i style=""&gt;short arms&lt;/i&gt;. Tatsächlich sahen seine Arme recht kurz aus. Ich verstand soviel: Wegen der vielen Ein- und Durchschüsse mussten sie ihm gekürzt werden. Konnte man Arme kürzen, fragte ich mich, während Al Nasser mich fragte, warum ich hier wohl so viele Menschen sähe, die mit Waffen herumliefen. Short Arms, dachte ich, vielleicht meinte er: kurze Waffen? Nebenbei palaverte Al Nasser mit potenziellen Kundinnen, die, weiß umschlungen, interessierte Blicke auf die Waren Al Nassers warfen, Steine, Schmuck, Elektroautos – doch das scheinbare Interesse an den Waren entpuppte sich als ritualisierter Teil eines Gesprächs unter Bekannten. Ein alter Freund von ihm, sagte Al Nasser, ginge hier auch mehrmals täglich entlang, nur sei er das jetzt nicht mehr, ein Freund. Er wisse nicht, ob er ihn noch aus Höflichkeit grüßen sollte, sein Herz sagte ihm, er solle ihn ganz und gar hinter sich lassen. Ich nahm einen kräftigen Schluck Kaffeesatz, mein Mund voller Krümel, sagte ich &lt;i style=""&gt;Yes, thank you&lt;/i&gt;, als mir Al Nasser einen neuen Kaffee anbot. Die Juden, sagte Al Nasser, sie laufen hier durch die Gassen mit ihren Waffen. Auch alle Araber, die in der Politik tätig sind, seien eigentlich Juden, sagte Al Nasser, und während sein Mund immer breiter wurde lösten sich meine Lippen im heißen Kaffee auf. Ich saß in einem Geflecht von Seitengassen, beinahe verloren, so schien es mir, geschrumpft und vergessen. Ob noch jemand von mir wusste? Vielleicht befand ich mich bereits in einer anderen Zeit, einem anderen Raum. Das berühmte Jerusalem-Syndrom, so hatte ich im Reiseführer gelesen, ereilte nicht wenige, besonders gläubige, Touristen, die sich für den Messias hielten oder die Heilige Jungfrau Maria. So sei es schon dazu gekommen, dass zwei Messias heftig miteinander gestritten haben. Diese Fälle kommen auf eine eigens auf das Jerusalem-Syndrom ausgerichtete Abteilung der Psychiatrie. Nach ein paar Tagen, oft sogar Stunden, verschwindet die Psychose meist wieder und die Patienten können zurück in ihr Hotel. Leider war ich nicht gläubig, sonst, ich bin sicher, mir wäre mir so etwas passiert. Nun würde das Syndrom bei mir einen anderen, sicherlich unangenehmeren Weg wählen. Ich stand auf und ging, während Al Nasser weiterredete, und doch, so glaube ich, verabschiedeten wir uns voneinander. Etwas Schreckhaftes saß in meinem Bauch, vielleicht ein kleiner Vogel, der zu fliegen versuchte. Jerusalem, ein winziger, heißer, irrer Fleck auf der Welt. Innerhalb der mehr und mehr zusammenrückenden Stadtmauern saß ich nun fest. Ich lief geradeaus und befand mich nach ein paar Minuten wieder an der selben Stelle. Jerusalem, so wurde mir klar, ist eine Kugel. Das ist logisch, dachte ich. Für Sabi war Jerusalem eine Süßigkeit. Ein rundes Bonbon. Sabi, ein achtjähriger Junge aus Bethlehem, war noch nie in Jerusalem gewesen. Er konnte nicht herkommen. Seine Tante, die einen Passierschein hat, bringt Sabi, wann immer sie in Jerusalem ist, eine Süßigkeit mit. Hast du mir wieder Jerusalem mitgebracht, fragt Sabi sie. Und was bedeutete mir, die ich tausende Kilometer zurückgelegt hatte, Jerusalem? Für Sabi ist es ein Bonbon – er wohnt nur zwanzig Minuten weit weg, auf der anderen Planetenseite. In Gedanken vertieft, stieß ich mit einer christlichen Pilgergruppe zusammen, die die Grabeskirche suchte. Sie war ausgerüstet mit verschiedenen Karten, Büchern und heiligen Accessoires und alle Mitglieder trugen grellgrüne T-Shirts. Sie waren schwer zu verlieren, so dass ich mich ihnen in einer kurzzeitigen Interessengemeinschaft anschloss, denn von der Grabeskirche aus würde ich vielleicht wieder herausfinden, und, ha, da waren wir schon. Vielmehr als auf einem klaren, linearen Weg, bewegte man sich hier in Schlaufen und Haken fort. Man müsse sich den Ort, an den man sich wünscht, nur vorstellen, dachte ich. In der Kirche gingen die Pilger schnurstracks auf die heiligen Stellen zu, ich sah sie grün entschwinden und sich zerstreuen. Inbrünstig rieben sie den Inhalt ihrer Taschen auf dem Stein, auf dem Jesus gesalbt worden sein soll, einer packte DVDs darauf aus. Prozessionen verschiedener Konfessionen behinderten sich und verhakten sich kurzzeitig ineinander, wenn sie einander kreuzten, sie sangen und beteten Verschiedenerlei und für einen Moment verschmolzen die liturgischen Gesänge miteinander, aber jeder achtete darauf, die richtige, seine, Melodie weiter zu singen und sich nicht ablenken zu lassen von den anderen Christen. Nun war ich ergriffen, ich kaufte eine dünne Kerze bei einem strengen, stummen Mönch und bahnte mir einen Weg durch die vielen in der Luft schwebenden Handykameras; durch dieses blaue Leuchten hindurch schwebte ich mit meiner brennenden Kerze in der Hand, vielleicht stundenlang. Als ich wieder herauskam, stieß ich, geblendet von der Helligkeit, mit einem schönen Mädchen und ihrem Maschinengewehr zusammen, das sie lässig über ihrem Sommerkleid trug. Eine größere Gruppe südamerikanischer Nonnen drängte in die Kirche und hätte mich beinahe wieder mit hineingerissen. Nach Gassen voller bunter, über den Köpfen thronender Tücher, sie flatterten nicht, denn hier ging kein Wind, die Luft stand hier seit über zweitausend Jahren, an all den Händlern vorbei, manchmal doch gefangen genommen, einer riss mir beinahe mein Dekollete auf, als ich mir bereitwillig, nein schwach geworden, eine knallrote Kette anprobieren ließ und war beleidigt, dass ich empört war, ich sei nicht leidenschaftlich, sagte er, sonst hätte er mir die Kette geschenkt, nach Biegungen, Treppen, sich verengenden Passagen, sah ich eine Lichtung, wurde wieder durchleuchtet und stand erneut vor der Klagemauer. Im Herzen einer ungeheueren Person, umgeben von goldenen Kuppeln, heiligen Mauerresten und religiöser Hingabe, derart angezogen und abgestoßen, dass ich nur auf der Stelle stehen bleiben konnte. Es dämmerte, Muezzinrufe und Kirchenglocken, Gruppen orthodoxer Juden in abendlicher Geschäftigkeit, immer wieder zum Beten, zum Wiegen, zum Klagen. So nahe, wie hier alle zusammen sind, so kann niemand miteinander sprechen. Je enger alle zusammen sind, um so schärfer werden die Grenzen, die sie um sich ziehen. Sie müssen die Bulldozer aufhalten, sie müssen ihre Stadt beschützen, dachte ich. Die Mauer, die Jerusalem teilt: Wäre sie breit, statt hoch, wäre sie keine Mauer, sondern ein breiter, angeschwollener Fluss. Die Mauer schlängelt sich durch die Stadt. Aber sie ist kein Fluss. In dem Moment wusste ich, jetzt würde ich raus finden, und ich fand raus.&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 120%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SIM0Go5k3-I/AAAAAAAAABU/XSiT14yB8Ag/s1600-h/Bild141.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SIM0Go5k3-I/AAAAAAAAABU/XSiT14yB8Ag/s320/Bild141.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5225077281342676962" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 120%;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 120%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-5523341483203292655?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/5523341483203292655/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=5523341483203292655' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5523341483203292655'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5523341483203292655'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/07/jerusalem.html' title='Jerusalem'/><author><name>Katja Thomas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10162214900135799305</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SDyvWQFJgGI/AAAAAAAAAAg/XiH5OBB34Qg/S220/Bild071.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SIMz3HbGSPI/AAAAAAAAABM/Qn52CtUsF5A/s72-c/Bild138.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-371015368399998413</id><published>2008-07-15T18:46:00.008+02:00</published><updated>2008-07-15T22:36:21.932+02:00</updated><title type='text'>Reine Existenz.</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SHzUsrmxHeI/AAAAAAAAATA/QZFpD9xrnnw/s1600-h/Sperlonga1.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SHzUsrmxHeI/AAAAAAAAATA/QZFpD9xrnnw/s400/Sperlonga1.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5223283531927592418" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Kind habe ich hier einen kleinen Rochen gefangen. Der Rochen war zunächst eine seltsame Scheibe knapp über dem Meeresgrund, die sich langsam und mit einer Art Flügelschlag fortbewegte, kurze Zeit später dann ein dunkelgraues Knäuel in meinem Kescher. Ich brachte ihn stolz an den Strand, wo er von Hotelgästen bestaunt wurde. Den Rochen zu fangen, war einfach. Ich hatte ihm den Kescher vor die Nase gehalten, er war hinein geschwommen. In Sperlonga war immer alles einfach. Hier konnte man Bocciaturniere gewinnen, Wasserskifahren im Hotelpool lernen, mit dem Maler Victor Koulbak zum Frühsport gehen. Die sechzehnjährige Flavia, die sich als Tochter von Ornella Muti hätte ausgeben können, wollte mit dem zwölfjährigen Benjamino Händchen halten, der das alles gar nicht verstand, der am liebsten weggelaufen wäre zu seinem Freund Luca. Luca, der heimlich Samuraihefte las, Pink Floyds ‚The Wall’ als Bibel bezeichnete und davon sprach, später einmal Surfer vor Big Sur werden zu wollen. Ich zweifelte damals nicht daran, dass er bald vor der Küste Kaliforniens Erfolge feiern würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SHzUpIxYzPI/AAAAAAAAAS4/dlsaPYNmUH8/s1600-h/Sperlonga2.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SHzUpIxYzPI/AAAAAAAAAS4/dlsaPYNmUH8/s400/Sperlonga2.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5223283471037287666" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Hotel gab es keine Telefone, keine Minibar, keine Fernseher. Es gab auch keine Klimaanlagen oder Fliegengitter, es gab Betten für knapp 100 Gäste und einen Steinfußboden, der auch dann noch die Füße kühlte, wenn das Thermometer im Inneren des Betonbaus weit über 30 Grad anzeigte. Nachts musizierte eine Grillenarmee, während unsere Badesachen auf dem Balkon trockneten. In der Ferne bellte immer irgendein Hund, und morgens, bei Sonnenaufgang, krähte ein alter Hahn das Personal in die Großküche und uns unter die Duschen. Der Schweiß der Nacht musste abgewaschen werden, bevor wir, die Männer in Leinenanzügen und die Frauen in Sommerkleidern, im Frühstückssaal einander zunickten. Wir, das waren Goldhändler, Anwälte, Literaturprofessoren, ein Dealer aus Berlin-Kreuzberg namens Mohrchen, Kranbauer, Künstler, ein Hutmacher aus Florenz, Journalisten und schier unendlich viele Kinder, die sich noch zu benehmen wussten, am Frühstückstisch leise sprachen und höflich um Erlaubnis baten, wenn sie aufstehen und an den Strand gehen wollten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SHzUkx56N1I/AAAAAAAAASw/PFZcBEQMGB0/s1600-h/Sperlonga3.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SHzUkx56N1I/AAAAAAAAASw/PFZcBEQMGB0/s400/Sperlonga3.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5223283396179539794" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Küstenstadt Sperlonga lag am Strandende auf einem Felsen, im Mittelalter als Festung erbaut und von den Bewohnern kalkweiß gekleidet. Nach Sperlonga konnte man nicht mit dem Auto fahren, man musste unendlich viele Stufen in engen Gassen nach oben steigen. Auf dem Marktplatz zwei kleine Cafés, in einem von ihnen hat Max Frisch im Jahr 1952 gesessen und eine Postkarte an Verleger Unseld geschrieben. In Sperlonga, freute sich Frisch damals, sei ihm endlich eine ‚reine Existenz’ möglich.&lt;br /&gt;In über fünfzig Jahren hat sich Sperlonga verändert. Am Strand wurde ein Hotel ans nächste gestellt, und obwohl die Liegestuhlreihen noch an einer Hand abzuzählen sind, ist ‚reine Existenz’ nur möglich, wenn man zufällig das eine Hotel findet, das sich am Ende einer langen, sandigen Auffahrt versteckt. Ein Hotel, in dem es auch heute noch keine Klimaanlage gibt, keine Telefone, keinen einzigen Fernseher. Um 23 Uhr schließt der Portier ab und löscht das Licht in der Empfangshalle. Auf den Zimmern wird dann geflüstert, weil die Wände dünn sind und man die Nachbarn nicht stören möchte. Das Hotel hat seinen vierten Stern verloren, weil Reisende heute einen anderen Komfort erwarten, die Preise wurden hingegen erhöht. Wenn man ‚reine Existenz’ bieten kann, ist kein Preis zu hoch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SHzUhE7iBvI/AAAAAAAAASo/fUKJELP58Gk/s1600-h/Sperlonga4.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SHzUhE7iBvI/AAAAAAAAASo/fUKJELP58Gk/s400/Sperlonga4.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5223283332567140082" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-371015368399998413?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/371015368399998413/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=371015368399998413' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/371015368399998413'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/371015368399998413'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/07/reine-existenz.html' title='Reine Existenz.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SHzUsrmxHeI/AAAAAAAAATA/QZFpD9xrnnw/s72-c/Sperlonga1.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-2007617392627094492</id><published>2008-06-24T17:40:00.004+02:00</published><updated>2008-06-24T17:49:36.740+02:00</updated><title type='text'>Elvis lebt in Tokyo</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: georgia;font-size:100%;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: georgia;font-size:100%;" &gt;Ihara lebt in Tokyo. Er ist ein kleiner Angestellter eines großen japanischen Konzerns. Wochentags fährt er jeden Morgen mit der übervollen U-Bahn in die Innenstadt. Das dauert eine Stunde, Ihara lebt in den Außenbezirken auf 20qm zusammen mit seiner Mutter. Meist bekommt Ihara in der U-Bahn keinen Sitzplatz mehr, was ihn aber nicht davon abhält, an eine der Haltestangen gelehnt ein Nickerchen zu machen. Die Erkennungsmelodie der Station, an der er aussteigen muss, weckt ihn, die vom Band laufende Stimme warnt ihn vor der Bahnsteigkante und wünscht ihm einen erfreulichen Tag. Im Großraumbüro angekommen, setzt er sich an seinen Schreibtisch und bearbeitet Akten. Ganz vorne im Raum sitzt mit dem Blick auf die Mitarbeiterschar sein Vorgesetzter, dem keine Fremdbeschäftigung entgeht. Nach Feierabend gehen die Mitarbeiter seiner Abteilung in eine der vielen Bars in der Nähe des Firmengebäudes. Ihara ist müde und würde lieber nach Hause fahren, weil seine Kollegen und vor allem sein Vorgesetzter dies aber als rüde empfinden würden, ist er bisher jedes Mal mitgekommen. Gemeinsames Trinken nach Feierabend fördert den Zusammenhalt. Wenn Ihara endlich zu Hause ankommt, fällt er ins Bett. So vergehen der Montag, der Dienstag, der Mittwoch, der Donnerstag und auch ein Großteil des Freitags. Am Freitagabend aber spürt Ihara auf der Rückfahrt in seinen Bezirk, wie sich Vorfreude in ihm ausbreitet. Sein Fuß wippt schon im Takt der Melodie, die nur in seinem Kopf zu hören ist. Zu Hause angekommen, geht er zielstrebig zu seinem Kleiderschrank und holt seinen Samstagsanzug heraus. Er säubert ihn sorgfältig, drapiert ihn auf dem Stuhl neben seinem Bett, legt Haargel und Kunstkotletten dazu. Das Einschlafen fällt ihm heute nicht leicht – seine Beine kribbeln. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Am nächsten Morgen beginnt Ihara sofort mit der Vorbereitung. Der Anzug wird angelegt, die Kotletten aufgeklebt, die Haare mit viel Gel und Geduld in Form gebracht. Zufrieden betrachtet Ihara sich im Spiegel. Um das gemeinsame Frühstück mit seiner Mutter kommt er trotzdem nicht herum, bevor er sich auf den Weg zur U-Bahn macht. In Harajuku angekommen, schiebt er sich mit der Menschenmasse aus der Station und überquert einen Platz, auf dem er bekannte Gesichter sieht. Yohei steht mit seinem „Free hugs“-Schild am Rand und grinst in die Kameras der Touristen, Junko und Haruka zupfen an ihren viktorianischen Kleidchen und drehen sich ihre pinken und blauen Zöpfe um die Finger, Tomoko balanciert auf offenbar neuen blauen Plateauschuhen und streichelt die Pandamütze auf ihrem Kopf, und Masao hat der Zuschauerschar seinen Rücken zugewandt und spielt gewohnt gedankenverloren Luftgitarre zu Stings „Fields of gold“. Ihara hat keine Zeit für ein Schwätzchen, er hört die Musikfetzen vom Parkeingang herüberschallen. Je näher er kommt, desto schneller läuft er. Aus der Entfernung sieht er, dass schon alle da sind: Hiroshi, der Barbesitzer und Familienvater, Takuya, der Fischhändler, Daiiki, der noch zur Schule geht, Yutaka, Tadashi, Isamu und die anderen. Wie verabredet heute alle in schwarzer Lederkluft. Sie grooven bereits, was die Hüften hergeben. Und endlich ist auch Ihara angekommen, ruft eine aufgeregte Begrüßung in die Runde, übertönt von der laut aufgedrehten Musik aus Hiroshis Beatbox, streift ungeduldig seine Lederjacke ab, wirft sie auf den Asphalt und beginnt zu tanzen. Er tanzt mit Leidenschaft, er tanzt gut, er tanzt gemeinsam mit seinen Freuden, er tanzt sich die Eintönigkeit seines Alltags vom Leib, tanzt über sie hinweg, er tanzt und tanzt und tanzt, heute darf er es, heute kann er es, heute ist er Elvis, und mit Elvis zusammen singt er: „Lets rock, everybody, lets rock/ everybody in the whole cell block/ Was dancin’ to the jailhouse rock”!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_h1XFcXeDRWo/SGEWidE805I/AAAAAAAAAAU/wyBKeKzVcm0/s1600-h/Elvis+lebt+in+Tokio+klein.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_h1XFcXeDRWo/SGEWidE805I/AAAAAAAAAAU/wyBKeKzVcm0/s320/Elvis+lebt+in+Tokio+klein.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5215474624648500114" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_h1XFcXeDRWo/SGEWibVgPiI/AAAAAAAAAAc/qLIe2w1tmr4/s1600-h/Elvis+lebt+in+Tokyo2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_h1XFcXeDRWo/SGEWibVgPiI/AAAAAAAAAAc/qLIe2w1tmr4/s320/Elvis+lebt+in+Tokyo2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5215474624181059106" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-2007617392627094492?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/2007617392627094492/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=2007617392627094492' title='3 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/2007617392627094492'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/2007617392627094492'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/elvis-lebt-in-tokyo.html' title='Elvis lebt in Tokyo'/><author><name>Stine_on_tour</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00438589441773938128</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_h1XFcXeDRWo/SGEWidE805I/AAAAAAAAAAU/wyBKeKzVcm0/s72-c/Elvis+lebt+in+Tokio+klein.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-4187921800199435273</id><published>2008-06-20T20:11:00.015+02:00</published><updated>2008-06-21T08:59:44.468+02:00</updated><title type='text'>Heimwehtourist.</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SFvy-347b6I/AAAAAAAAAQs/dokTKsfHmf8/s1600-h/Wroclaw.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SFvy-347b6I/AAAAAAAAAQs/dokTKsfHmf8/s400/Wroclaw.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5214028155580018594" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;-&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&lt;br /&gt;Der Stadtplan deutet an: Hausnummer 22 Ecke Kirschallee, Hausnummer 2 Ecke Menzelstraße. Willy Cohn hat also direkt gegenüber gewohnt, Hausnummer 17. Kann man Nachbarschaft dazu sagen? Gibt es ein Wort fürs Gegenüberwohnen? Irgendwann sind beide umgezogen. Willy Cohn in die Opitzstraße, Lauterbachs vom Haus mit der Nummer 2 ins Haus mit der Nummer 20. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SFvzF_XET0I/AAAAAAAAAQ0/1MQeA2SW3rs/s1600-h/W%C3%B6lflstra%C3%9Fe+20+Breslau.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SFvzF_XET0I/AAAAAAAAAQ0/1MQeA2SW3rs/s400/W%C3%B6lflstra%C3%9Fe+20+Breslau.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5214028277844561730" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine kleinere Wohnung, die Söhne waren aus dem Haus, lebten in Thorn und Berlin, der Vater im Zwangsruhestand. Das Geld wurde knapp, die Photos aus der Wohnung in der Wölflstraße 20 zeigen viel zu große Möbel auf viel zu engem Raum. Toni erinnert sich nur an die Wohnung in der Wölflstraße 2. Sie sagt: „Eine sehr geräumige Wohnung mit großem Balkon. Es muss ein Eckhaus sein, aus rotem Backstein. Steht da überhaupt noch ein Haus? Es ist doch im Süden.“ Es steht noch. Hans Poelzig hat es entworfen. Die linke Pocztowa hat sich von zwei Häusern nicht getrennt, hat sie aufgehoben: Hausnummern 2 und 20, ausgerechnet. Dazwischen zieht sich heute ein Plattenbau die Straße entlang. Die rechte Pocztowa hingegen hat mehr aufgehoben, 15, 17, 19, alle noch da. Obwohl die Russen von Süden aus in die Stadt kamen und am Reichspräsidentenplatz ins Stocken gerieten. Der Reichspräsidentenplatz, auf dem Willy Cohn nach Spaziergängen zum Ohlauufer Verschnaufpausen einlegte, sich auf den Parkbänken ausruhte, bis man Schilder anbrachte: Für Juden verboten. Bis er in die Opitzstraße zog. Wann aber sind Lauterbachs von der 2 in die 20 gezogen? Toni sagt: „Das weiß ich nicht. Ich war doch schon längst in Palästina.“ Im Brief von Amandus an die Universität von 1937 steht noch Wölflstraße 2, im Adressbuch Breslaus von 1941 dann Wölflstraße 20. Genau wie auf der Rückseite des Photos, das im Hintergrund das Barockgebäude des Oberbergamtes zeigt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SFvzUIQ_mhI/AAAAAAAAAQ8/EFBmROc6asI/s1600-h/W%C3%B6lflstra%C3%9Fe+Breslau.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SFvzUIQ_mhI/AAAAAAAAAQ8/EFBmROc6asI/s400/W%C3%B6lflstra%C3%9Fe+Breslau.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5214028520753175058" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andere Photos zeigen groß gewachsene Söhne lächelnd auf der Kirschallee. Dort, im Wasserturm, der heute ein Edelrestaurant beherbergt, gab es schon damals ein Aussichtslokal mit Blick über die Stadt. So steht es im Woerl Reisehandbuch Breslau von 1926. Besonderheit: Touristen fuhren im elektrischen Aufzug nach oben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SFvzeCVenMI/AAAAAAAAARE/CQYISs8BMVA/s1600-h/Wasserturm+Kirschallee.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SFvzeCVenMI/AAAAAAAAARE/CQYISs8BMVA/s400/Wasserturm+Kirschallee.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5214028690960063682" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;-&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Kilometer südwärts, am Ende der Kaiser-Wilhelm-Straße, das Gebäude der Schlesischen Funkstunde. Geburt des Hörspiels unter Friedrich Bischoff. „Hallo: Hier Welle Erdball!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SFv0RcTIA-I/AAAAAAAAARU/WTlc3OwS-_o/s1600-h/Funkstunde.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SFv0RcTIA-I/AAAAAAAAARU/WTlc3OwS-_o/s400/Funkstunde.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5214029574102844386" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&lt;br /&gt;In der Pocztowa spielen auch heute noch Kinder, warum auch nicht? Abgesehen vom fehlenden Erker am Haus mit der Nummer 20, stimmen Fenster, Stockwerke und Eingangstür genau mit dem Haus auf dem Photo überein. Ist das jetzt beruhigend? Ist das überhaupt wichtig? Gibt es einen Grund für Recherchetourismus? Ich höre tief in mich hinein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SFvznoTDBVI/AAAAAAAAARM/9nF0c4YBEYo/s1600-h/Porcella+Wroclaw.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SFvznoTDBVI/AAAAAAAAARM/9nF0c4YBEYo/s400/Porcella+Wroclaw.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5214028855769236818" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-4187921800199435273?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/4187921800199435273/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=4187921800199435273' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4187921800199435273'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4187921800199435273'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/heimwehtourist.html' title='Heimwehtourist.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SFvy-347b6I/AAAAAAAAAQs/dokTKsfHmf8/s72-c/Wroclaw.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-7007351960602960473</id><published>2008-06-19T10:45:00.005+02:00</published><updated>2008-06-19T10:55:24.192+02:00</updated><title type='text'>Feucht-fröhlich auf Thai</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_h1XFcXeDRWo/SFodd5Hw-NI/AAAAAAAAAAM/7PXLytKUIUg/s1600-h/Feucht-fr%C3%B6hlich+auf+Thai.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_h1XFcXeDRWo/SFodd5Hw-NI/AAAAAAAAAAM/7PXLytKUIUg/s320/Feucht-fr%C3%B6hlich+auf+Thai.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5213511918021572818" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;     &lt;p class="MsoNormal" style="margin-right: 3.6pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-family:Garamond;font-size:130%;"  &gt;Mit wollenen Ringelsocken, Mütze und mehreren Schichten Jacken sitze ich bibbernd und Füße reibend auf einem Metallstuhl am Gate, während Jan unter dem Handtrocknegerät der Männertoilette sein nasses Shirt fönt. Draußen sind es weit über 30 Grad. Die anwachsende Schar wartender Japaner, uniformistisch gekleidet und in unkritisierbar korrekter Haltung, ignoriert großzügig meinen lächerlichen Anblick. Der japanische Reisende verfügt offenbar über eine konstant hohe Körperwärme. Warten auf den Flug nach Tokyo im stilistisch wie temperaturtechnisch unterkühlten Megaflughafen Bangkok.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-right: 3.6pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:Garamond;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Heute feiert Thailand Neujahr: gut getroffen? Ja: Aus den Riesenwasserpistolen junger Thais, die dicht gedrängt auf der Ladefläche von Pickups hängen und Passanten und Kontrahenten kreischend unter Wasser setzen. Gut getroffen auch aus den Wasserschläuchen der Angestellten, die vor Praxis- und Ladeneingängen auf neue Opfer warten. Aus den bunten Plastikeimern der Kinder, die sie auf vorbeifahrende Autos, in offen stehende Bustüren oder – am liebsten! – in den Fahrgastraum vollbesetzter Tuktuks, der Motorradrikschas entleeren. Dieses Treiben beobachten wir schon auf den ersten Metern Richtung Silom Road. Dort, so wurde uns empfohlen, könne man die Zeit bis zum Weiterflug überbrücken. Wir freuen uns angesichts des offensichtlich hohen Spaßfaktors dieser Art der Silvesterfeierlichkeit: Feucht-fröhlich auf Thai. Im Getümmel dürfen wir dann feststellen, dass auch bepackten Touristen keine Gnade gewährt wird. Schon ziemlich durchnässt, stoßen wir zwischen Hochhäusern schließlich auf den ersten Tempel, der mit disneyhafter Farbigkeit und einem Geruchsnebel aus Blüten und Räucherstäbchen seinen Teil zur Sinne verwirrenden Atmosphäre der Stadt beisteuert. Doch bevor wir ihn betreten können, lernen wir einen zweiten Neujahrsbrauch kennen: Grinsende Thais bestreichen unser Gesicht mit einer weißen, kreideschlammartigen Substanz. Eine besonders spaßige Feiertagspraxis, die uns verwirrt: In Thailand, so lasen wir in unserem Reiseführer, sollte man Berührungen des Gesichts eines Gegenübers unbedingt vermeiden, da sie als beleidigend empfunden werden. Dort stand nicht: Kleiden Sie sich an Neujahr bitte wasserfest. Wir werden ihn wohl im nächsten Wasserbottich versenken. Auf dem Rückweg zum Flughafen im barbiepinken Taxi reinigen wir uns notdürftig. Nach einem halben Tag auf Reisen sehen wir aus, als wären wir schon Monate unterwegs.&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-7007351960602960473?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/7007351960602960473/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=7007351960602960473' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7007351960602960473'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7007351960602960473'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/feucht-frhlich-auf-thai.html' title='Feucht-fröhlich auf Thai'/><author><name>Stine_on_tour</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00438589441773938128</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_h1XFcXeDRWo/SFodd5Hw-NI/AAAAAAAAAAM/7PXLytKUIUg/s72-c/Feucht-fr%C3%B6hlich+auf+Thai.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-8619933938202129151</id><published>2008-06-17T18:05:00.001+02:00</published><updated>2008-06-17T18:06:24.368+02:00</updated><title type='text'>Stonetown</title><content type='html'>dies Haus steht festgebunden an einer Laterne&lt;br /&gt;hängt auf der Leine ein giftgrüner Mantel?&lt;br /&gt;in den Wurf Krähen bröselt Zement-Schrift &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elfenbeinfarbe, arabische Ziffern, Gewürz-&lt;br /&gt;Nelken, Einschusslöcher, Atoll&lt;br /&gt;die Fingerkuppen des Sultans wühlen in Safran&lt;br /&gt;ein Preußisches Kater-Blau, nackter Sklave&lt;br /&gt;sein Lungen-Exkrement &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;dies Haus steht festgebunden an anderen Häusern&lt;br /&gt;an Hauskanten, Hausflächen, die sich jetzt auftun&lt;br /&gt;da liegt dann plötzlich der Ozean, ein Tierrücken&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;dessen Flosse ein leichtes Segel ist&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-8619933938202129151?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/8619933938202129151/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=8619933938202129151' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8619933938202129151'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8619933938202129151'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/stonetown.html' title='Stonetown'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-7154262724111045365</id><published>2008-06-17T18:00:00.003+02:00</published><updated>2008-06-18T01:03:58.311+02:00</updated><title type='text'>Am Rande: Moskau - Bischkek</title><content type='html'>Ein trippelndes Mädchen, zwei Puter unter den Armen, schlängelt sich durch das Drehkreuz. Ihre Hände sind lädiert, sonst ist sie weiß, schmal, trägt die Schulterblätter aufgestellt. Der Zopf schwingt seidenbandartig über den Rücken. Ein Flughafenbeamter hält ihr die Glastür auf, nickt den Ansatz einer Verbeugung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischen den Säulen des Opernhauses der Körper einer Krähe. Der halb geöffnete Schnabel, von Fliegen blinde Augenhöhlen. Zündelnd das Überhängsel eines kleinen, matschigen Organs. Blut flammt den milchigen Wundsaft. Ein Flügel hängt lose am Leib, wie abgelegt, verbrannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Koken hat Seeblick und das Dach voller Dörrobst, Apfelscheiben, Pflaumenleiber. Ihre Hände sind kürbiskrautgroß und von der Wallnussernte schwarz. Koken schlurft mit ihren Filzfüßen durch den Garten, zum Waschhaus, in die Küche, zum Wassereimer am Birnenbaum, dann das schreiende Telefon. Der Eisenhörer liegt ihm schwer auf der Brust, blasses Grün, 1937. Koken hebt ab mit beiden Händen, singt kurz in den Hörer, leuchtet, hängt das Monstrum scheppernd ein. Die Küchentür fährt in den Angeln zusammen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-7154262724111045365?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/7154262724111045365/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=7154262724111045365' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7154262724111045365'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7154262724111045365'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/am-rande-moskau-bischkek.html' title='Am Rande: Moskau - Bischkek'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-3879913357792915659</id><published>2008-06-17T01:42:00.004+02:00</published><updated>2008-06-17T01:53:15.101+02:00</updated><title type='text'>die gemeinte stadt</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span"   style="color: rgb(51, 51, 51);   font-family:'Trebuchet MS';font-size:13px;"&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;kann doch nicht so tun als seist du nicht gemeint stadt&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;voll schnitte: film und fluss und im wind die sirenen&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;meinst du stadt dich selbst jemals eigentlich&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;zug um zug um zug dir zwischen den beinen&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;versteht dich kein mensch bist doch kein mensch &lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;ich dachte stadtlyrik sei erledigt seit den bomben&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;täler bist du scherst dich um schnitte nicht die wir so basteln&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;ach was sag ich basteln ich zimmer mir eine dreckige taube&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;eine minderheit zug um zug um zug diese stadt ist &lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;sirene und odysseus und woody allens brille in einem&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;und alles was ich meine macht mich mürbe vor unbestimmtheit&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;und alles was ich meine mache ich in dieser stadt bestimmt&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;immer als heimkehrer&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;immer als durchschnitt&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;und odysseus muss eh für jeden scheiß halten warum also nicht&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;für dich stadt mit gärten auf dächern in denen dächer wachsen&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;kann doch nicht so tun als seist du wirklich gemeint stadt&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div id="smartPaste" contenteditable="true" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; "&gt;voll schritte durch film über fluss und im wind bald der abschied voll hölderlin und aspirin&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-3879913357792915659?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/3879913357792915659/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=3879913357792915659' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3879913357792915659'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3879913357792915659'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/die-gemeinte-stadt.html' title='die gemeinte stadt'/><author><name>s|s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08266653243481591626</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://randnotizen.steirischerherbst.at/wp-content/uploads/2007/06/tel-aviv3.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-7421241611316082769</id><published>2008-06-12T14:28:00.001+02:00</published><updated>2008-06-12T21:55:18.708+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='kathrin schadt'/><title type='text'>baires che     Randnotiz</title><content type='html'>Jedes Mal wenn ich in Ezeiza, Flughafen Buenos Aires, aussteige, möchte ich gerne „danke“ sagen. Einfach. Irgend jemandem. Nicht laut. Gerne leise. Dem Polizeibeamten in schwarzer Uniform. Dem Café-Mädchen mit Service-Haube. Dem Taxifahrer mit weißem Knitterhemdrücken. Fänd er komisch. Also lass ich das. Denk es laut. Schick es den Dingen, die vor dem Taxifenster vorbeirauschen. Wir Richtung Zentrum. Taxi, Fahrer, ich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-7421241611316082769?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7421241611316082769'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7421241611316082769'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/baires-che-randnotiz_9604.html' title='baires che     Randnotiz'/><author><name>"...</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09326787537516613901</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-4294066661594171974</id><published>2008-06-12T14:19:00.002+02:00</published><updated>2008-06-12T14:28:36.135+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='kathrin schadt'/><title type='text'></title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SFEVetU9MpI/AAAAAAAAAB4/d9m-WJQhHSE/s1600-h/tiro+stadtf%C3%BChrer+november+bsas+07+002.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp2.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SFEVetU9MpI/AAAAAAAAAB4/d9m-WJQhHSE/s320/tiro+stadtf%C3%BChrer+november+bsas+07+002.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5210969861152125586" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;buenos aires. plaza san martín. 2008&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SFEVe_OfZ1I/AAAAAAAAACA/cPyCIWCSxnw/s1600-h/PICT0217.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SFEVe_OfZ1I/AAAAAAAAACA/cPyCIWCSxnw/s320/PICT0217.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5210969865956845394" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;buenos aires. san telmo. 2004&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SFEVfLlgjpI/AAAAAAAAACI/a8Fl2S2ku50/s1600-h/PICT0222.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SFEVfLlgjpI/AAAAAAAAACI/a8Fl2S2ku50/s320/PICT0222.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5210969869274615442" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;buenos aires. plaza dorrego. 2004&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-4294066661594171974?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/4294066661594171974/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=4294066661594171974' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4294066661594171974'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4294066661594171974'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/buenos-aires_12.html' title=''/><author><name>"...</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09326787537516613901</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SFEVetU9MpI/AAAAAAAAAB4/d9m-WJQhHSE/s72-c/tiro+stadtf%C3%BChrer+november+bsas+07+002.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-6886143234213664787</id><published>2008-06-12T14:17:00.002+02:00</published><updated>2008-06-12T14:19:27.397+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='kathrin schadt'/><title type='text'>baires che   Randnotiz</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Auf dem Weg zu Dir. Bleibt unklar. Wer Du bist. Du. Die Stadt. Oder die Stadt Du. Ist beides. Ist Eins. Ist Du und Du und da will ich hin. Deshalb. Ich bin. Hier. In Buenos Aires. Bei Dir. &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-6886143234213664787?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/6886143234213664787/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=6886143234213664787' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6886143234213664787'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6886143234213664787'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/baires-che-randnotiz_1621.html' title='baires che   Randnotiz'/><author><name>"...</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09326787537516613901</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-1619666112394094160</id><published>2008-06-12T14:11:00.002+02:00</published><updated>2008-06-12T14:16:51.681+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='kathrin schadt'/><title type='text'></title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SFETfzDMg0I/AAAAAAAAABo/O1ZEi0S0quI/s1600-h/familie+049.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp2.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SFETfzDMg0I/AAAAAAAAABo/O1ZEi0S0quI/s320/familie+049.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5210967680844858178" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;argentinien. 2007&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-1619666112394094160?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/1619666112394094160/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=1619666112394094160' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/1619666112394094160'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/1619666112394094160'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/argentinien.html' title=''/><author><name>"...</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09326787537516613901</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SFETfzDMg0I/AAAAAAAAABo/O1ZEi0S0quI/s72-c/familie+049.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-5352145115555485900</id><published>2008-06-12T14:08:00.001+02:00</published><updated>2008-06-12T14:08:56.497+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='kathrin schadt'/><title type='text'>baires che   Randnotiz</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Orangen. Hier, schau, ganz echt von. Kleinen Orangenbäumen gefallen in. Kleine Straßen inmitten. Der Stadt. Buenos Aires und ich. Hab sie noch nie gehört. Fallen und Aufschlagen auf. Heißem Asphalt. Liegen so viele. Orangen auf heißem Asphalt. Den Straßen, den Gehwegen, mitten, im Zentrum, drinmitten, aufgeplatzt, weggekickt, plattgefahren, angeschnuppert, hinterher ge kullert, saftig, triefend, außen grau, innen O und ich vor Bäumen. Stehen geblieben. Warte auf. Wie hört sich das an? Stell ich mir vor während. Dessen eine vorbei rollt. Fruchtball des Alltags versetzt mich in. Staunen. &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-5352145115555485900?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/5352145115555485900/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=5352145115555485900' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5352145115555485900'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5352145115555485900'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/baires-che-randnotiz_8904.html' title='baires che   Randnotiz'/><author><name>"...</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09326787537516613901</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-6278869250846195318</id><published>2008-06-12T14:06:00.001+02:00</published><updated>2008-06-12T14:08:12.205+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='kathrin schadt'/><title type='text'></title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SFEReOuQc3I/AAAAAAAAABU/h5fKBPXg78M/s1600-h/PICT0205.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SFEReOuQc3I/AAAAAAAAABU/h5fKBPXg78M/s320/PICT0205.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5210965454890234738" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;buenos aires. la boca. 2004&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-6278869250846195318?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/6278869250846195318/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=6278869250846195318' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6278869250846195318'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6278869250846195318'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/buenos-aires.html' title=''/><author><name>"...</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09326787537516613901</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SFEReOuQc3I/AAAAAAAAABU/h5fKBPXg78M/s72-c/PICT0205.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-1433249481268618699</id><published>2008-06-08T17:31:00.009+02:00</published><updated>2008-06-09T08:36:51.965+02:00</updated><title type='text'>Wien (Weltrauchen, Teil 2)</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Kiosk gibt es nicht. In Wien kauft man Zigaretten in einer Trafik, wobei man, bitte, die letzte Silbe betont. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trafik gibt es nicht. Zumindest die eine, meine, unsere Tabaktrafik in Glanzing. Jedes Mal, wenn ich nach Wien komme, frage ich meine Mutter: "Gibt es schon einen neuen Inhaber?" &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gibt es nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/__CPXT0H7m4M/SEv8-T3XeCI/AAAAAAAAAAc/yz7KtXlpgRM/s1600-h/trafik.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/__CPXT0H7m4M/SEv8-T3XeCI/AAAAAAAAAAc/yz7KtXlpgRM/s400/trafik.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5209535541398698018" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;"Bitte zwei Packerl Marlboro", sagte ich als kleiner Junge.&lt;br /&gt;"Grüße an den Vater", sagte Herr N. freundlich. &lt;br /&gt;Das Wechselgeld durfte ich immer behalten. Der alte Herr N., der seufzend seine Beinprothese hin- und herzog, war für mich der Inbegriff eines österreichischen Trafikanten. Seit jeher, schon bald nach Erlass des Tabakmonopols durch Josef II., wurden Kriegsversehrte und schuldlos verarmte Beamte bei der Vergabe von Tabakverkaufsbewilligungen bevorzugt. Eines Tages war Herr N. nicht mehr da.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Bitte ein Packerl Marlboro Lights", sagte ich als Zivildiener. &lt;br /&gt;(Zivildienstleistender gibt es nicht.)&lt;br /&gt;"Grüße an die Mutter", sagte Herr H. freundlich.&lt;br /&gt;Das Wechselgeld durfte ich immer behalten, meine Zigaretten bezahlte ich aus eigener Tasche. Herr H. war ein regelrechter Charmeur, der seine weibliche Kundschaft mit Komplimenten überhäufte und den kleinbürgerlichen Alltag der Glanzinger Damen ein wenig aufzuhellen schien. Er war eine Generation jünger als sein Vorgänger und aus diesem Grund vom Krieg verschont geblieben. Eines Tages war Herr H. auch nicht mehr da.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Bitte ein Packerl rote Gauloises", würde ich heute gerne zu Herrn N., Herrn H., oder zu wem auch immer sagen, nur steht die Glanzinger Trafik leer. Sogar der altbewährte Zigarettenautomat wurde entfernt, der Abdruck an der Außenfassade stimmt wehmütig. Das Ende einer Ära.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Deutschland wundere ich mich immer, dass in jeder Kneipe ein Zigarettenautomat herumsteht und dass Tabakwaren regulär an Tankstellen oder im Supermarkt erhältlich sind. In Österreich dürfen Zigaretten zum regulären Preis ausschließlich in Tabaktrafiken ausgegeben werden, auch einen Automaten findet man, wenn man einen findet, nur in der Nähe einer Trafik. Kauft man Zigaretten an der Tankstelle oder im Restaurant, wird ein saftiger Aufschlag fällig. Eine Trafik ist also notwendig, um den menschlichen Grundbedarf an Zigaretten zu decken. Darüber hinaus erhält man in einer Tabaktrafik auch Zeitungen, Zeitschriften, Schreibwaren, Fahrscheine, Parkscheine, Lottoscheine, Briefmarken, Brieflose und Rubbellose. Ohne Trafik hat man demnach ein empfindliches Infrastrukturproblem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/__CPXT0H7m4M/SEv8XD3XeBI/AAAAAAAAAAU/4deKmjFhhHQ/s1600-h/Kondi.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/__CPXT0H7m4M/SEv8XD3XeBI/AAAAAAAAAAU/4deKmjFhhHQ/s400/Kondi.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5209534867088832530" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ein Profiteur findet sich immer: In Glanzing ist es die sogenannte "Kondi", eine heruntergekommene Konditorei, die sich in unmittelbarer Nähe zur ehemaligen Trafik befindet und seit Jahrzehnten verrauchten, vertrockneten Kuchen sowie schlechten Kaffee verkauft. Da es in Glanzing weit und breit keine andere Tabaktrafik gibt, wurde dieser Konditorei vor kurzem das Recht eingeräumt, Zigaretten zu Trafikpreisen zu verkaufen, anstatt  von Amts wegen darauf zu drängen, die eine, meine, unsere Trafik neu zu verpachten! Ich fahre lieber drei Stationen Bus oder fünf Minuten Fahrrad oder eine Minute Auto, als einen Fuß in diese verrauchte "Kondi" zu setzen, um dort Zigaretten zu kaufen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-1433249481268618699?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/1433249481268618699/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=1433249481268618699' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/1433249481268618699'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/1433249481268618699'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/wien-weltrauchen-teil-2.html' title='Wien (Weltrauchen, Teil 2)'/><author><name>Gregor G</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07201320866958591809</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/__CPXT0H7m4M/SEv8-T3XeCI/AAAAAAAAAAc/yz7KtXlpgRM/s72-c/trafik.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-9039282986044079099</id><published>2008-06-08T17:21:00.005+02:00</published><updated>2008-06-09T08:08:18.850+02:00</updated><title type='text'>Kairo (Off Topic)</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;ich erschlug&lt;br /&gt;eine küchenschabe&lt;br /&gt;mit dem koran&lt;br /&gt;u. kam &lt;br /&gt;mir so poetisch vor&lt;br /&gt;den insektenrest&lt;br /&gt;wischte ich &lt;br /&gt;mit klopapier&lt;br /&gt;vom grünen buch&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-9039282986044079099?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/9039282986044079099/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=9039282986044079099' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/9039282986044079099'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/9039282986044079099'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/kairo-off-topic.html' title='Kairo (Off Topic)'/><author><name>Gregor G</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07201320866958591809</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-4884390221075741514</id><published>2008-06-08T17:16:00.006+02:00</published><updated>2008-06-09T08:15:29.511+02:00</updated><title type='text'>Kairo (Weltrauchen, Teil 1)</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;mit dem jungen&lt;br /&gt;auf der brücke &lt;br /&gt;nach mohandiseen &lt;br /&gt;rauche ich&lt;br /&gt;cleopatra lights&lt;br /&gt;ein zug &lt;br /&gt;gehört dem nil&lt;br /&gt;das war der deal&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Wenn einer keine Reisen tut, hat er nichts zu erzählen. Also müssen eine vor Jahren getätigte Reise und ein während dieser vor Jahren getätigten Reise geschriebenes Gedicht herhalten, um den Grundstein für eine großzügig angelegte Serie  zu legen, die in unregelmäßigen Abständen auf Weltwohnen erscheinen wird: Weltrauchen (oder: La Fumée mondiale) huldigt, wie der Name schon sagt, dem Kulturgut Tabak und dessen unterschiedlichen Ausformungen an verschiedenen Orten der Welt. Diese Huldigung ist zugleich ein Abgesang, die wehleidige Klage eines Weltrauchers über die fortschreitende Entzauberung und den unabwendbaren Untergang des geliebten Suchtmittels im 21. Jahrhundert.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Eine Anmerkung zur fünften Zeile des Gedichts: Diese Zigarettenmarke gibt es wirklich, ehrlich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-4884390221075741514?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/4884390221075741514/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=4884390221075741514' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4884390221075741514'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4884390221075741514'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/06/kairo-weltrauchen-teil-1.html' title='Kairo (Weltrauchen, Teil 1)'/><author><name>Gregor G</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07201320866958591809</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-7665437279751519203</id><published>2008-05-28T02:44:00.008+02:00</published><updated>2008-05-28T03:42:32.752+02:00</updated><title type='text'>Auf Dächern</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SDy4DgFJgJI/AAAAAAAAAA0/e6v6yNNbr3M/s1600-h/Bild102.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SDy4DgFJgJI/AAAAAAAAAA0/e6v6yNNbr3M/s400/Bild102.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5205237639624097938" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/p&gt;          &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt;Ich sitze in einem Sessel auf dem Dach, Blick auf Tel Aviv. Gerade, als ich mich dazu entschlossen habe zu schreiben „Neben mir steht ein leerer Stuhl“, kommt ein Mädchen, das den Stuhl wegnimmt. Ist der noch frei?&lt;br /&gt;Ich habe Blick auf Tel Aviv bei Nacht.&lt;br /&gt;Es gibt Postkarten: Tel Aviv at Night.&lt;br /&gt;Notiz: Tel Aviv ist eine Welle, die Lichter der Hochhäuser sind Surfer.&lt;br /&gt;In Klammern: Tel Aviv bei Nacht, Blick von Dachterrasse, Old Jaffa Hostel. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt;Was mir vor ein paar Minuten hier auf dem Dach erzählt wurde:&lt;br /&gt;Es gäbe auf dem Weg von Jaffa in die Stadt einen kleinen Kameraladen. Die Besitzerin sei eine sehr alte Frau, eine Fotografin. Der ganze Laden hinge voll mit ihren Fotos von Old Jaffa. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt;Und es habe heute einen Wüstensturm gegeben, der auch für die plötzliche Abkühlung verantwortlich sei. Deshalb auch die Eintrübung des Himmels. Ich überlege, welche Wüste es sein könnte, aus welcher Himmelsrichtung der Wind kommt. Ich koste an meinem Unterarm, kein Sand.&lt;br /&gt;Ich bin neidisch, nein eifersüchtig auf das Wissen, die Orte, die Begebenheiten, die mir bloß erzählt wurden.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt;Dafür sehe ich die Dächer. Ich erzähle die Dächer:&lt;br /&gt;Auf den Dächern gibt es weitere Landschaften, kleine Behausungen, viel schöner als die Höhlen, die man sich als Kind so gern aus Bettlaken gebaut hat; die Wucherungen, die Türme aus angehäuften Habseligkeiten und die Gänge, die sich zwischen ihnen bilden, sind nicht zu vergleichen mit einfachen &lt;i&gt;Dachböden&lt;/i&gt;, das hier sind die Dächer selbst. Auf den Dächern sitzt man auf Sofas, flippt Sandalen gegen den Wind, randaliert in seinen Gedanken oder ist ganz eins mit sich. Als Tourist spielt man auf diesen Dächern Maultrommel oder Gitarre. Wir kochen hier auf den Dächern. Wir suchen Kaffee auf den Dächern. Wir tragen Bierflaschen hier hoch auf die Dächer. Hier oben auf den Dächern werden die Vögel gefüttert, die Vögel in den Käfigen. Hier oben bei den Vögeln können wir schlafen, wenn wir wollen. Hier oben bei den Vögeln singen wir. Hier oben erzählen wir uns Witze aus Sachsen. Vom Dach sehen wir runter auf andere Dächer. Oh, all diese kleinen Wohnungen, die Zimmer, in die man nicht hineinsehen kann, weil sich ihre Kopfklappen nicht öffnen lassen. Auf ihren Köpfen thronen ungeheuerliche Massen alter Tische, Stühle, Herde, Schränke, loser Schubladen, Karren, Gestänge, unvergleichliche Stoffbespannungen – niemals wird das jemand wegräumen. Es gibt so bunte und es gibt so graue Dächer. Sie verändern sich, die so verschiedenen Dinge werden mit der Zeit einander immer ähnlicher, ihre Buntheit bleicht mit den Jahren aus, ihre Form verwandelt sich; was unterscheidet einen Tisch noch von einem Stuhl noch von einem Kühlschrank.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-7665437279751519203?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/7665437279751519203/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=7665437279751519203' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7665437279751519203'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7665437279751519203'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/05/ber-dchern.html' title='Auf Dächern'/><author><name>Katja Thomas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10162214900135799305</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SDyvWQFJgGI/AAAAAAAAAAg/XiH5OBB34Qg/S220/Bild071.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SDy4DgFJgJI/AAAAAAAAAA0/e6v6yNNbr3M/s72-c/Bild102.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-5043229639865957966</id><published>2008-05-26T10:13:00.012+02:00</published><updated>2008-05-27T15:31:51.474+02:00</updated><title type='text'>Über die Hingabe II</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_TOl_BhcHdhM/SDpzh31HYTI/AAAAAAAAABg/dGnVhNK0GN4/s1600-h/IMG_4995.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5204599345139638578" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://bp2.blogger.com/_TOl_BhcHdhM/SDpzh31HYTI/AAAAAAAAABg/dGnVhNK0GN4/s400/IMG_4995.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Salwa und ich sitzen im Wohnzimmer von Tante Fatima zwischen Salwas Schwestern, Cousinen, Nichten und Neffen. Die Kinder liegen, wie die Hunde im Hof, ausgebreitet im Zimmer. Einige Frauen streifen die Tücher ab, lassen kleine Landschaften fallen: Wüsten, Dächer, Straßen. Salwas Tuch war mal ein See, glatt und kühl, und ein Lachs ist da hindurchgeschwommen. Mit der Zeit sind sich Sand, Wasser und Lachs dann ähnlich geworden. Ihre Buntheit hat sich ausgeglichen zu einer gemeinsamen Farbe. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Tante Fatima hat ein festes strenges Haarnest. Jemand sagt, sie sei krank. Aber Tante Fatima leuchtet das ganze Zimmer aus mit ihrem Schweigen und Schauen. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Nachts wieder das Geschwirr der Muezzin-Rufe, das sich ausdehnt zu einem einzigen Ton über der Stadt. Danach nur noch Tierlaute. Hunde, Enten, Tauben, das Auf und Ab der Hähne und das Quietschen der Esel. Als schöpfe jemand Wasser mit der Pumpe. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Am Mittelmeer saßen zwei Männer auf Campingstühlen. Sie trugen Badekleidung und hatten Handtücher bei sich. Aber sie gingen nicht gleich schwimmen. Sie betrachteten erst das Wasser, als müssten sie sich lange darauf einstimmen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Salwa spricht, und was sie sagt, steht immer schon vorher da. Salwa spricht. Marwa übersetzt. Und ich antworte hinein in Marwas Geschichte über Salwa. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-5043229639865957966?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/5043229639865957966/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=5043229639865957966' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5043229639865957966'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5043229639865957966'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/05/ber-die-hingabe-ii.html' title='Über die Hingabe II'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_TOl_BhcHdhM/SDpzh31HYTI/AAAAAAAAABg/dGnVhNK0GN4/s72-c/IMG_4995.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-4274612604791425759</id><published>2008-05-24T21:15:00.007+02:00</published><updated>2008-05-25T16:56:18.702+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Israel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tel Aviv'/><title type='text'>Berlin-Tel Aviv</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Unser Eintritt ins Land beginnt mit Fragen am Berliner Flughafen. Die Fragen sind auch im Englischen leicht verständlich, die Befrager meist nett und höflich, die Befragten erleben ein Abenteuer. Das Abenteuer der Grenze. Das Abenteuer des Rests eines Kriegs. Dieser Krieg wird am Glimmen gehalten, jemand bewacht das Feuer. &lt;/p&gt;                &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Tragen Sie eine Waffe bei sich? (Nein)&lt;br /&gt;Wer hat Ihren Koffer gepackt? (Ich)&lt;br /&gt;Haben Sie arabische Freunde? (Zögern, man überlegt: Nein)&lt;br /&gt;Ach, und diese noch, meine liebste: Haben Sie Ihren Koffer, nachdem Sie ihn gepackt hatten, noch einmal unbeaufsichtigt gelassen? (Nein, ich blieb die ganze Zeit bei ihm)&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Flughafen duftet es ungeheuerlich. &lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;No cigarettes, no weapons allowed.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Spät am Abend stehen wir schon mit nackten Füßen im weißen Sand, auf dem Mond. Einige springen umher, andere stehn herum am Nachtstrand, gerührt von diesem plötzlichen Sommerabend. Fotos von dunklem Strand und dunklem Wasser.&lt;br /&gt;Kleine Kopfberge auf den Fotos: Das sind wir am Strand von Tel Aviv.&lt;br /&gt;Eigenartig: Wir wurden von Dvir an den Strand gebracht, weil man doch als erstes an den Strand will, stehen nun hier in schnell ausgepackten, zerknitterten Sommerröcken mit den Waden im Wasser, waten herum. Die Wintermäntel liegen &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;zusammengeknüllt auf dem Bett oder sind im Koffer unter die Stiefel gequetscht, an denen noch Berliner Dreck klebt; der Schnee daran ist längst geschmolzen.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-4274612604791425759?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/4274612604791425759/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=4274612604791425759' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4274612604791425759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4274612604791425759'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/05/berlin-tel-aviv.html' title='Berlin-Tel Aviv'/><author><name>Katja Thomas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10162214900135799305</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SDyvWQFJgGI/AAAAAAAAAAg/XiH5OBB34Qg/S220/Bild071.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-3556537258579209287</id><published>2008-05-23T12:00:00.017+02:00</published><updated>2008-05-26T10:29:58.501+02:00</updated><title type='text'>Über die Hingabe I</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp3.blogger.com/_TOl_BhcHdhM/SDaZ3H1HYSI/AAAAAAAAABY/g3ZW-kADACc/s1600-h/Moschee.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5203515591746871586" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://bp3.blogger.com/_TOl_BhcHdhM/SDaZ3H1HYSI/AAAAAAAAABY/g3ZW-kADACc/s400/Moschee.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span &gt;Salwa spricht. Sie fügt Worte in die Lücken, die sich in meinem Sprechen auftun. Legt ihre Worte über meine, nimmt mir die Worte aus dem Mund. Salwa spricht: Mahmoud, Mahmoud. Ich wiederhole: Mahmoud, Mahmoud. Sage: Onkel. Sage: Nichte. Sage: Salwa.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Salwa spricht, und was sie sagt, ist leicht zu sehen. Es steht immer schon vorher in ihrem Gesicht. Es steht alles da: Shahd, Mohammed, Omar. Der Vogel, die Stadt, der Nil. Salwa sieht anders aus als ihre Schwestern. Das steht auch da.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hunde liegen ausgebreitet im Hof. Lassen Esel passieren, Kühe, Fahrräder und Autos, die aus allen Zeiten, aus allen Orten kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends stehen Menschen auf den Dächern, schwenken Fahnen. Über jeder Fahne kreist bald ein Taubenschwarm und löst sich langsam wieder auf. Die Tauben kehren ein in kleine Häuser. Manchmal fallen die Muezzins diese Zeit, rufen in dem Moment aus den Moscheen, in dem die Tauben sich sammeln und wieder zerstreuen. Dann liegen Kreise über K.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mahmoud hat gesagt, die Deutschen könnten brillant erzählen. Ihre Worte gingen so leicht durch den Tag. Er verstehe nichts. Aber er fühle den Witz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sage zu Salwa: I can feel your joke.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-3556537258579209287?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/3556537258579209287/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=3556537258579209287' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3556537258579209287'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3556537258579209287'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/05/ber-die-hingabe.html' title='Über die Hingabe I'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_TOl_BhcHdhM/SDaZ3H1HYSI/AAAAAAAAABY/g3ZW-kADACc/s72-c/Moschee.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-7625637746362161201</id><published>2008-05-19T11:27:00.002+02:00</published><updated>2008-05-19T11:32:18.956+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SDFIZoh4BaI/AAAAAAAAAA8/cswDxG1ug-o/s1600-h/bolson+usw.+049.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SDFIZoh4BaI/AAAAAAAAAA8/cswDxG1ug-o/s320/bolson+usw.+049.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5202018649803064738" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;ein anfang in bildern:&lt;br /&gt;patagonien (argentinien)/bucht "paraiso"/"rio azul" (02/2008)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-7625637746362161201?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/7625637746362161201/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=7625637746362161201' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7625637746362161201'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7625637746362161201'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/05/ein-anfang-in-bildern-patagonien.html' title=''/><author><name>"...</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09326787537516613901</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_BK2IA_jbdjE/SDFIZoh4BaI/AAAAAAAAAA8/cswDxG1ug-o/s72-c/bolson+usw.+049.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-8548375430185267946</id><published>2008-05-18T00:25:00.001+02:00</published><updated>2008-05-18T00:28:35.440+02:00</updated><title type='text'>Café Prückel. Wien.</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SC9by_fG97I/AAAAAAAAAQE/IiIMwhUXKQE/s1600-h/Fruehstueck.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SC9by_fG97I/AAAAAAAAAQE/IiIMwhUXKQE/s400/Fruehstueck.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5201477026229712818" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Café Prückel gibt es Pressschinken zum ofenfrischen Brötchen, das beim Aufschneiden noch warm ist und mehr rohen Teig als Krümel am Messer hinterlässt. Im Café Prückel ist das Ei wachsweich, die Marillenmarmelade ein Gedicht und die Butter kühl und doch streichzart. Im Café Prückel sind ‚Wiener Melange’ und ‚Verlängerter mit Milch’ so ähnlich, dass ein Schelm auf den Gedanken kommen könnte, sie seien identisch. Im Café Prückel reicht es nicht, dem Kellner dezente Handzeichen zu geben, man muss winken, als versuche man sich innerhalb einer großen Menschenmenge bemerkbar zu machen. Doch wenn man erst einmal bestellt hat, steht die die dampfende Tasse Einerlei so schnell auf dem Tisch, dass man sich fragen könnte, ob hier im Voraus produziert wird. Im Café Prückel habe ich einmal mehr mit dem Kopf genickt, als man mich fragte: „Darf es zum Frühstück auch ein frisch gepresster Orangensaft sein, mein Herr?“ Ein vorzüglicher Orangensaft. Im Café Prückel sind die Decken vier Meter hoch, das Mobiliar ist aus den späten 50ern, frühen 60ern (Man rühmt sich auf Plakaten einer 100-jährigen Geschichte), die Bezüge sind so abgesessen, dass die ehemals unebene Oberfläche des Stoffes an manchen Stellen einem Wachstuch gleicht. Und doch wünsche ich mir nichts weniger, als eine neue Einrichtung. Im Café Prückel sind ganze Raumteile mit dicken Kordeln abgesperrt, auf angehängten Schildern wird gewarnt: Hier ist reserviert! Die Gäste sitzen daher Tisch an Tisch in der Cafémitte und hören einander bei ihren Gesprächen zu. Im Café Prückel gibt es einen Nichtraucherbereich hinter Glasflügeltüren, in dem ein einziges Pärchen sitzt. Ich freunde mich mit der Vorstellung an, sie könnten aus Deutschland kommen. Sofort höre ich G. aus 700 Kilometern Entfernung lachen: "Ihr alten Nazis könnts doch gar nicht ohne Verbote." Als ich ihm daraufhin eine SMS schreibe, antwortet er Minuten später: „Hach Ben, ich würd auch gern mal wieder Prückeln.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SC9bs_fG96I/AAAAAAAAAP8/Xjnq2Sapl4c/s1600-h/Prueckel.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SC9bs_fG96I/AAAAAAAAAP8/Xjnq2Sapl4c/s400/Prueckel.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5201476923150497698" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Café Prückel kam gerade ein Backpacker durch die Tür, ihm folgten zwei junge Mädchen, vielleicht 5 und 6 Jahre alt. Der Mann sah sich unsicher um, während die Mädchen sofort einen Tisch besetzten. Eines der Mädchen hatte einen Stoffdinosaurier dabei, ein riesiges Plüschtier, und als der Backpacker sich zu nichts entschließen konnte und nur fragend im Raum stand, rief das Mädchen: "I bet you can`t catch my dinosaur!" Im selben Moment flog der Stoffdino durch das Café und landete auf dem Tisch eines dicken, bärtigen Mannes, der sich Minuten zuvor eine Zigarre angesteckt und damit für eine wunderschöne Brechung des Sonnenlichts gesorgt hatte. Eine Tasse zerschellte am Boden, Besteck rutschte vom Teller, doch der Zigarrenraucher stand nur seelenruhig auf, hob den leicht kaffeegetränkten Dino vom Boden, brachte ihn dem Mädchen zurück und sagte, obwohl das Mädchen offensichtlich kein Deutsch sprach: "Naa, des geht aber so nicht." Ich sitze mit Blick auf den Stubenring, auf meinem Tisch stehen drei Silbertabletts. Eins mit der Wiener Melange (ausgetrunken), eins mit dem Verlängerten (ausgetrunken), eins mit der heißen Schokolade, die so dickflüssig ist, dass ich den Gürtel meiner Hose nach dem ersten Schluck um einen Knopf erweitert habe. Nur prophylaktisch. Ich stelle mir A. an einem der Tische vor, ganz in schwarz, ein Buch in der Hand, die schönen, dunklen Haare hochgesteckt zu einem kleinen Kunstwerk. Wie sie doch diesem Café fehlt, wie das Prückel ohne A. gar nicht zu dem werden kann, das sie mir empfohlen hat. Die Mischung aus Jugendstilbau und 50er-Jahre Möbeln wirkt unfertig ohne A., ein Café ist immer nur so gut wie seine Gäste. Auf dem Boden neben meinem Koffer kniet eine Reinigungskraft im weißen Kittel und wischt die Blätter einer Grünpflanze vom Staub frei. Beim Vorbeigehen fordert einer der Kellner: „Hier müssens bittschön a bisserl Platz lassen.“ Rechts neben mir der Zeitungsstand mit, so steht es in der Karte, ‚der wichtigsten Auswahl internationaler Zeitungen.’ Nach zwei Stunden schließlich runde ich 22,50 auf 25 Euro und denke: Auch hier könnte ich leben. Hier, wo Zeitgeistströmungen nicht gleich das Gesicht des Alltags verändern, wo man gegen den Strom schwimmt und für Annehmlichkeiten kämpft, ohne sich dessen bewusst zu sein. Wien als der vielleicht einzige Ort, wo ich mich meiner antiquierten Höflichkeit nicht schämen muss, wo Umgangsformen zur Anwendung kommen, die für Vater und Großvater eine Selbstverständlichkeit waren. Ich trete aus dem Café ins Freie, sieben- und achtgeschossige Altbauten überstrahlen selbstbewusst den Verkehr, auf der gegenüberliegenden Straßenseite schlägt mir das MAK vor: Bleib doch noch ein bisschen, hier gibt es so viel zu sehen. Ich lächle zurück und verspreche: Ich komm bald wieder.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-8548375430185267946?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/8548375430185267946/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=8548375430185267946' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8548375430185267946'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8548375430185267946'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/05/caf-prckel-wien.html' title='Café Prückel. Wien.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/SC9by_fG97I/AAAAAAAAAQE/IiIMwhUXKQE/s72-c/Fruehstueck.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-8078175341463596953</id><published>2008-04-08T16:59:00.002+02:00</published><updated>2008-04-08T17:01:12.348+02:00</updated><title type='text'>Moorleiche und Dänische Tiere</title><content type='html'>&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="right" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;b&gt;© Falko Hennig&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;Urlaub in Dänemark, bei der Fahrt kann ich d&lt;/span&gt;ie beiden großen Vergnügungen des Schriftstellers miteinander kombinieren: Zeitunglesen und Eisenbahnreise im dieselelektrischen ICE 380, der sich wunderbarerweise in Hamburg teilt. Wieso gerade Dänemark? Die Einladung eines Kulturvereins bescherte mir die Chance, eines durch Honorar und Reisekosten günstigen Ferienaufenthaltes in dem Land, das in der DDR wegen der Herkunft der Olsenbande Kultstatus genoss.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Es begleiten mich mein lieben Töchter Ella (11) und Lisa (9). Wehmütig nehmen wir Abschied von Berlin, es ist ja nur für vier Tage und von Sonnenstrahlen durchbrochenes Schneetreiben erleichtert die Trennung.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Durchs Zugfenster sehen wir Kühe, Pferde, Rehe, Schafe, die Kinder ergänzen meine Aufzählung: „Vögel! Läuse! Autos!“ Noch verstehe ich das böse Omen nicht, das sich damit schon bedrohlich über unsere Reise legt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;In Hamburg halten wir es erst für eine schräge Aussprache, aber es ist die korrekte: „Orrhus“, nicht „Aarhus“ wird die 300000-Einwohnerstadt formuliert.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Bente Rasmussen erwartet uns mit meinem Buch als Erkennungszeichen im Bahnhof, 10 Zentimeter Schnee liegen, als sie uns hinauf in den Holmevey fährt. Eine Streifenkarte gibt uns Frau Rasmussen für den Bus: „Voksen 2 Zoner 115 Kroner Midttrafik“,  hier steige man hinten ein, das begriffen selbst die Kopenhagener nicht. Inzwischen arbeiten hier viele Busfahrer aus Deutschland. Vielleicht bin ich soetwas wie ein Busfahrer aus Deutschland, bloß als Autor. Aber kein schlechtes Leben, besser wäre es wohl nur als Busfahrer aus Dänemark.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Der Holmevey, an dem sich unsere Ferienwohnung befindet, stellt sich als recht laute Verkehrsstraße heraus, Homevey könnte Heimweh bedeuten, vielleicht aber auch eher Kopfweh oder Herzschmerz. Dafür ist ein Supermarkt namens Brugsen direkt gegenüber. Dort begehe ich einen folgenschweren Fehler und kaufe etwas, das Rygeost Salat heißt und für mich wie Quark aussieht. Es enthält 62% Skummetmælksrygeost, 11% planteolie und purløg. Ich kann hier getrost verkünden, dass ich noch nie vorher so etwas gegessen habe und sehr hoffe, in meinem ganzen Leben nicht noch einmal so etwas probieren zu müssen. Man stelle sich die Strümpfe eines unter Fußpilz leidenden Fußballspielers vor, der trotz täglichem Training seine Fußbekleidung seit einem halben Jahr nicht mehr gewaschen hat, sie sodann zwei Hunden eines Kaufhallenpunks als Halstücher umbindet. Nach einem weiteren halben Jahr wird aus diesen Strümpfen ein Sud gekocht, so schmeckte der Rygeost Salat.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Die Museen von Århus haben fast alle geschlossen, manche wegen Bauarbeiten, andere wegen privater Feiern. Immerhin kommen wir ins Moesgård Museum, die dortige 2000 Jahre alte Moorleiche sieht aus wie verflüssigt, die Knochen haben sich in Leder verwandelt. Es ist der in den 50er Jahren entdeckte Grauballemann, wobei lange trotz seines starken Bartwuches umstritten war, ob es sich nicht doch um eine Frau handelt. Diese Diskussion wird den vielen hübschen Däninnen nicht gerecht, die keinesfalls alle über stark ausgeprägte Gesichtsbehaarung verfügen. Durch Tomographie wurde inzwischen auch das Genital des Grauballemannes lokalisiert, und so kann man mit einiger Sicherheit von einem frühen Dänen ausgehen, dem erst das Bein gebrochen und dann die Kehle von Ohr zu Ohr durchgeschnitten wurde. Was er wohl angestellt hat? Keine angenehme Zeit, natürliche Todesursachen gab es, den Funden nach zu urteilen, so gut wie gar nicht, sondern nur Mord und Totschlag.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Angeschlossen in der Nebenscheune ist eine umfangreiche völkerkundliche Sammlung. Ob sie ihre Wikinger-Vergangenheit als „primitiv“ ansehen, oder ob es Zufall ist, dass die Kollektion hauptsächlich aus der sogenannten Dritten Welt stammt?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Ein grüner Raum ist Bolivien und eine Vitrine darin Evo Morales gewidmet samt Masken und Kult-Pullover. Eine Wand mit Objekten in rot, ein Hubschrauber aus Bast, mir gefällt die Anhäufung wunderbar.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Leider hat das Steno Museum wegen einer Privatveranstaltung geschlossen, wir können immerhin eine wunderbare Uhr mit Drehpendel im Foyer bewundern und ein Foucaultsches Pendel. Die Dame verweist uns weiter ins Naturhistorisk Museum, dort geht es um DANSKE DYR: Dänische Tiere. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Eine Weltkarte zeigt, welche Tiere für welche Länder stehen, während auf den britischen Inseln der Grævling, also der Dachs beheimatet ist, in Deutschland und Polen der Hirsch verortet wird und in Nordskandinavien Elch und Biber kreuchen, hat Dänemark nur den Muldvarp, den Maulwurf zu bieten. Aber zum Glück ist es nicht ganz so bescheiden, bemerken wir, als wir einen nicht enden wollenden Gang betreten. Hinter uns schließt der Museumswächter die Tür, er dreht den Schlüssel dreimal herum. Jetzt können wir nicht mehr zurück, und sehen die Bescherung, vor uns liegt ein fünf Kilometer langer Gang, rechts und links hinter Glas ausgestopfte Fische, Ratten, Mäuse, Feldratten, Fische, Wasserspitzmäuse und natürlich Maulwürfe. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"&gt;„&lt;span style="font-style: normal;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Ich will hier raus!“, sagt Lisa, Ella hat Tränen in den Augen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Die Tür hinter uns ist zugesperrt, wir müssen weiter, wenn wir hier nicht zwischen ausgestopften Mäusen, Fischen und Ratten sterben wollen, müssen wir vorwärts.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"&gt;„&lt;span style="font-style: normal;"&gt;&lt;span lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Kommt, Kinder, das schaffen wir!“ Aber auch mir ist bange und ein ungutes Gefühl schnürt mir die Kehle zu. Die Kinder schluchzen, während wir die Wanderung im Reich der toten Nagetiere beginnen. Einzige Abwechslung ist der Geruch, während die Nager muffig riechen, haben die Fische einen leichten Fischgeruch behalten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Vielleicht ist Dänemark das traurigste Land der Welt, mir waren die ständig mit Tränen gefüllten wasserblauen Augen unerklärlich, jetzt beginne ich sie langsam zu verstehen. Fische, Ratten, Mäuse, Feldratten, Fische, Wasserspitzmäuse und natürlich Maulwürfe. Auch wir haben jetzt die dänischen Augen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Ein ganzes Land hat nur Schädlinge, und das seit Jahrhunderten. Vermutlich aus ganz Europa angelockt durch das unvermeidliche Knäcke, vielleicht aus anderen Gründen hier. Fische, Ratten, Mäuse, Feldratten, Fische, Wasserspitzmäuse und natürlich Maulwürfe. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Kein Wunder, dass die größte Kulturleistung in Moorleichen besteht, wobei der Anteil der Dänen an diesen Mumien in der Ermordung der späteren Museumsattraktionen besteht, die Mumifizierung selbst wird vom Moor besorgt. Vielleicht die einzige Möglichkeit um zu verhindern, dass die Toten ein Fest für die Ratten werden?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Die Kinder sind tapfer, ich versuche es auch zu sein, während wir wandern zwischen toten Fische, toten Ratten, toten Mäusen, toten Feldratten, toten Fischen, toten Wasserspitzmäusen und natürlich toten Muldvarps: Maulwürfen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;In den 80er Jahren ging durch die DDR-Presse, dass in Dänemark ein bestimmter Politiker das Militärbudget komplett sparen wollte zugunsten eines Anrufbeantworters im Verteidigungsministerium, den Angriffslustige anrufen könnten und dessen Auskunft lauten sollte, dass Dänemark sich ergeben würde. Aber ein Blick in die dänische Tierwelt hätte auf Angreifer eine noch abschreckendere Wirkung gehabt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Fische, Ratten, Mäuse, Feldratten, Fische, Wasserspitzmäuse und natürlich Maulwürfe. Manchmal denke ich, dass lebende Schädlinge noch einen höheren Unterhaltungswert hätten, manchmal denke ich, dass wir es nie aus diesen Gängen wieder an die frische Luft schaffen werden. Aber noch wandern wir, noch haben wir nicht aufgegeben, noch hat Dänemark nicht gewonnen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Und zum Glück habe ich Verpflegung mit:  Rygeost Salat. Wir werden es überleben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;" align="justify" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;ICE 381 Århus – Berlin, 29. III. 08&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-8078175341463596953?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/8078175341463596953/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=8078175341463596953' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8078175341463596953'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8078175341463596953'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/04/moorleiche-und-dnische-tiere.html' title='Moorleiche und Dänische Tiere'/><author><name>Falko Hennig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10466376376632750821</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-2471136354645849319</id><published>2008-03-24T20:29:00.005+01:00</published><updated>2008-03-24T21:47:42.596+01:00</updated><title type='text'>Auf der Suche, Wroclaw, Januar 2008.</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R-gBkGzg_tI/AAAAAAAAAOQ/x27kXQabHmQ/s1600-h/BreslauGiebel.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R-gBkGzg_tI/AAAAAAAAAOQ/x27kXQabHmQ/s400/BreslauGiebel.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5181393091103358674" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Altstadt im pastellfarbenen Schmuck, ein Mädchen mit riesiger Sonnenbrille läuft auf hochhackigen Schuhen direkt auf das Rathaus zu, als sei der Markt ihr Laufsteg. Zwischen den Torbögen einer Einfahrt striegelt ein Kutscher sein Pferd vom Staub frei, im Hintergrund gräbt ein Restverwerter Mülltonnen um. Die Elisabethkirche schaut mir von hinten über die Schulter, während ich versuche, dem Gegenlicht eine Aufnahme abzutrotzen. Es ist kalt an diesem Januarmorgen, ich trage Unterhemd, Poloshirt und Fleecepulli unter dem Dufflecoat. In meiner Umhängetasche ruht ein Schwarz-Weiß-Photo, das drei junge Männer in langen, dunklen Mänteln zeigt, die eine weißhaarige Frau beschützend in ihre Mitte genommen haben. Die Frau hat sich bei einem der Männer eingehakt und sieht verlegen zu Boden. Noch im Hotel habe ich das Photo studiert, es direkt unter die Nachttischlampe gehalten und versucht, mir Einzelheiten zu merken, zum Beispiel die mit Eisen beschlagene Holztür im Hintergrund, die zwei Stufen, die zu ihr nach oben führen, das Kopfsteinpflaster davor, auf denen sechs Budapester und ein Paar Damenschuhe Halt gefunden haben. Ich habe das Photo dicht an meine Augen herangeführt, es gleich darauf aus einiger Entfernung betrachtet, ich habe es mir eingeprägt, und wenn ich jetzt mit Blick auf das Rathaus die Augen schließe, sehe ich es vor mir, als habe es sich in die Netzhaut eingebrannt. Auf der Rückseite des Photos hat jemand in unregelmäßiger Handschrift erklärt: Vor der Elisabethkirche, Breslau, ca. 1936. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R-gBgGzg_sI/AAAAAAAAAOI/wAuu5vy-cxA/s1600-h/BreslauElisabeth.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R-gBgGzg_sI/AAAAAAAAAOI/wAuu5vy-cxA/s400/BreslauElisabeth.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5181393022383881922" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut siebzig Jahre später drehe ich mich mit Blick auf das Rathaus nicht um, weil mich die Elisabethkirche enttäuscht hat. Keine ihrer alten, schweren Türen ist mit Eisen beschlagen, auch ist sie nicht von jenem Kopfsteinpflaster umgeben, das auf dem Photo ganz leicht glänzt, als habe es kurz zuvor einen Schauer gegeben. Drei Mal bin ich um die Elisabethkirche herumgelaufen, habe vergeblich nach den zwei Stufen gesucht, die zur Tür hochführen, habe trotzdem photographiert, weil ich der krakeligen Schrift auf der Rückseite des Photos mehr traue als meinen Augen. Den Toten etwas von den Schultern nehmen: Ob das geht? Ich bin in der ehemaligen Paradiesstraße gewesen, in der ehemaligen Menzelstraße, auf dem ehemaligen Blücherplatz und in der Einfahrt der ehemaligen Martinistraße 9. Ich habe nach Schulgebäuden gesucht, nach Ämtern, Wohnhäusern und Instituten. Ich habe nichts mehr gefunden. Eine eisenbeschlagene Kirchentür war meine letzte Hoffnung, eine Tür, die der Elisabethkirche gut stehen würde, die aber nicht einmal in eine der vielen steinernen Eingänge passt. Jetzt schaue ich auf die goldene Sonnenuhr an der Rathauswand, die seit fast fünfhundert Jahren ihren Dienst tut, und weiß: es gibt allein im Altstadtbereich von Breslau über zwanzig Kirchen, jede mit mindestens zwei Eingängen. St. Maria Magdalena, Bernhardiner- und Christophorikirche, Jesuiten- und Adalbertkirche, ich werde mich beeilen müssen. Ich habe nur noch zwei Tage Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R-gBU2zg_qI/AAAAAAAAAN4/VRIDJxzMAmo/s1600-h/BreslauFrau.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R-gBU2zg_qI/AAAAAAAAAN4/VRIDJxzMAmo/s400/BreslauFrau.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5181392829110353570" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-2471136354645849319?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/2471136354645849319/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=2471136354645849319' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/2471136354645849319'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/2471136354645849319'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/03/auf-der-suche-wroclaw-januar-2008.html' title='Auf der Suche, Wroclaw, Januar 2008.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R-gBkGzg_tI/AAAAAAAAAOQ/x27kXQabHmQ/s72-c/BreslauGiebel.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-1675257409114411366</id><published>2008-02-15T07:58:00.003+01:00</published><updated>2008-02-15T08:04:53.442+01:00</updated><title type='text'>Im Zimmer</title><content type='html'>Marfa ging im Zimmer auf und ab, die Wände flackerten in ihrem Blick: hingeworfene Striche. Vielmehr, die Striche waren noch im Begriff, sich hinzuwerfen und stürmten zugleich auf Marfa zu. Erst aus der Entfernung betrachtet, fügten sie sich zu einer bräunlichen Fläche. Das Stroh, das unmittelbar unter der oberen Farbschicht lag. Die Rillen, die jemand mit einem groben Spachtel gezogen haben musste. Ein in die Wand geritztes Kreuz. Schwarze und weiße Farbe, die stellenweise durch die Oberfläche brach und aus den Rändern lief. Tonbläschen, die, halb im Zerplatzen noch (im Anplatzen), getrocknet waren. Mit dem Ärmel blieb Marfa dann an einer Stelle hängen, wo die Farbe sich zu Klumpen verdichtet hatte (verdichtet worden war), sie musste regelrecht am Pullover zerren, um wieder freizukommen. Ein paar Fäden blieben am Relief hängen und bewegten sich Marfas Gang, ihrem Luftzug hinterher.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-1675257409114411366?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/1675257409114411366/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=1675257409114411366' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/1675257409114411366'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/1675257409114411366'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/02/im-zimmer.html' title='Im Zimmer'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-1543404761604071549</id><published>2008-02-01T10:11:00.000+01:00</published><updated>2008-02-01T10:17:27.477+01:00</updated><title type='text'>...ein bisschen schämen...</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R6LiiRHvZDI/AAAAAAAAANI/wnssAxxWY_o/s1600-h/Legnica.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R6LiiRHvZDI/AAAAAAAAANI/wnssAxxWY_o/s400/Legnica.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5161937201259308082" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bauernhof ist zur einen Hälfte grau, die andere trägt dunkles Rot. Die Wetterseite hat ihren Putz verloren, dort trotzen jetzt Backsteine den Jahreszeiten. Hinter jedem Fenster eine Spitzengardine. Der dampfende Schornstein verrät einen Kohleofen oder Kamin, vor der Haustür sitzt ein Kind und starrt in den Schlamm. Seit Tagen hat es geregnet, der Boden kurz vor &lt;em&gt;Legnica&lt;/em&gt; ist aufgeweicht, von Traktorrädern umgewühlt, im Hintergrund veranstalten Hühner ein Wettrennen. Immernoch zwei Stunden bis &lt;em&gt;Wroclaw&lt;/em&gt;, ich habe nichts mehr zu tun. Der Zug kriecht seit &lt;em&gt;Cottbus&lt;/em&gt;, Ruß aus seiner Diesellok schlägt sich in Birkenwälder, ab und zu heftet er sich an die Fassaden längst stillgelegter Bahnhöfe. In &lt;em&gt;Cottbus&lt;/em&gt; haben drei Männer die Lok ausgetauscht, seit &lt;em&gt;Cottbus&lt;/em&gt; gibt es keine Oberleitungen mehr, wir fahren durch das Zwanzigste Jahrhundert. An Dörfern vorbei, die aus einer Entfernung von mehreren Hundert Metern vor allem Gemäldemotive sind, in denen sich nichts regt, deren Bewohner ich nur vermuten darf, weil immer irgendwo ein Deckenlicht brennt. Wir fahren vorbei an Lichtungen, auf denen Rehe dutzendweise die Köpfe zusammenstecken, an Autowracks auf Feldwegen, einem ausgebrannten Linienbus mitten im Wald, dazu überall hölzerne, zum Teil abgeknickte Strommasten. Wir fahren vorbei am Verfall. Das Bahnhofsgebäude in &lt;em&gt;Tuplice&lt;/em&gt; hat seine Fenster eingetauscht gegen Pressholz, in &lt;em&gt;Zary&lt;/em&gt; steigen die Passagiere über Gleise in Richtung Ausgang. Wir passieren Fabriken und die mächtigen Wohnhäuser ehemaliger Fabrikbetreiber, kaum irgendwo hat sich ein Dach gehalten, und wenn ich unter Tausenden Lagerhallenfenstern mal eine intakte Scheibe sehe, möchte ich einen Stein hindurch werfen, um ein Bild zu vervollständigen. Der Schaffner ist schon mehrere Male durch die vier Waggons gelaufen, jetzt steht er im Durchgang von Wagen Zwei und Drei und fragt sich, warum man auf Langstreckenfahrten nicht mehr rauchen darf. Noch in &lt;em&gt;Forst&lt;/em&gt; habe ich ihn am Bahnsteig paffen sehen, weit weg vom mit gelbem Klebeband gekennzeichneten Raucherbereich. Ich würde ihn gerne fragen, ob er auch etwas entgegenfährt, einer Liebe, eine Sehnsucht, einem Teller Piroggen, obwohl ich die Antwort schon kenne. Jeder von uns fährt zwangsläufig etwas entgegen, auch wenn es in meinem Fall mein längst verstorbener Vater ist, dessen Schatten ich in den Straßen der Altstadt zu finden hoffe, dessen Schritte Hall ich nachhören, dessen Straßenbahn ich fahren und dessen Schulweg ich ablaufen möchte. Ein bisschen schäme ich mich dafür, schon jetzt, knapp zwei Stunden vor &lt;em&gt;Wroclaw&lt;/em&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-1543404761604071549?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/1543404761604071549/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=1543404761604071549' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/1543404761604071549'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/1543404761604071549'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2008/02/ein-bisschen-schmen.html' title='...ein bisschen schämen...'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R6LiiRHvZDI/AAAAAAAAANI/wnssAxxWY_o/s72-c/Legnica.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-6955430574393847136</id><published>2007-12-29T14:19:00.001+01:00</published><updated>2007-12-29T14:22:26.477+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bauchnabel'/><title type='text'>Tegeler Nabelschau</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/R3ZJfENdpOI/AAAAAAAAADo/_0nHpytYXT4/s1600-h/dicker.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/R3ZJfENdpOI/AAAAAAAAADo/_0nHpytYXT4/s400/dicker.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5149384021999723746" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Leidensgenosse der LTU-Ultraholzklasse in Erwartung des B.-B. nach B. (wer die Abkürzung richtig errät, bekommt eine lustige Fotoserie mit Elefantenkindern zugeschickt). Eine der vielen besonderen ästhetischen Erfahrungen im Terminal des gottlob bald geschlossenen Flughafens Tegel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-6955430574393847136?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/6955430574393847136/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=6955430574393847136' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6955430574393847136'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6955430574393847136'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/12/tegeler-nabelschau.html' title='Tegeler Nabelschau'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/R3ZJfENdpOI/AAAAAAAAADo/_0nHpytYXT4/s72-c/dicker.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-5191522419471281424</id><published>2007-12-17T15:47:00.000+01:00</published><updated>2007-12-17T19:04:04.960+01:00</updated><title type='text'>Betrachtung einer Gazelle</title><content type='html'>Zoan war Südafrikanerin. Sie hatte lange auf einer Farm gelebt, die direkt an den Kruger National Park grenzte. Ihr Haus war ganz in die sanfte Hügellandschaft eingeschlossen gewesen, und je nachdem wie der Wind stand, hatte sie mal die Pfiffe der Hyänen, mal die der Pfauen gehört. Sie meinte, den Tönen immer anhören zu können, wann die Tierkehlen besonders angespannt (oder angestrengt) waren und weshalb die Töne dann vielmehr nach Schreien als nach Pfiffen klangen. Sie waren eigentlich recht oft angespannt gewesen, auch die Flugbewegungen der Vögel, das Herumstreunen der Gazellen hatte etwas Irres. Eine Gazelle war mal in ihren Garten gekommen und hatte darin ganz die Orientierung verloren. Wie eine Besessene war sie immer wieder gegen den Lattenzaun angerannt, als wäre das ein Strauch, durch den sie mühelos gleiten könnte. Sie hatte dann noch tagelang völlig entkräftet unter dem Küchenfenster gelegen, durch das Zoan sie betrachtet hatte, das zarte Gesicht, den Wimpernschwung über den Augen, die Nase, die etwas Strenges, Elitäres hatte, den Hals. Nie zuvor hatte sie einen so schönen, so glatten Hals gesehen. Er war von einem milchigen Braun, das sich unter dem Kinn aufhellte und sich sicher kühl anfühlen würde, seidig. Die ganze Schönheit der Gazelle rührte aus der Klarheit ihres Aussehens, dem unverstellt traurigen Blick, den scheuen Bewegungen des Mundes. »Die Gazelle malmte unter dem Küchenfenster, und ihre Kaugeräusche wurden zu einem Rhythmus. Ich hörte den ganzen Tag diesen Rhythmus, fing an, mich in ihm zu bewegen.« Je länger Zoan sprach und Marfa sie ansah, desto klarer wurden die Konturen der Streben, Zoan verschwamm. Marfas Blick streifte Zoans Shirt und blieb dort an einem Fleck hängen, sie verfiel augenblicklich in Mitleid. »Die Ohren der Gazelle, die ich gerade noch sah, als ich aus dem Küchenfenster blickte, die also jäh vorbeiflogen und sofort wieder verschwanden, waren Teil der Landschaft. Ich sah sie nicht mehr, aber sie waren trotzdem da.«&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-5191522419471281424?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/5191522419471281424/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=5191522419471281424' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5191522419471281424'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5191522419471281424'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/12/betrachtung-einer-gazelle.html' title='Betrachtung einer Gazelle'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-3228214533696362892</id><published>2007-12-16T18:07:00.001+01:00</published><updated>2007-12-16T18:31:24.491+01:00</updated><title type='text'>Das Dorf ist nicht im Tag (Günthersleben/Thüringen)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-family:Garamond;color:black;"  &gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="times new roman" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;  &lt;/p&gt;&lt;p  style="text-align: left;font-family:times new roman;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-size:100%;color:black;"  &gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;Im alten Dorf stehen die alten Häuser. In ihren Höfen kreischen Kreissägen. Immer zerschneiden die Menschen etwas und das Kreissägengeräusch zerschneidet die Luft, weshalb nichts Ganzes mehr ist im Dorf. Auch das Dorf ist zerschnitten, in ein altes und ein neues Dorf. Im alten Dorf wohnen die alten, im neuen Dorf die neuen Menschen. Das Dorf ist voller zerteilter Wünsche.     Im neuen Dorf werden Rasenmäher über alles Grüne geführt. Die Wünsche die dort ganz geblieben sind, werden hier gemäht. Und hinter den Zäunen auf langsam trocknende Haufen geworfen.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends um Acht ist der Tag fünfzehn Minuten im Fernsehen. Der Tag ist In- und Ausland, allein ein Drittel des Tages besteht aus Sport und Wetter. Das Dorf ist nicht im Tag.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Nacht zersurren im neuen Dorf die Glühbirnen der Straßenlampen die Luft, sie springen rosa an wenn es noch hell ist und werden bald darauf neonweiß. Sie machen ein Geräusch wie winzige Rasenmäher. Das alte Dorf liegt im gelben Licht alter Laternen. Diese Laternen sind still. Dafür bellen in den Gehöften die Hunde.        &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wünsche Wintergarten und Fußbodenheizung haben keine Reihenfolge. Unsere Nachbarn und ihre beiden Wünsche führen mit Vater über den Zaun hinweg ein Gespräch. Der Zaun teilt unsere Gärten, die Reihenfolge der Fruchtwechsel jedoch ist gleich. An den Abbruchkanten der Beete war das Wetter lange nicht so gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei Westwind kann man die Autobahn hören. Nachts klingt sie wie das Meer. Anders als die vierzig Pappeln, die sich hinter unserem Haus aufreihen. Wie große betrunkene Männer schwanken sie im Wind und rauschen auch. Aber sie klingen nur nach Pappeln.        &lt;div  style="text-align: justify;font-family:times new roman;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;p style="font-family: times new roman;" class="MsoBodyText"&gt; &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-3228214533696362892?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/3228214533696362892/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=3228214533696362892' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3228214533696362892'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3228214533696362892'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/12/das-dorf-ist-nicht-im-tag.html' title='Das Dorf ist nicht im Tag (Günthersleben/Thüringen)'/><author><name>Katja Thomas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10162214900135799305</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SDyvWQFJgGI/AAAAAAAAAAg/XiH5OBB34Qg/S220/Bild071.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-8940037268630059230</id><published>2007-12-15T16:19:00.000+01:00</published><updated>2007-12-15T16:41:07.241+01:00</updated><title type='text'>Andalusien mit P. in mehreren Etappen.</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2PyAbPr9gI/AAAAAAAAALw/tfwT7owimt0/s1600-h/Spanien.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2PyAbPr9gI/AAAAAAAAALw/tfwT7owimt0/s400/Spanien.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5144221288514713090" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Reisen ist Entkommen, in seltenen Fällen sogar irgendwo ankommen (in den besten). Andalusien ist mir dagegen immer eine Drohung gewesen. Aus Andalusien kamen Freunde, die dann kurzzeitig zu Feinden wurden, wenn sie erzählten, wie locker die Spanier seien, wie unbeschwert, wie sich die Deutschen (also sie selbst) ein Beispiel nehmen könnten an so viel Lebensfreude, ja müssten!, wie es doch endlich zu begreifen gelte, was Leben wirklich bedeutet: Fiesta und Flamenco und Tapas. Diese jungen Deutschen waren meist in Ferienanlagen gewesen, hatten am Strand und abends vor Disko-Theken gelegen, ‚Urlaub=Freiheit auf Zeit’ genossen. Warum nicht? Warum aber danach behaupten, man habe in nur drei Wochen ein Land durchschaut, wenn man nicht einmal das eigene begreifen kann? Nur den Stierkampf verachteten die deutschen Andalusienexperten, das sei Tierquälerei und mit der eigenen Hamsterhaltung nicht zu vergleichen. Auch nicht mit dem Zierhasen, der das USB-Kabel auf dem Gewissen hatte, zur Strafe auf den Balkon musste und dort bei 6 Grad Plus im Käfig erfror.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2PxXbPr9fI/AAAAAAAAALo/OD-Xm5GyoNM/s1600-h/Jerez1.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2PxXbPr9fI/AAAAAAAAALo/OD-Xm5GyoNM/s400/Jerez1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5144220584140076530" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Teil 1, Jerez.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es galt also, ein Vorurteil zu entkräften, als ich damals mit P. nach Spanien geflogen bin. Es ging darum, den ersten eigenen Blick gleich auch zum zweiten zu machen. Für 50 Euro mit Ryanair. Morgens um halb Vier in Ginnheim aufbrechen und bereits um kurz nach Neun spanischen Boden betreten, nach viel zu kurzer Nacht: Jerez. Vor dem Terminal ein Taxifahrer, der uns bis vor die Hoteltür brachte. Und in der Lobby die Rezeptionistin, die uns so unverschämt desinteressiert begrüßte: „Your room not ready. You wait ’til noon, Sir.“ Wie unsere Füße uns dann durch die alten Gassen von Jerez schleppten, wie keine Menschenseele auf der Straße war, außer ein Vater mit seinem kleinen Jungen, Hand in Hand auf dem Weg in die Kirche. Ein Blick auf die Uhr verriet damals: die beiden hatten verschlafen. Ich weiß noch, dass P. die Hosenbeine des Jungen kommentierte, sie endeten kurz oberhalb der Knöchel. P. sagte, dass man kaum etwas Unvorteilhafteres tragen könne, als zu kurze Hosen. Der Junge war keine zehn Jahre alt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2PyObPr9hI/AAAAAAAAAL4/eMHHYEBlFRI/s1600-h/Kirchenportal.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2PyObPr9hI/AAAAAAAAAL4/eMHHYEBlFRI/s400/Kirchenportal.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5144221529032881682" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur ein milder Sonntag im November. Jerez so unfassbar leer, ausgestorben. Wir folgten Vater und Sohn zu ihrer Kirche. Das Haus Gottes innen mit Marmor verkleidet, Bänke und Kanzel aus Holz. Der Pfarrer hob ein paar Mal beschwörend die Hände, und als sich die Gemeinde nach einem Gebet wieder hinsetzte, blieben drei junge Frauen stehen. Sie trugen Kleider, an die Farben kann ich mich nicht mehr erinnern, nur daran, wie selbstverständlich die Frauen stehen geblieben waren, mit durchgedrückten Rücken, so aufrecht, drei unter hunderten Gläubigen. Rebellen, Mahnende, Sünder, ich wusste es nicht. Ich wusste nur, dass wir noch zwei Stunden durchhalten mussten, bis wir unser Zimmer beziehen konnten. Als der Pfarrer später das Weihrauchfass an einem langen Seil durch das Kirchenschiff schwenkte, wurde mir schlecht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2PzTbPr9iI/AAAAAAAAAMA/xdojxyLEm3M/s1600-h/Fruehstueck.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2PzTbPr9iI/AAAAAAAAAMA/xdojxyLEm3M/s400/Fruehstueck.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5144222714443855394" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie wir auf dem Platz in der Innenstadt doch noch ein Frühstück bestellt haben, unweit der Calle Francos, obwohl mir schlecht war von zu wenig Schlaf. Wie der Kellner keine Fremdsprache beherrschte und es mir das erste Mal unangenehm war, nicht Spanisch zu sprechen. Wir gestikulierten uns ein Frühstück: frisch gepresster Orangensaft, Milchkaffee, Schinken-Käse-Baguette. Ein Touristenmenü, für das wir dankbar waren, bis wir am Ende 14 Euro dafür bezahlen sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pünktlich um 12 im Hotel, das renoviert wurde, in kurzen Abständen übertrugen die Wände Bohrgeräusche bis unter mein Kopfkissen, und während P. Schlaf nachholen konnte, als sei Baulärm die Voraussetzung dafür, dachte ich über modernes Reisen nach. Über das Sitzen vor dem Computerbildschirm in meiner Ginnheimer Wohnung. Darüber, wie einfach es war, mit ein paar Bewegungen der Maus zwei Wochen Andalusien zu planen, ohne ein Reisebüro zu betreten. Über Wikipedia und die vielen Fakten über eine Region, die es nun zu beglaubigen galt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2PzsLPr9jI/AAAAAAAAAMI/PpEedUiUerc/s1600-h/Stadt.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2PzsLPr9jI/AAAAAAAAAMI/PpEedUiUerc/s400/Stadt.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5144223139645617714" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am späten Nachmittag tranken wir Kaffee in einer Bar in Bahnhofsnähe. Ein Fernseher zeigte Richard Chamberlain und eine noch sehr junge Sharon Stone. Beide planschten in einem Kochtopf und sollten gegart werden, Eingeborene führten einen Freudentanz auf. P. und ich saßen währenddessen auf Barhockern und sahen den Betreibern des Cafés beim Fernsehen zu. Auf dem Weg waren wir niemandem begegnet, auch in der Bar außer uns keine Gäste. November war kein Reisemonat, trotz Ryanair, trotz Temperaturen von über 20 Grad, trotz Sonnengarantie durch die Atlantikhochs, die sich stets über dem Südwestzipfel Spaniens festsetzen und für eine Regenknappheit sorgen, die in wenigen Jahrzehnten eine Wüstenbildung nach sich ziehen wird. Als Richard Chamberlain und Sharon Stone nach einer Befreiungsaktion aus dem Topf kippten, lachte der Kellner laut auf. Ich konnte seinen Oberkiefer sehen: Jeder zweite Zahn fehlte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2P0DLPr9kI/AAAAAAAAAMQ/ZK5TrCfsj24/s1600-h/Jetzt.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2P0DLPr9kI/AAAAAAAAAMQ/ZK5TrCfsj24/s400/Jetzt.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5144223534782608962" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Teil 2, Cadiz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sitzen im Zug nach Cadiz. Ich habe mein Tagebuch auf den Knien und halte die braune Landschaft fest, die Steppe und die Betonsärge nie fertig gestellter Häuser. Im Abteil große Hitze, wir haben die Sakkos ausgezogen und das Fenster geöffnet. Dahinter jetzt verfallene Industrieanlagen und Olivenplantagen im Wechsel, grün nur die Rebstöcke für den Sherry, die vom Westwind mit Meeresfeuchtigkeit versorgt werden. Überall Bewässerungsanlagen, hier hat es seit fast einem Jahr nicht mehr geregnet. Erster Halt in Puerto de Santa Maria. Doch von einem Hafen ist nichts zu sehen, stattdessen am Ortsausgang ein McDonalds-Schild hoch oben über den kleinen Häusern. Parallel zu den Bahnschienen die Schnellstraße, vorbei an Salzanbaugebieten, neben einer Blechhüttensiedlung plötzlich eine Landebahn und eine einzelne Cessna. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2P0PbPr9lI/AAAAAAAAAMY/81v8AXRpQ6k/s1600-h/Cadiz1.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2P0PbPr9lI/AAAAAAAAAMY/81v8AXRpQ6k/s400/Cadiz1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5144223745236006482" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach vielen Stopps schließlich die Endhaltestelle: Cadiz. Wir folgen den Passagieren aus dem Bahnhof hinaus direkt in die Altstadt. Wir laufen ohne Orientierung bis auf einen großen Platz. Dort spricht uns ein Engländer an, Tourist wie wir. Er zeigt auf ein weißes Gebäude und sagt, dort sei Trafalgar gestorben, das müssten wir uns ansehen. Dann geht er weiter. Wir steigen stattdessen die Stufen eines Kirchturms nach oben. Von dort Blick über die Dächer einer völlig weißen Stadt. Auf einem Nachbardach pinkelt ein Hund gegen einen Steinhaufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2P0b7Pr9mI/AAAAAAAAAMg/A2_Ly6sSZss/s1600-h/Hund+auf+Dach.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2P0b7Pr9mI/AAAAAAAAAMg/A2_Ly6sSZss/s400/Hund+auf+Dach.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5144223959984371298" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich frage mich, wer den Hund auf das Dach gebracht hat und wie er von dort wieder runter kommt. Das Gefühl unendlicher Fremde, dabei sind es nur knappe drei Flugstunden bis hierher. Viele der Häuser in Cadiz sind stark verfallen, man hat in hundert Jahren nur wenig renoviert, höchstens den weißen Kalk erneuert. Gefühl einer Zeitreise, obwohl hinter manchem Schaufenster sich Designerklamotten perfekt um die schlanken Körper der Plastikmannequins legen. Die Straßen der Altstadt sind für Touristen gestaltet, hinter einem kleinen Steintor versteckt sich eine riesige Massimo Dutti-Filiale. Ich kaufe ein Paar braune Schnürschuhe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2P0m7Pr9nI/AAAAAAAAAMo/7GMbeXX6WTc/s1600-h/CadizPark.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2P0m7Pr9nI/AAAAAAAAAMo/7GMbeXX6WTc/s400/CadizPark.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5144224148962932338" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Spaziergang durch die Altstadt erreichen wir die Promenade auf der Befestigungsmauer. Unter uns schlägt das Meer mit Wucht gegen Felsen an, Gischt spritzt bis zu uns nach oben. In einem kleinen Park die mächtigen Stämme zweier Gummibäume. Im Reiseführer steht: 6m Durchmesser, die Bäume seien der Stolz der Einwohner. Aber im Reiseführer steht auch, dass Cadiz die älteste Stadt Europas sei, dabei beansprucht die griechische Stadt Argos diesen Titel. Wie immer möglich, dass man Reiseführern misstrauen muss. Beim Blick auf die Stämme der Gummibäume kommen mir deshalb Zweifel, ob ihr Durchmesser wirklich 6 Meter beträgt. Das Erzählen ist eben ein Erzählen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2P03LPr9oI/AAAAAAAAAMw/bxcaxb03Pt0/s1600-h/Tio+Pepe.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2P03LPr9oI/AAAAAAAAAMw/bxcaxb03Pt0/s400/Tio+Pepe.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5144224428135806594" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Teil 3, Bodega Tio Pepe, Jerez. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hi! Willkommen bei Gonzales Byass! Mein Name ist Markus, ich leite die deutschsprachige Tour. Um 2 Uhr geht’s los, ok? Die große Tour kostet 13,50 Euro, dafür kann man zum Schluss noch ein paar Brände in unserem Shop probieren. Das lohnt sich. Also dann zwei Tickets? Wir können sofort anfangen, kommt eh niemand mehr. November ist hier tote Hose. Woher kommt ihr? Ich bin aus Bayern und hier sozusagen hängen geblieben. Ich hab in Cadiz studiert, kennt ihr Cadiz? Ist ne tolle Stadt zum Studieren, da gibt’s ganz viele junge Leute, Kneipen, Geschäfte. Anders als hier in Jerez, hier ist nichts los. Aber meine Freundin lebt in Jerez, was will man machen. Die ist gewissermaßen der Grund, warum ich in Spanien geblieben bin. Große Liebe, kann man schon so sagen. Wir haben uns beim Studium kennen gelernt. Sie hat fertig studiert, ich nicht. Aber ich hab immerhin den Job hier bei der Bodega, damit kommt man gut über die Runden. Sie arbeitet derzeit nicht. Wir wohnen bei ihren Eltern, müssen also auch keine Miete bezahlen. Mieten sind hier schrecklich teuer, obwohl einem nur Bruchbuden angeboten werden. Wisst ihr, was es heißt, wenn dich eine Spanierin ihren Eltern vorstellt. Das heißt irgendwann Hochzeit. Kann also sein, dass ich für immer in Jerez bleibe. So, hier, wir nehmen die Bahn. Die fährt uns einmal durchs Gelände. Das alles abzulaufen, würde auch viel zu lange dauern. Ich fang dann mal an. Und wenn ihr Fragen habt, unterbrecht mich einfach. Gonzales Byass wurde 1835 von Manuel María González Angel gegründet und ist noch heute in Familienbesitz. 1860 stieg der englische Unternehmer Robert Blake Byass, zu der Zeit schon Händler für Sherry in England, ins Unternehmen ein. So kommt es zum Doppelnamen Gonzales Byass, der bis heute Bestand hat. Das Unternehmen zählt 600 Mitarbeiter, so genau weiß ich das auch nicht, einer davon ist zum Beispiel Luis da drüben. Hey Luis! Que pasa, hilador? Momentan sind nur etwa zehn Arbeiter auf dem Gelände. Das variiert sehr stark. Riecht ihr eigentlich den Alkohol? Hier stinkt’s immer nach Stoff. Da kann man schnell zum Alkie werden. Der berühmteste Sherry, den sie hier machen, heißt Tio Pepe. Den kennt ihr bestimmt. Tio heißt Neffe. Neffe Pepe: saublöder Name für einen Wein, aber egal. Der soll ja auch nicht gut klingen, der soll schmecken. Und Wirkung zeigen. Vor allem auf die Frauen, nicht wahr? In Andalusien gibt’s die schönsten Frauen der Welt, das sag ich euch. Habt ihr schon welche gesehen? Leider sind die meisten hier streng katholisch und sehr schwer rumzukriegen. Schon allein deshalb liebe ich meinen Sherry, der lockert die Frauen auf. In diesen ganzen Hallen lagern Tausende Fässer, jede Halle für einen bestimmten Sherry. Wenn man hier lang genug arbeitet, kann man die verschiedenen Hallen allein am Geruch unterscheiden. Mein Job hier ist gut, besonders im Sommer. Wenn es draußen über 40 Grad hat, ist es in den Hallen angenehm kühl. Egal, das wollt ihr ja alles gar nicht wissen. Also: José Ángel de la Peña ist jedenfalls der Erfinder des Tio Pepe. Die Holzfässer für den Sherry werden 40 Jahre lang benutzt, danach ausgetauscht. Dann sind sie zu alt. Wie die Frauen, die tauscht man auch nach 40 Jahren aus, oder? Es gibt allerdings einen Unterschied: Die Fässer werden nach 40 Jahren von Liebhabern gekauft, die sie sich in den Garten stellen, die Sherryfässer wird man auch nach 40 Jahren noch gut los. Habt ihr schon Andalusische Frauen kennen gelernt? In der Jugend sind die bildschön, aber im Alter werden sie zu dicken Mamas und interessieren sich nur noch für Gott. Am Freitag ist hier eine Party, da kann ich euch ja mal ein paar Mädchen vorstellen. Sprecht ihr Spanisch? Die Mädchen verstehen nämlich keine Fremdsprachen. Diese Innenhöfe hier kann man übrigens auch für Veranstaltungen mieten. Im Sommer ist das angenehm, weil man unter dem Efeu nicht so schwitzt. Alto! Alto! Wir halten hier mal an. In der Halle da drüben gibt es nämlich ein paar sehr berühmte Fässer, auf denen lauter Promis unterschrieben haben. Kommt mal mit. Hier hat zum Beispiel der spanische König unterschrieben. Da hinten John Malcovich und Ayton Senna. Und hier drüben Christian Ude, der Münchner OB. Kennt ihr den? Den hab ich damals persönlich geführt. Hier gibt’s auch noch Francos Fass, den hab ich natürlich nicht persönlich geführt. Das Fass von Franco ist besonders gesichert, weil man recht stolz auf die Unterschrift ist. Das ist kugelsicheres Glas, da kommt man nicht ran. So, jetzt gehen wir mal Sherry trinken, oder? Deshalb seid ihr ja sicher hier. Nicht wegen der blöden Sherry-Geschichte, oder? Ihr könnt so viel Sherry probieren, wie ihr wollt. Dann werdet ihr locker, genau wie die andalusischen Mädels. Vorn im Eingangsbereich arbeitet Marcella. Die ist aus Italien, bei der ist das nicht ganz so schwer. Oder seid ihr am Ende schwul? Nicht, dass ihr mich falsch versteht: Ich liebe meine Freundin wirklich sehr. Aber wenn man hier lebt und jeden Tag so viele schöne Frauen sieht, wäre man doch blöd, nicht ein bisschen zu flirten. Das Dumme ist, dass ich noch immer kein Rezept gefunden habe, wie man diese katholischen Mädels knackt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2P1IrPr9pI/AAAAAAAAAM4/x0To2Obr8Fo/s1600-h/Flaschen.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2P1IrPr9pI/AAAAAAAAAM4/x0To2Obr8Fo/s400/Flaschen.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5144224728783517330" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fortsetzung folgt…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-8940037268630059230?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/8940037268630059230/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=8940037268630059230' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8940037268630059230'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8940037268630059230'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/12/andalusien-mit-p-in-mehreren-etappen.html' title='Andalusien mit P. in mehreren Etappen.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R2PyAbPr9gI/AAAAAAAAALw/tfwT7owimt0/s72-c/Spanien.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-5940947178316046584</id><published>2007-12-06T12:14:00.000+01:00</published><updated>2007-12-06T15:12:37.423+01:00</updated><title type='text'>Auf Sansibar (Unguja)</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp0.blogger.com/_TOl_BhcHdhM/R1fZ0okZB8I/AAAAAAAAAAc/hF4pVrIjylc/s1600-h/Zanzibar.bmp"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5140816997933189058" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://bp0.blogger.com/_TOl_BhcHdhM/R1fZ0okZB8I/AAAAAAAAAAc/hF4pVrIjylc/s400/Zanzibar.bmp" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Manches war von solcher Schönheit, dass ich mich für mein Misstrauen schnell zu schämen begann. Denn insgeheim vermutete ich Risse in den Bildern, die ich ihnen auf diese Weise ja auch zufügte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-5940947178316046584?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/5940947178316046584/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=5940947178316046584' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5940947178316046584'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5940947178316046584'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/12/in-paje.html' title='Auf Sansibar (Unguja)'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_TOl_BhcHdhM/R1fZ0okZB8I/AAAAAAAAAAc/hF4pVrIjylc/s72-c/Zanzibar.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-5946085539364596082</id><published>2007-12-06T12:06:00.000+01:00</published><updated>2007-12-06T12:13:00.412+01:00</updated><title type='text'>In Ntonya Village</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_TOl_BhcHdhM/R1fX4IkZB7I/AAAAAAAAAAU/Q2f42eeRMng/s1600-h/In+Ntonya+Village.bmp"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5140814859039475634" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp2.blogger.com/_TOl_BhcHdhM/R1fX4IkZB7I/AAAAAAAAAAU/Q2f42eeRMng/s400/In+Ntonya+Village.bmp" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wir hatten einander so lange betrachtet, dass wir zunehmend dachten, uns bereits zu kennen. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-5946085539364596082?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/5946085539364596082/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=5946085539364596082' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5946085539364596082'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5946085539364596082'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/12/in-ntonya-village.html' title='In Ntonya Village'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_TOl_BhcHdhM/R1fX4IkZB7I/AAAAAAAAAAU/Q2f42eeRMng/s72-c/In+Ntonya+Village.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-1047968904592128158</id><published>2007-11-29T01:41:00.000+01:00</published><updated>2007-12-10T13:18:44.336+01:00</updated><title type='text'>Synchronie I</title><content type='html'>im Flur des Opernhauses&lt;br /&gt;liegt in Halmen ein Mädchen&lt;br /&gt;es hatte grad Lucia gesehn&lt;br /&gt;die tänzelnd durch Zweig&lt;br /&gt;hatte Lucia gerufen, erkannt&lt;br /&gt;(ein Flug-Organ)&lt;br /&gt;an einem winzigen Mal&lt;br /&gt;das aus der Nähe betrachtet&lt;br /&gt;regelrecht flammte&lt;br /&gt;überm Kragen des Hemds&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;überdies war Schnee gefalln&lt;br /&gt;durch und durch russische Nacht&lt;br /&gt;Teeschalen klirrten sopran&lt;br /&gt;eine Nuss sprang&lt;br /&gt;wie ich sehe&lt;br /&gt;ist er jetzt im Verschwinden begriffen&lt;br /&gt;trotzdem es noch nachschneit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;es hatte grad Lucia gesehn, den Flügel&lt;br /&gt;wohl kurz abgelegt, ist schon nicht mehr&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-1047968904592128158?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/1047968904592128158/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=1047968904592128158' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/1047968904592128158'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/1047968904592128158'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/11/synchronie-i.html' title='Synchronie I'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-5124774165455460835</id><published>2007-11-28T22:14:00.001+01:00</published><updated>2007-11-28T22:14:48.565+01:00</updated><title type='text'>der Stiel des Orangenbaums</title><content type='html'>schlingt sich kokett aus meinem Tisch&lt;br /&gt;leuchtet weithin&lt;br /&gt;deine schöne Gestalt&lt;br /&gt;wie du so in deinem Garten rankst&lt;br /&gt;und dich windest und verschwiegen bist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;dabei fallen die neon-gelben Fischlein&lt;br /&gt;natürlich aus dem Wasser-Becken raus&lt;br /&gt;reflektieren natürlich dein streng&lt;br /&gt;geflochtenes, kühles Licht&lt;br /&gt;kracht jetzt in die blaue Liane&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korallen Gräser die Rotalgen hier&lt;br /&gt;sind von Mordsschlangen Rochen&lt;br /&gt;Krokodilen bewohnt, der hässliche Kopf&lt;br /&gt;ist ein Kugelfisch, kein Laut&lt;br /&gt;ist dein eigenes zaghaftes Schlagen&lt;br /&gt;dein subversives Unterwassersein&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-5124774165455460835?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/5124774165455460835/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=5124774165455460835' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5124774165455460835'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5124774165455460835'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/11/der-stiel-des-orangenbaums.html' title='der Stiel des Orangenbaums'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-4397943226301496794</id><published>2007-11-22T18:11:00.000+01:00</published><updated>2007-11-23T16:24:09.017+01:00</updated><title type='text'>Jessica in Venedig.</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R0W6M313BEI/AAAAAAAAAK4/mZMh5pXr61E/s1600-h/jessica.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R0W6M313BEI/AAAAAAAAAK4/mZMh5pXr61E/s400/jessica.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135715680396969026" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;--&lt;br /&gt;Im Rahmen der ersten Weltwohnen-Lesung fand Ende September ein Schreib-Workshop mit Schülern statt. Im Wallsaal der alten Stadtbibliothek haben Schüler Reiseberichte verfasst. Einige der tollen Ergebnisse kann man nachlesen unter www.workshop-literatur.de. Einen dieser Texte gibt es jetzt auch hier. Wir reisen nach Venedig zusammen mit Jessica:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mama, wie lange dauert es noch?“ Diese Frage hören wir jetzt schon zum vierten Mal. Wir sind um neun Uhr in Tignale, unserem Ferienort, losgefahren und nun schon seit knapp zwei Stunden unterwegs. Es ist etwas ganz besonderes. Endlich fahre ich in die Stadt, in die ich seit Cornelia Funke´s „Herr der Diebe“ schon immer mal wollte: Venedig. Noch eine halbe Stunde. Ich überlege wie es dort wohl sein wird. Sind dort wirklich so viele Tauben wie die Leute immer sagen?&lt;br /&gt;11.45 Uhr, Venedig. Jetzt sind wir endlich da. Die Sonne knallt mir auf den Rücken und meine Schwester steht genauso erstaunt wie ich neben mir. All diese kleinen Gassen und Brücken. Trotz zuvor gekauftem Stadtplan haben wir keine Ahnung, wie wir zum Markusplatz kommen. Mein Vater, der sowieso schon genervt ist, weil er sein Auto unabgeschlossen in einem viel zu teuren Parkhaus abstellen musste, trottet mürrisch hinter uns her. Ich wünschte, ich hätte mehr als nur vier Stunden Zeit. All diese schönen Kirchen, Museen und Plätze. Céline und ich schaffen es, uns kurz von Mama und Papa abzusetzen und besichtigen ganz alleine eine Kirche. Da wir beide nur Tops anhaben, müssen wir uns Tücher an der Kasse leihen und überziehen. Den Sinn dahinter haben wir zwar nicht ganz verstanden, aber Hauptsache wir können uns die Kirche angucken. Gold und Stuck soweit das Auge reicht. Die Chiesa Santa Maria Formosa ist nicht besonders groß aber wunderschön. Dafür, dass Venedig so überfüllt ist, ist „Santa Maria“ erstaunlich leer. Gerade mal zehn Besucher sind hier. Ein Mann fällt mir und meiner Schwester sofort auf. Er trägt ziemlich zerschlissene Kleidung und steht ganz alleine vor einem riesigen Berg aus Kerzen. Da wir beide kein Italienisch können, verstehen wir nicht was er sagt, aber wir verstehen, dass es für ihn sehr wichtig ist. In seiner linken Hand hält er das Bild einer jungen Frau, die nicht älter als 30 sein kann. Wir wissen nicht warum, aber so schön und atemberaubend die Chiesa Santa Maria auch ist, der Mann mit dem Photo geht uns als Einziges nicht mehr aus dem Kopf.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-4397943226301496794?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/4397943226301496794/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=4397943226301496794' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4397943226301496794'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4397943226301496794'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/11/jessisca-in-venedig.html' title='Jessica in Venedig.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/R0W6M313BEI/AAAAAAAAAK4/mZMh5pXr61E/s72-c/jessica.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-8342923844067540969</id><published>2007-11-09T08:39:00.001+01:00</published><updated>2007-11-09T08:54:53.226+01:00</updated><title type='text'>Lagos oder der unglücklichste Ankommende</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RzQPh3vJ7SI/AAAAAAAAAC4/eqslmQrOFv4/s1600-h/DSC00608.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp2.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RzQPh3vJ7SI/AAAAAAAAAC4/eqslmQrOFv4/s320/DSC00608.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5130742950053670178" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Denke ich an Lagos, denke ich zuerst an das Unglück des Ankommens in Lagos. Das Unglück des Ankommens in Lagos beginnt im Prinzip schon beim Beantragen des Visums für die Reise nach Lagos (siehe Eintrag unten), vertieft sich aber noch im Moment des Eintreffens am Flughafen. Kenner behaupten, der Flughafen von Lagos ist noch schlimmer als die Stadt Lagos, was jedoch andere Kenner vehement bestreiten. Zu diesen anderen Kennern zähle auch ich: der Flughafen von Lagos ist zwar weiterhin eine Unverschämtheit, hat sich aber in vielen Aspekten verbessert – zum Beispiel wird man nicht mehr direkt nach dem Verlassen des Terminals von Polizisten und Soldaten bedrängt und bedroht, und auch die früher gängige Praxis des Flughafenpersonals, Gepäckstücke direkt aus dem Bauch des Flugzeugs zu stehlen, hat zuletzt abgenommen.     &lt;p class="MsoNormal"&gt;Seit diesen Verbesserungen ist das Eintreffen am Flughafen Lagos zwar immer noch ein Unglück, jedoch bei weitem nicht so ein Unglück wie das Hineinfahren nach Lagos durch seine ewigen, chronisch verstopften Vororte und über seine riesigen, chronisch verstopften Brücken, auf denen ebensoviele schrottreife Kleinbusse wie Obdachlose und ambulante Händler verkehren. Wobei auch dieses Hineinfahren nach Lagos vom Flughafen aus am Abend (denn alle internationalen Flüge kommen abends an) kein Vergleich ist zum Unglück des Hineinfahrens aus derselben Richtung am morgen oder mittag, oder gar der Fahrt in der umgekehrten Richtung am späten Nachmittag. Denkt mam beim Hineinfahren nach Lagos am Abend noch, die Mutter aller Staus erlebt zu haben, merkt man zu einer der echten Stoßzeiten erst, warum der Lagosianer zwischen „go-slow“ und „no-go“ unterscheidet. &lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das Hineinfahren nach Lagos lässt dem Ankommenden viel Zeit zum Nachdenken, und je nach Mentalität können dies Gedanken sein wie „Warum bin ich hier“ oder etwa „Warum habe ich keinen ordentlichen Beruf gelernt“. Landeserfahrene werden ihre Gedanken jedoch auf den bevorstehenden Hotelaufenthalt richten, denn das Unglück des Hineinfahrens nach Lagos ist eigentlich eine Lappalie gegen das Unglück des Ankommens in einem Hotel in Lagos. Sollte der Ankommende der Annahme unterliegen, dass Übernachtungspreise von 300 Dollar eine gewisse Zimmer- und Servicequalität garantieren, wird er eine klassische nigerianische Lektion lernen: der einzige Grund, warum die Dinge hier kosten, was sie kosten, ist dass es genügend Dumme gibt, die jeden Preis zahlen. &lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Die Dinge – das sind alle Güter und Dienstleistungen, die sogenannten westlichen Standards genügen sollen, also Hotelzimmer, Mietwagen, internationale Lebensmittel und Zeitungen. Die Dummen – das sind die Ölkonzerne und anderen multinationalen Großunternehmen, die hier exzellente Geschäfte machen und ihre Auslandsmitarbeitern daher problemlos zu Höchstpreisen einquartieren können. Und damit alles andere in den Sog hineinziehen.&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das ist das eigentlich belastende an Lagos: nicht die vermeintlichen Gefahren, die laut den Erzählungen anderer hinter jeder Ecke lauern; nicht der urbane Moloch, den man durch die Autoscheiben hindurch nur erahnen kann; nicht (allein) der Witz an Gegenleistung, die man für sein Geld bekommt; sondern die Tatsache, dass alle Ausländer um einen herum fortwährend zu erkennen geben, dass das Dasein in Lagos eine Zumutung ist und nur unter höchsten finanziellen Zuwendungen ertragen werden kann. Man verbringt die Abende grundsätzlich in den Hotelanlagen zusammen mit den anderen Ausländern, die ebenfalls die Abende grundsätzlich nur dort verbringen. Und beklagt gemeinsam, wie furchtbar alles ist. &lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Manchmal denke ich, so ähnlich muss es in Bagdad sein: die Korrespondenten sitzen ab dem späten Vormittag mit einem Heineken an der Bar und sinnieren über die Welt außerhalb der Gitterstäbe, die sie nur aus den geringfügisten Stippvisiten kennen. Nur dass die Gefahr in Bagdad eine reale, in Lagos dagegen eine behauptete ist: hätte ich nicht im Reiseführer gelesen, dass es sich um eine der gefährlichsten Städte handelt (was allerdings durch keine Statistik belegt ist; was wiederum natürlich auch nichts heißen muss), hätte ich keinen Anhaltspunkt, mich unsicher zu fühlen. Die Entführungen und Überfälle, von denen man so häufig liest, finden meist in anderen Landesteilen statt, insbesondere den ölreichen Delta-Staaten. In Lagos werden zwar jährlich mehrere hundert Generatoren geklaut, mehrere tausend Autos zu Schrott gefahren und Abermillionen Dollar abgezwackt und veruntreut, aber die Gewaltkriminalität richtet sich selten gegen Ausländer. Jedenfalls kennt auch nach mehrmaligem Nachfragen keiner jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt – ganz im Gegensatz zu Städten wie Johannesburg, wo es niemanden zu geben scheint, der noch nicht Opfer einer Straftat wurde. &lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Aber die Perzeption alleine genügt natürlich, um die&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Menschen in den Häusern zu halten. Ein Geschäftspartner sagt mir, es sei schwierig, einen „Internationalen“ zu finden, der bereit ist, in Lagos für weniger als 100.000 Euro zu arbeiten, wohlgemerkt netto und nach Abzug aller Ausgaben vor Ort, inklusive Unterkunft, Hauspersonal, Dienstwagen, allerlei Clubmitgliedschaften sowie ordentlicher Spesenpauschale. Drei Jahre Lagos und dann das eigene Haus anzahlen, so die Faustformel. Und doch finden sich interessanterweise gar nicht so wenige Leute, die auf Dauer hier bleiben. Die jahrelang werktags nur zwischen Büro, Tennisplatz und Compound zirkulieren, wochenends segeln oder golfen gehen und einmal im Jahr nach Hause fliegen. Sogar deutsches Fernsehen kann man irgendwie empfangen. &lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Doch die Ausländer sind nicht die einzigen, die in Lagos richtig viel Geld an den Start schicken. Das ist vielleicht das bemerkenswerteste im Vergleich zu anderen afrikanischen Städten: die Vielzahl sehr gut situierter Einheimischer, die sich ebenso von der Realität abkoppeln wie die Expatriates. Einer dieser Geschäftsleute spricht mich morgens auf der Straße vor dem Hotelkomplex an, nachdem er gesehen hat, wie ich mir bei einem Stand ein Brot und eine Flasche Wasser gekauft habe. Er fragt: nur so aus Neugier, warum sind Sie darauf angewiesen, Ihr Brot auf der Straße zu kaufen? Als ich antworte, dass ich morgens nicht so viel esse, dass es sich lohnen würde, für 25 Dollar das Hotelbuffet zu buchen, macht er allen Ernstes ein betretenes Gesicht und sagt: oh, I see – very sorry for you. &lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das ganze Prinzip Lagos scheint daraus ausgelegt zu sein, dass die Menschen in den Compounds und Hotelkomplexen nie das normale Stadtgebiet betreten. Jedenfalls gibt es selbst in den besseren Gegenden von Lagos fast keine Bürgersteige, auf denen man sie durchqueren könnte. Gibt es doch mal welche, zeichnen sie sich durch äußerst hohe Bordsteinkanten aus, damit die zigtausenden Mopedfahrer nicht auf die Idee kommen, mal locker über den Bürgersteig abzukürzen (was sie allerdings trotzdem tun). Die positive Kehrseite dieser Tatsache ist, dass man abgesehen von Ruß und Staub weitgehend unbehelligt durch die Straßen laufen kann, weil sich die Bettler, Händler und Kleinkriminelle völlig auf die im Stau stehenden Autofahrer konzentrieren. Insofern ist das Laufen durch Lagos in der Praxis wesentlich angenehmer als das Laufen durch die meisten anderen afrikanischen Städte – bis auf das latente Gefühl, dass man etwas tut, was man nicht tun sollte. &lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wenn aber das Ankommen in Lagos in der Regel ein Unglück ist und das Dasein in Lagos eine Zumutung, so ist die Abreise aus Lagos überhaupt erst die eigentliche Herausforderung. Da alle internationalen Flüge in den Nachtstunden abheben, wird der Abreisende etwas verwundert von seiner Fluglinie erfahren, dass die Check-in-Schalter schon um 21.00 schließen. Hintergrund dieser natürlich falschen Information ist, dass niemand auf die Idee kommen soll, sich erst kurz vor dem Flug auf den Weg zu machen. Die 30 Kilometer aus den besseren Gegenden von Lagos bis zum Flughafen können nämlich je nach Verkehrslage bis zu zwei Stunden dauern, an guten Tagen jedoch nur 40 Minuten. Ist der Abreisende dann entweder viel zu früh oder total gestresst am Flughafen angekommen, wird er feststellen, dass vor der Erlaubnis zur Ausreise eine Vielzahl von Formularen, Kofferdurchsuchungen und Demütigungen (sind das Ihre Socken?) steht. Besonderer Augenmerk liegt dabei auf der Frage, ob der Ausreisende nicht etwa verbotenerweise Lokalwährung oder antike Fundstücke außer Landes bringen möchte – beides ist bekanntlich im Ausland äußerst gefragt.&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Hat der Ausreisende diese Hürden überwunden, steht ihm die eigentliche Prüfung jedoch erst noch bevor. In der sogenannten Business Class Lounge seiner Fluglinie wird er sich gedanklich auf die Heimreise einstellen können – gemeinsam mit seinen zahlreichen Mitreisenden, die das Ende der Zumutung Lagos mit den bereitgestellten Wodka- und Whiskeyflaschen im Selbstausschank begießen. Gegen 22 Uhr fangen die ersten an, das Personal anzupöbeln. Gegen 23 Uhr lädt die Fluglinie zum Boarding ein. Einige Passagiere sind so betrunken, dass man sie in anderen Gefilden wohl eher nicht an Bord gelassen hätte – aber in Lagos möchte man niemanden zurücklassen, daher zeigt die Crew ungewohnten Langmut. Gegen Mitternacht setzt sich der Flieger in Bewegung. Einige singen noch, andere haben schon Leberkrämpfe. Zum Glück haben alle Härten irgendwann ein Ende.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-8342923844067540969?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/8342923844067540969/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=8342923844067540969' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8342923844067540969'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8342923844067540969'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/11/lagos-oder-der-unglcklichste-ankommende.html' title='Lagos oder der unglücklichste Ankommende'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RzQPh3vJ7SI/AAAAAAAAAC4/eqslmQrOFv4/s72-c/DSC00608.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-664999030085661017</id><published>2007-11-05T11:50:00.000+01:00</published><updated>2007-11-05T11:57:26.738+01:00</updated><title type='text'>Ambrosi (Krakau - Georgien)</title><content type='html'>&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;  &lt;p  class="MsoBodyText" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ambrosi kocht seine Frühstückseier in der Zeit zwischen spätem Morgen und frühem Nachmittag, meist sind es zwei oder drei, in einem kleinen Edelstahltopf. Wenn sie fertig sind, trägt er sie in dem Topf aus der Küche in sein Zimmer. Dabei klackern die Eier aneinander und an die Topfwand. Ambrosi strahlt eine Art konsequenter, jedoch nicht gewollter Einsamkeit aus, dass ich es kaum über mich bringe, ihn anzusprechen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoBodyText" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Im Englischen verwechselt er &lt;i style=""&gt;yesterday&lt;/i&gt; mit &lt;i style=""&gt;tomorrow&lt;/i&gt;. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoBodyText" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;i style=""&gt;Do you will go to cinema yesterday?&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoBodyText" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Und so kommt jede Begegnung, schon als Möglichkeit, immer zu spät. Die Gegenwart wird übersprungen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoBodyText" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;i style=""&gt;Do you was in town tomorrow&lt;/i&gt;?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p  class="MsoBodyText" style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Manchmal sitzen wir alle bei Wodka zusammen. Dann löst und lähmt uns Zubrówka die Zunge (ja, gleichzeitig). Unser Sprechen fällt durcheinander; auf dem Wellenkamm der Sätze schwimmt (wie Gischt), Sehnsucht. Alles scheint möglich (aber nur in einem extra Raum im Raum, in einem Jokerraum, an den man zufällig zur richtigen Zeit aus Versehen mit dem Kopf stößt, dann öffnet er sich). Gleichzeitig ein loses Schnattern, ein Einsammeln von Zeitvertreib und oft versteht man auch schon rein akustisch nicht, worum es überhaupt geht, aber das macht gerade deshalb nichts. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;span style=";font-family:georgia;font-size:100%;"  &gt;Seine Weisheit könne man nicht in eine andere Sprache übersetzen, hat Mirek gesagt. Und ich hab ihn dann nachts halb vier noch angerufen, um ihm zu sagen, dass wir ja &lt;i style=""&gt;alle&lt;/i&gt; allein sind jetzt, in unseren jeweiligen Räumen.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-664999030085661017?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/664999030085661017/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=664999030085661017' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/664999030085661017'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/664999030085661017'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/11/ambrosi-krakau-georgien.html' title='Ambrosi (Krakau - Georgien)'/><author><name>Katja Thomas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10162214900135799305</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SDyvWQFJgGI/AAAAAAAAAAg/XiH5OBB34Qg/S220/Bild071.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-4173595535807985864</id><published>2007-10-25T21:57:00.000+02:00</published><updated>2007-12-06T23:58:44.736+01:00</updated><title type='text'>Domwe</title><content type='html'>Licht-Brösel&lt;br /&gt;ins Wasser gestreut, das fasernde Seegras&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ein reihergleicher Vogel (barockschön)&lt;br /&gt;bethront eine Boje&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;jetzt plustert sich der Wasser-&lt;br /&gt;Rand, Kopf eines klumpigen Tieres&lt;br /&gt;(der durchaus auch schön ist)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trübung der Wasserfarben, des ausgewundeten Auges?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;eine Welle fällt vom Ufer und zurück&lt;br /&gt;Fisch-Splitter, deine ziselierte, sich verlierende Spur&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-4173595535807985864?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/4173595535807985864/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=4173595535807985864' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4173595535807985864'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4173595535807985864'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/10/mbenji.html' title='Domwe'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-247527264220086768</id><published>2007-10-24T12:26:00.001+02:00</published><updated>2008-06-09T08:24:49.726+02:00</updated><title type='text'>Tote Blätter &amp; Prückelstrafe</title><content type='html'>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;M. und ich sitzen in der Sehnsuchtsmaschine Auto, ein Begriff, den wir auf der Autobahnraststätte Mondsee für uns geprägt haben, bei der ersten Melange nach Überschreiten der österreichischen Grenze. Der vernebelte Mondsee hat uns melancholisch gestimmt, die Verbesserung von Mitteleuropa scheint unmöglich. Wir befahren den Höhepunkt jeder Reise nach Wien, das heruntergekommene Stück  Westautobahn mitten im Wienerwald, zwischen Pressbaum und der Hauptstadt. Platzregen setzt ein. Wir hören Yves Montand, Les feuilles mortes, auf Kassette, eine Live-Aufnahme, volle Lautstärke. Die Weltbühnenarbeiter schieben prächtige Herbstkulissen an uns vorbei und werden verlässlich dafür sorgen, dass all die gelben und roten und braunen Blätter an den Bäumen bald tot sein werden. Bitte noch einmal, noch einmal, kreischt M., als der tosende Applaus abklingt, und spult zurück zu der Stelle, wo eine männliche Stimme aus dem Publikum das soeben gehörte Lied einfordert, und Yves Montand sagt trocken: Ja. Platzregen setzt aus. Runterschalten, vierter Gang. Die Autobahn mündet im Stadtverkehr, ohne Abfahrt. Abbremsen, dritter Gang. Dann die erste Ampel seit vielen Stunden, rot. Die Sehnsuchtsmaschine bleibt stehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag genieße ich die lang ersehnte Café Prückelstrafe. Wo in der Welt könnte man schöner schlecht behandelt werden als in einem Wiener Kaffeehaus?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-247527264220086768?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/247527264220086768/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=247527264220086768' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/247527264220086768'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/247527264220086768'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/10/tote-bltter-prckelstrafe.html' title='Tote Blätter &amp; Prückelstrafe'/><author><name>Gregor G</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07201320866958591809</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-3081676163100853607</id><published>2007-10-17T22:44:00.001+02:00</published><updated>2007-10-26T17:21:17.933+02:00</updated><title type='text'>Marfa</title><content type='html'>wie sie über der Hüfte ihr Rock-Tuch festzurrt&lt;br /&gt;zieht zu enger werdenden Kreisen&lt;br /&gt;sich, eine Winde, schräg in die Luft stellt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;wie sie so zum Stehen kommt, ragt ihr Gesicht&lt;br /&gt;in die Grenze zwischen zwei Ton-Feldern&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;sie hält dort lange still : nichts an ihr flirrt&lt;br /&gt;(wie Narzissen flirren)&lt;br /&gt;kurz aber leuchtet sie auf&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;hält dann die Hand ihrem Mund an&lt;br /&gt;geschnittenes Blatt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;                                         unverbundene Ränder&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-3081676163100853607?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/3081676163100853607/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=3081676163100853607' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3081676163100853607'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3081676163100853607'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/10/marfa.html' title='Marfa'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-3887603006916363872</id><published>2007-10-17T17:27:00.000+02:00</published><updated>2007-10-25T23:53:09.219+02:00</updated><title type='text'>Paje</title><content type='html'>durchs Strandbild läuft gerade eine Bordüre&lt;br /&gt;kopflose, ineinander verzerrte Rinder&lt;br /&gt;scheren die eben noch auswachsende Weißweide&lt;br /&gt;den eben noch Blauanstrich :&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;er verweigert sich zunehmend den Blicken&lt;br /&gt;lagert sich möglicherweise ein in den Rändern&lt;br /&gt;(ist möglicherweise im Begriff dies zu tun)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;die Touristen hängen den Rindern an&lt;br /&gt;wie &lt;em&gt;und nicht nur wie&lt;/em&gt; einer Erscheinung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;wahrscheinlich lichtete sich jetzt, lägen nicht Dhaus&lt;br /&gt;im (wäre es) Wasser, etwas Geheimnisloses&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(wie Schnee-Sporn)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-3887603006916363872?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/3887603006916363872/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=3887603006916363872' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3887603006916363872'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3887603006916363872'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/10/paje_17.html' title='Paje'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-1649003320751850449</id><published>2007-10-15T16:17:00.001+02:00</published><updated>2008-07-25T19:00:19.894+02:00</updated><title type='text'>Lagos, immer wieder Lagos</title><content type='html'>Seitdem ich beruflich nach Lagos reise, sagt die Wettervorhersage immer dasselbe:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RxOE8nSRh9I/AAAAAAAAACg/lRc4xtYecbc/s1600-h/lagos+wetter.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RxOE8nSRh9I/AAAAAAAAACg/lRc4xtYecbc/s320/lagos+wetter.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5121583378123032530" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Geändert haben sich dagegen die Einreisebestimmungen. Um den großen Massen Herr zu werden, die in Nigeria Urlaub machen oder in die sozialen Sicherungssysteme einwandern möchten, hat der Staat ein zentralisiertes Online-Visumsantragssystem eingerichtet. Dieses System eignet sich zwar sehr gut zur Belastung der eigenen Kreditkarte, deutlich weniger gut aber für den Erhalt eines Visums. Daher sind nun in meiner Firma drei Mitarbeiter einen halben Tag lang damit befasst, die technischen Voraussetzungen zu erfüllen, um den Antrag gegen den erbitterten Widerstand des Systems abzuschicken. Ebensoviele Leute sind wiederum in der Botschaft der Bundesrepublik Nigeria damit befasst, die Angaben des ausgedruckten Online-Antragsformulars in das alte Offline-Formular zu übertragen, damit er bearbeitet werden kann. Und wiederum drei Leute sind im Flughafen Lagos damit ausgelastet, meinen Reisepass bzw. den darin enthaltenen Visumsaufkleber zu analysieren und abzustempeln.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-1649003320751850449?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/1649003320751850449/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=1649003320751850449' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/1649003320751850449'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/1649003320751850449'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/10/lagos-immer-wieder-lagos.html' title='Lagos, immer wieder Lagos'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RxOE8nSRh9I/AAAAAAAAACg/lRc4xtYecbc/s72-c/lagos+wetter.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-5176907223448335550</id><published>2007-10-15T13:58:00.000+02:00</published><updated>2007-11-05T11:50:15.151+01:00</updated><title type='text'>Halny (Krakau)</title><content type='html'>&lt;i style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/i&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; Auf dem Parkett liegt ein eingetrocknetes Blatt, von dem ich erst dachte, es sei eine winzige Kröte. Seine Ränder sind nach innen gewölbt, als habe es sich zusammenziehen wollen, um sich auf diese Weise fortzubewegen und sei dann in dieser Bewegung erstarrt. Eine eigenartige Form herbstlicher Schwüle liegt im Zimmer. Die Bäume draußen biegen sich unter starkem Wind, den man kaum hört.  &lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;Ich wechsle meine Bettbezüge und sehe, dass ich die ganze Zeit auf einem Tigerkopfkissen geschlafen habe. Der Tigerkopf, grob gedruckt in braun-weiß, befindet sich nicht auf dem Kissenbezug, sondern auf dem Kissen selbst. Im Hintergrund des Tigerkopfes riesige Palmen, Farne und die Andeutung eines weiteren Tigers. Darauf habe ich geschlafen. Leicht und weiß kreisen ein zwei Gedanken immer wieder um meine Stirn, wie Fliegen. &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;Es sind Fliegen. &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;Draußen durchziehen Magnetfelder die Luft, einander anziehende, einander abstoßende. Der Wind hat genau dieselbe Temperatur wie seine Umgebung. Meine Haut, unter dünner Kleidung, ist elektrisch aufgeladen. Halny. Fallwind von der Tatra. Macht alle verrückt, ohne dass sie es bemerken. Es sind Haarrisse von Verrücktheit, die sich durchs Hirn ziehen. &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;Die Frau, die das Holz stapelt, drüben am Pferdehof, ich sehe sie zum ersten Mal. An der Längsseite des Stalls stapelt sie kleingeschlagenes Holz. Sie läuft in kleinen, schnellen Schritten hin und her zwischen einem großen Haufen Holz und dem Stall. Ihre Kittelschürze, ihr großer Pullover und ihr lose hochgestecktes Haar wehen im Wind. Sie ist alt. Sie singt und spricht vor sich her, und das wird alles vom Wind sofort weggenommen.&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;Halny ist aufsässig. Aber nichts geht an ihn verloren. Dadurch ist die Luft so dicht. Das Licht ist weich und trüb in den Wind integriert. &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;Von allen Richtungen fliegen Blätter auf mich zu. Sie bleiben um mich herum liegen, auch auf mir; an meinem Pullover kleben schon vier. Sie sind klein und trocken; sobald ich sie anfasse, fallen sie auseinander. &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;Die alte Frau hat immer nur einen Holzscheit in die Hand genommen. Sie ging mit dem Holzscheit zur Wand. Das Holz war schon hoch aufgestapelt. Ein Fenster des Stalls war bereits zur Hälfte dahinter verschwunden. Sie musste sich recken, um den Scheit oben auf legen zu können. &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;Sie erzählte mir etwas, über den Zaun hinweg, als ich vorbeiging, auf dem Weg zum Park. Ich verstand ja nichts. Ich sagte &lt;i style=""&gt;tak&lt;/i&gt; &lt;i style=""&gt;tak&lt;/i&gt; und sie lächelte mir freundlich zu, erzählte weiter, sang, nahm den nächsten Scheit. &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;Das Tigerkopfkissen liegt jetzt im Schrank unter den Handtüchern.&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;Halny dauert meist nur einen Tag, selten zwei.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-5176907223448335550?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/5176907223448335550/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=5176907223448335550' title='2 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5176907223448335550'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/5176907223448335550'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/10/krakauer-miniaturen-ii-halny-auf-dem.html' title='Halny (Krakau)'/><author><name>Katja Thomas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10162214900135799305</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SDyvWQFJgGI/AAAAAAAAAAg/XiH5OBB34Qg/S220/Bild071.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-7624108817620601515</id><published>2007-10-15T13:54:00.000+02:00</published><updated>2007-11-05T11:57:52.228+01:00</updated><title type='text'>Transliteration (Krakau - Ukraine)</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;/i&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;"&gt;In kyrillischen Schriftzeichen hinterließ L., die ukrainische Übersetzerin, hoch und biegsam, eine Nachricht auf einem Zettel, an die Spüle gelehnt, mit zwei Ausrufungs­zeichen. Keiner transliterierte diese Nachricht. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;"&gt;Manchmal, wenn L. in Musik gekleidet am Abend in der Küche steht, sehr dünne, feste Zigaretten raucht, Marke &lt;i style=""&gt;Iris&lt;/i&gt;, und ihre enge helle Kleidung trägt, ist sie schön, geheimnisvoll und jung. Dann unterhält sie sich in ukrainisch mit Tania und Andrej, sie läuft umher, holt aus dem Schrank ukrainischen Schnaps, schüttet ihn in einen Topf und zündet ihn an. Beim Reden lacht sie hin und wieder, aus dem Schnapstopf flammt es blau und gelb. Der ukrainische Wodka ist ausgetrunken. Mirek hatte ihn mit Wasser abgelöscht. Der georgische Wodka von Ambrosi ist auch nicht schlecht. &lt;i style=""&gt;Dog in the fog&lt;/i&gt; ist süßes trübes Kopfschmerzbier. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;"&gt;Manchmal, wenn L. in ihrem Jogginganzug am Tag in die düstere Küche tritt, um sich einen Tee zu machen, ist sie ein alter, ausgedünnter Geist, der seine Energie in einer Hand zu tragen scheint wie eine Waffe, die gerade nicht benutzt wird, aber jederzeit einsatzbereit ist. Ihre Arme hängen herab, nur ihre Augen bewegen sich, wie die einer Eule, in den Höhlen hin und her. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;"&gt;Faltenlose, weiße L.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-7624108817620601515?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/7624108817620601515/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=7624108817620601515' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7624108817620601515'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7624108817620601515'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/10/krakauer-miniaturen-i-transliteration.html' title='Transliteration (Krakau - Ukraine)'/><author><name>Katja Thomas</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10162214900135799305</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_Ef8VXuZkTdY/SDyvWQFJgGI/AAAAAAAAAAg/XiH5OBB34Qg/S220/Bild071.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-7366864299033869231</id><published>2007-10-10T08:20:00.000+02:00</published><updated>2007-10-25T23:53:41.091+02:00</updated><title type='text'>Nkhata Bay</title><content type='html'>Rinden-Striche in Kies, Naht&lt;br /&gt;tiefe Blattkurven, -Narben&lt;br /&gt;Gewölbe eines Bootes&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;die schale Farbschicht&lt;br /&gt;wirft Schrift-Risse&lt;br /&gt;anbei befaulte Palmbank&lt;br /&gt;Absteg zum See&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;der Nacht-Flucht der Mango&lt;br /&gt;reift (unbestimmtes) Licht nach&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-7366864299033869231?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/7366864299033869231/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=7366864299033869231' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7366864299033869231'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7366864299033869231'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/10/nkhata-bay.html' title='Nkhata Bay'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-7277681350285331932</id><published>2007-10-10T08:08:00.000+02:00</published><updated>2007-10-25T23:53:58.510+02:00</updated><title type='text'>Cape McLear</title><content type='html'>die ebenmäßigen Fische&lt;br /&gt;werfen jetzt kleinere Scharten&lt;br /&gt;ins Schilf-Licht, fast nichts&lt;br /&gt;übersehbare Echsen divers&lt;br /&gt;in Holz skizziert :&lt;br /&gt;unberingte, unberindete Masken&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;die Zeichnung des Nachtwächters&lt;br /&gt;kippt aus dem Rahmen, stutzt&lt;br /&gt;surrt, ein vielleicht Generator, moskitohaft an&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-7277681350285331932?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/7277681350285331932/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=7277681350285331932' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7277681350285331932'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/7277681350285331932'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/10/cape-mclear.html' title='Cape McLear'/><author><name>Anke Bastrop</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02121093280673384899</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-4684865403217022311</id><published>2007-09-30T18:10:00.000+02:00</published><updated>2007-09-30T19:32:56.139+02:00</updated><title type='text'>Fünf Anfangssätze für fünf Romane über Island</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;1 Herr Island trat aus seinem Haus in seinen Gemüsegarten, der Himmel war wie jeden Morgen auch heute da, und die Tomaten schienen über Nacht an Röte und Größe gewonnen zu haben, so dass Herr Island den Entschluss fasste: es reicht, es reicht jetzt wirklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2 Ich kann nicht mehr rekonstruieren, wer zuerst auf die  Idee    kam, wahrscheinlich war es Zinke, es könnte aber auch Manuel gewesen sein - Manuels kreative Energien hatten meistens mit dem Verschwinden der Dinge zu tun -, doch heute, am 29. September 2007, und hier, auf einer verstaubten  Straße im Süden von Peru, auf der Flucht vor der internationalen Justiz,   scheint es mir   wichtiger denn je, mich an den Tag zu erinnern, an dem wir geschworen hatten&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;, Island zu sprengen und für immer zu versenken.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3 Eine Woche nach der Geburt seines Sohnes, wachte Michael aus unruhigen Träumen auf, küßte seine schlafende, schöne Frau auf die Schläfe, schrieb auf ein Post-It, "Fänd ich wirklich besser, wenn wir ihn Leo genannt hätten", und bestieg das erste Flugzeug, das noch freie Plätze hatte, eine Maschine der Icelandair.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4 Ich habe mir zur Lebensaufgabe gemacht, isländische Flora und Fauna auf den Stand vom Erzgebirge zu bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5 Wir prügelten uns jeden Donnerstag Abend ab sieben Uhr auf dem Parkplatz vor dem Hagkaup, die Mädchen mussten immer das meiste einstecken, wurden aber besser mit der Zeit, wir gingen, seit wir vierzehn waren, alle zu demselben Psychiater, Professor Þórðarson, der erotische Beflügelung für Nazi-Frauen empfand und aufgrund eines seltsamen Gendefekts keinen Geruchssinn besaß, wir frühstückten nichts mit Ypsilon im Namen, und an Bjarnis achtzehntem Geburtstag liebten wir uns bisexuell zu acht, die Orgie dauerte sieben Stunden, das musste einfach raus und war uns am nächsten Tag sehr unangenehm, wir hörten Björk und schämten uns schweigend und verkatert.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-4684865403217022311?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/4684865403217022311/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=4684865403217022311' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4684865403217022311'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4684865403217022311'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/09/sechs-anfangsstze-eines-romans-ber.html' title='Fünf Anfangssätze für fünf Romane über Island'/><author><name>s|s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08266653243481591626</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://randnotizen.steirischerherbst.at/wp-content/uploads/2007/06/tel-aviv3.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-3835437114454614005</id><published>2007-09-26T11:53:00.000+02:00</published><updated>2007-09-26T11:54:42.222+02:00</updated><title type='text'>Auf nach Bremen.</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RvosP8NuV2I/AAAAAAAAAKI/3F46j720C00/s1600-h/CIMG0448.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RvosP8NuV2I/AAAAAAAAAKI/3F46j720C00/s400/CIMG0448.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5114448979205969762" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weltwohnen in Bremen.&lt;br /&gt;Lesung im Rahmen des Netzschreiber-Stipendiums.&lt;br /&gt;Donnerstag, den 27. September, 20 Uhr&lt;br /&gt;Stadtbibliothek Bremen&lt;br /&gt;Am Wall 201&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Eintritt ist frei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Informationen hier:&lt;br /&gt;http://www.literaturhaus-bremen.de/site/home.html&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-3835437114454614005?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/3835437114454614005/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=3835437114454614005' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3835437114454614005'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3835437114454614005'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/09/auf-nach-bremen.html' title='Auf nach Bremen.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RvosP8NuV2I/AAAAAAAAAKI/3F46j720C00/s72-c/CIMG0448.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-350381746205944869</id><published>2007-09-23T18:32:00.001+02:00</published><updated>2007-09-23T19:29:28.981+02:00</updated><title type='text'>Zlarin</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_6oZANvaIQMY/RvaVto3ZeuI/AAAAAAAAACI/PW4iM-NmGjQ/s1600-h/Bild094.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_6oZANvaIQMY/RvaVto3ZeuI/AAAAAAAAACI/PW4iM-NmGjQ/s320/Bild094.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5113439038222203618" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Garamond;"&gt;„&lt;/span&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Das“, sagt Ante und zeigt auf eine Fotografie an der Wand, die wirkt, als haette jemand den kleinen Hafen bei einer Antikbootmesse geknipst, „ist Zlarin vor hundert Jahren.“ Ich ueberlege, ob ich ihn bitten soll, mit mir vor die Tuer zu treten, zu eben jener Stelle, wo vor hundert Jahren jemand seinen Hafen verewigte. Dort koennten wir gemeinsam auf den Ausloeser meiner Handykamera druecken und das Foto anschließend neben seinen alten Zwillingsbruder halten. Ante legt den Kopf schief und grinst abwechselnd mich und die Fotografie an, als haette er uns bei einer Verschwoerung ertappt. Die Kirchenglocke mischt sich in mein stummes Selbstgespraech ein: Jemand scheint mit einem Holzloeffel und einem Blech die volle Stunde in die Bucht hinunter zu schlagen. Mit jeden Schlag halte ich es fuer moeglicher, eine unabsichtliche Zeitreise unternommen zu haben. Ante und seine Frau Karmela, faellt mir jetzt auf, sind, von zwei doesenden Katzen einmal abgesehen, die einzigen Lebewesen, die mir hier bislang begegnet sind. Ungeruehrt geht Ante mit meinem Reisepass und einem dicken Gaestebuch ins Wohnzimmer, laesst sich in ein Sofa fallen und schlaegt mit der rechten Hand auf die leere Sitzflaeche neben ihm. „Deutsch“, murmelt er und betrachtet das rote Buechlein, „viele Gaeste. Italien. Frankreich.“ Ich nicke und betrachte die dunkle Schrankwand samt dazugehoeriger Porzellanfiguren, die eindeutig einem anderen Jahrhundert als die Fotografie entstammen. Beim lauten Lesen meines Nachnamens zieht Ante interessiert die Augenbrauen in die Hoehe. „Aus Polen, richtig“, bekraeftige ich und sehe zu, wie eine fremde Handschrift meinen Namen schreibt. Feierlich, als wuerde er mir sein Familienalbum zeigen, schlaegt Ante das Buch zurueck, tippt mit dem Finger auf die Namen anderer deutscher Besucher und erzaehlt bruchstueckhafte Anekdoten. Dr. Breuninger scheint ein Mann mit kugelfoermigen Ausmaßen gewesen zu sein, der am liebsten im Wasser lag, seine Ulla hingegen eine wellengleiche Frau, die sich vor allem für Olivenbaeume und Granataepfel begeisterte. Ante lacht in sich hinein, als koennte er noch ganz andere Geschichten erzaehlen. Ich bemerke die Weintrauben auf dem Tisch und frage, ob es seine seien. Ploetzlich strahlt sein Gesicht; er springt auf, laeuft zur Tuer hinaus und kommt mit einer Weinflasche und zwei Glaesern zurueck. Ich traue mich nicht, das Angebot abzulehnen, obwohl die Nachmittagssonne und mein leerer Magen aehnliches erwarten. Erwartungsvoll schaut Ante mich an. Ich nippe, laechle, sage „sehr gut“ und rechne mir ebenso gute Chancen aus, in sein Buch als guten Geschmack einzugehen. Mit ausladenden Handbewegungen und wenigen Worten beschreibt er mir den Stolz des eigenen Weinanbaus, ruft ploetzlich: „Sarah“ und „njemacka“, lacht, als haette das eine mit dem anderen nicht das geringste zu tun. Ich werde muede von so viel Enthusiasmus, zeige auf meinen Rucksack und auf meinen Bauch. Er schiebt mich immer noch lachend zur Tuer. Auf der Treppe nehme ich Karmela das Bettzeug ab. Sie winkt mich in mein zukuenftiges Schlafzimmer, oeffnet die Fensterlaeden und drueckt meinen Oberkoerper hinaus. Die Sonne haengt wie ein matter Scheinwerfer zwischen den Huegeln und erzeugt lange Schatten. Ein Kutter gleitet durch tuerkise und blaue Flecken in den Hafen. Das Foto koennte auch von hier geschossen worden sein. Am Kai steht ein Hund und schuettelt sich, bevor er zu seinem Herrchen aufs Boot springt. Karmela klopft mir auf die Schulter und geht nach unten.&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="margin-right: 4cm; text-align: justify; line-height: 150%;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-right: 4cm; text-align: justify; line-height: 150%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Garamond;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-350381746205944869?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/350381746205944869/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=350381746205944869' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/350381746205944869'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/350381746205944869'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/09/zlarin.html' title='Zlarin'/><author><name>Sarah Iwanowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15767909527109684425</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://bp0.blogger.com/_6oZANvaIQMY/RoleuJTtrLI/AAAAAAAAABE/CNWE3mg1KkU/s320/P1000748.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_6oZANvaIQMY/RvaVto3ZeuI/AAAAAAAAACI/PW4iM-NmGjQ/s72-c/Bild094.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-6957356636326117291</id><published>2007-08-13T18:06:00.000+02:00</published><updated>2007-08-13T18:09:21.768+02:00</updated><title type='text'>Flugangst und Kontrastprogramm.</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RsCB0xpKS6I/AAAAAAAAAJY/CIMt-iC7bbA/s1600-h/Paris.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RsCB0xpKS6I/AAAAAAAAAJY/CIMt-iC7bbA/s400/Paris.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5098217521862560674" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Frankfurt – Paris in vier Stunden, der ICE beschleunigt kurz hinter Saarbrücken. Dreihundert Stundenkilometer kann ich irgendwann nicht mehr scharf stellen, hinter dem Zugfenster fädeln sich Blätter, Grashalme und Kieselsteine aneinander, sauber gezogen wie mit dem Lineal. Nur am Horizont erkenne ich Höfe, Baumgruppen, am Himmel versucht Air France vergeblich, uns zu überholen. Einen Meter unter meinem Sitz vibrieren die Räder über neu verlegte Schienen, ich ermutige meinen Sitznachbarn: „Wenn wir jeder einen Arm aus dem Fenster halten, du links und ich rechts, heben wir ab.“ Mein Sitznachbar ist ein achtjähriger Junge, der keine Platzreservierung hatte. Die ist auf der Strecke Frankfurt-Paris Pflicht. Er wurde vom Schaffner getadelt und zur Nachzahlung von fünfzehn Euro aufgefordert. Kurz darauf weinte der Junge still und gedemütigt, jetzt kann er wieder lächeln. Er sieht aus dem Fenster, schaut dann auf meinen Arm. Er lächelt mich aus. Kurz hinter Bondy bremst der Zug uns tief in die Sitze, ich sehe aus dem Fenster und weiß sofort: Steinhäuser mit Pariser Balkonen vor ihren lang gezogenen Fenstern sind nicht beeindruckt von der weißen Schlange, die jetzt durch den Ort zischt. Langsam rollen wir ein, Paris Ostbahnhof, 14:11. Ein amerikanischer Tourist zündet sich gleich am Bahnsteig eine Zigarette an und wird vom Schaffner zurechtgewiesen. Als Texaner verstehe ich kein Französisch, sage laut Sorry und ziehe meine Zunge beim R übertrieben weit in den Rachen. Der Schaffner winkt ab, ich folge den Hinweisschildern: Metro. &lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RsCBxhpKS5I/AAAAAAAAAJQ/mn61cNj7Yg0/s1600-h/UBahn.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RsCBxhpKS5I/AAAAAAAAAJQ/mn61cNj7Yg0/s400/UBahn.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5098217466027985810" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Linie 4 soll mich bis Montparnasse bringen, dort will ich umsteigen, kurz vor der Haltestelle Cité stoppt die Bahn plötzlich. Eine Einsatzgruppe der Polizei verbiete die Weiterfahrt, man habe die Station Cité gesperrt, informiert uns eine merkwürdig feierliche Stimme aus unsichtbaren Lautsprechern. Mein Gegenüber, ein dunkelhäutiger Mann mit weiten Hosen und IPod-Kopfhörern, die in der Innentasche seiner Jeansjacke verschwinden, schwitzt augenblicklich seine Angst zum Ausdruck. Mit der Handfläche fächelt er sich Luft zu, die schon nach einer Warteminute so dünn ist, dass ich überlege, ob ich im Notfall zwischen Waggon und Wand des U-Bahnschachts passe. Zwei Kleinkinder haben auf genau diesen Moment gewartet und weinen begeistert durch den Fahrgastinnenraum. Wir sitzen gute zwanzig Minuten. Dabei kommen wir uns näher, wenn näher kommen bedeutet, dass man sich riechen lernt. Ich rieche Christen, Buddhisten, Islamisten, ich rieche Dutzende Nationen und die jeweilige Art, mit einer Stresssituation umzugehen. Als ich mich meiner Verantwortung nicht mehr entziehen und eine Zugrevolte anführen will, fährt die U-Bahn wieder an. Sofort ist die Luft besser, ich schließe die Augen. Am Bahnhof Montparnasse weiß ich dann wieder, warum ich gegen Beton bin. Dunkelgraue Deckenplatten hängen tief über unseren Köpfen, ein paar Tauben kunstfliegen zwischen den Umsteigern hindurch. Ich überlege, wem ich mich erklären könnte und verpasse beim Suchen beinahe den Anschluss, 16:34 nach Lorient. Wagen 11, Erste Klasse, ich hechte in die Tür, die sich gleich darauf zischend schließt. Im französischen TGV bedeutet Erste Klasse ein höchstens menschenwürdiges Maß an Beinfreiheit, der Aufpreis beträgt zehn Euro. Die Sitze des TGV aus Plastik, sie lassen sich nicht zurückstellen und sind in der Zweiten Klasse so eng aneinander geschraubt, dass man sich wünscht, im Flugzeug zu sitzen. In der Ersten Klasse ist heute jeder Platz belegt, die Fahrgäste verflüstern einander die Zeit, wenn ein Handy klingelt, steht der Angerufene auf und geht aus dem Waggon. Ich lege meinen Kopf an die Scheibe und will einschlafen, sofort kommt der Schaffner. Kurz darauf erinnert mich meine Blase, warum man auf Reisen keinen Kaffee trinken sollte. &lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RsCBthpKS4I/AAAAAAAAAJI/P52lPCsHfSs/s1600-h/Toilette.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RsCBthpKS4I/AAAAAAAAAJI/P52lPCsHfSs/s400/Toilette.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5098217397308509058" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Toilette des TGV ist so klein, dass ich mich um die Tür herumwinden muss, aus dem Gleichgewicht gerate und mich am Waschbecken festhalte, um nicht zu stürzen. Im Spiegel kann ich mir bei diesen ungelenken Bewegungen zusehen und mich lächerlich finden. Bevor ich erledige, wozu ich gekommen bin, muss ich Notizen machen. „Ein bis zwei Quadratmeter, Dixieklogeruch, bräunlich verfärbte Brille, Kaugummis auf dem Fußboden, kein Witz: Die Erste Klasse Toilette des TGV.“ Ob man das als Tourist charmant nennen darf? Um halb Neun erreichen wir Lorient, auf den Straßen betrinken die Kelten einen historischen Feiertag, der Rock für den Mann ist hier Testosteronzeugnis. Wo ich auch hinsehe: stark behaarte Waden. Später in Larmor Plage zaubert die untergegangene Sonne ein zartes Rosa an den Abendhimmel, die Assiette de Mer ist vorzüglich. Kontrast ist etwas, das ich mir lobe.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RsCBoxpKS3I/AAAAAAAAAJA/hQtFyCnKbds/s1600-h/Larmor+plage.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RsCBoxpKS3I/AAAAAAAAAJA/hQtFyCnKbds/s400/Larmor+plage.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5098217315704130418" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-6957356636326117291?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/6957356636326117291/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=6957356636326117291' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6957356636326117291'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6957356636326117291'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/08/flugangst-und-kontrastprogramm.html' title='Flugangst und Kontrastprogramm.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RsCB0xpKS6I/AAAAAAAAAJY/CIMt-iC7bbA/s72-c/Paris.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-8251111765884899606</id><published>2007-07-17T12:58:00.000+02:00</published><updated>2007-07-17T13:05:42.122+02:00</updated><title type='text'>knapp elf jahre her</title><content type='html'>Heute ist ein besonderer Tag, heute soll das Wasser kommen. Heute morgen zertritt Svensson Ameisen und Spinnen, er fegt die Schlafräume und den Hof, er trinkt den zuckersüßen Kaffee. Svensson ist dünn geworden, er hat zwei Wochen Erbrechen und Durchfall hinter sich, er hat drei Nächte neben der Toilette gelegen. Er trägt jetzt Freundschaftsbänder um die Handgelenke wie alle Europäer in der Fundacao Ajuda, für die Gesundheit, für das Glück. Um elf nehmen die beiden den Pick-Up und  fahren in die Stadt. Sie kaufen Trinkwasser, drei Sack Beton und zwei Eisenstangen für die letzten Stufen zum Wasserturm. Sie kaufen Bier und eine Flasche Champagner. Svensson und Felix arbeiten Hand in Hand, sie sägen, zimmern, nageln. Auf den Gleisen hinter der Fundacao Ajuda de Nossa Senhora sitzen die Schienenkinder mit ihren Plastiktüten und Klebstoffbüchsen, im Hof stehen die Hungrigen barfuss Schlange, es gibt Fejuada und Reis, Oi, Gringos sagen sie zu Svensson und Felix. Um halb zwölf sind die Stangen gebogen, vierzehn Metallhaken bis ganz nach oben, den letzten bringen sie gegen zwölf an. Sie überprüfen die Rohre hoch zum Reservoir, sie lassen die Pumpe Probe laufen. Dann steht der Wasserturm, sie haben zwei Monate dafür gebraucht. Der Wasserturm ist ein großes Blechfass auf vier Beinen, in Beton gegossen und neun Meter hoch. Er steht mitten in der Rua do Lixu: gegen den Dreck im Viertel, gegen die Vergiftungen, gegen die Bakterien, gegen das Sterben der Kinder. Felix ist zwei Monate jeden Tag mit dem Pick-Up in die Stadt gefahren und hat mit dem europäischen Geld Beton gekauft, Rohre, Holz, Drahtgitter. Die Leitung verläuft illegal über das Feld zwischen Rua do Lixu und Seraverde, vierhundert Meter Plastikrohre zwanzig Zentimeter unter dem Staub, von den Tagelöhnern in der Dämmerung vergraben, die staatlichen Leitungen nur inoffiziell angezapft, Santos hat die Schlüssel gegen eine freundliche Spende zur Verfügung stellen können. Die Pumpe läuft mit Diesel. Für eine geringe Gebühr, Compadres, hat Santos gesagt, würde ihm und Lula das alles gar nicht auffallen. Alle haben geholfen: David kann schweißen, Svensson kann Beton rühren, Felix kann im Gerüst hängen und die Tagelöhner dirigieren, das Buch in der Hand, "Water-Supply-Systems for Home Farming" von Williams/Steynman, Seite 27 bis 35, einfach ungefähr alles mal drei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute ist ein entscheidender Tag, heute wird Seraverde blau oder rot, heute stehen in ganz Pernambuco Wahlen an. Die Blauen und die Roten haben blaue und rote Trio Eléctricos auf die Plätze der Stadt gestellt, Sattelschlepper mit Bühnen und Boxen, durch die Straßen fahren rote und blaue Volkswagen Käfer mit Megaphonen, sie verkünden ein rotes und ein blaues Fest: heute abend Freibier und Fohor, heute abend Schnaps! Wählt die Blauen! Wählt die Roten! Auch in der Rua do Lixu wird entschieden, es gibt Schnaps und Versprechen gegen Stimmen: wählt ihr uns, meus Amigos, gibt es zwei Sack Beton pro Kopf! Der Bezirkspolizist Santos ist der Kandidat der Roten für die Rua do Lixu, der Arbeiterpartei PT, überall sieht man Bilder mit seinem Schnurrbart, an Wänden, Autos und Eselkarren. Warum ausgerechnet der Polizist?, fragt Svensson und Felix vermutet, es wird an seiner Arbeit liegen, Santos kennt jeder, alle haben ihn schon bezahlt. Gegen Nachmittag ist Santos noch einmal durch die Straße flaniert, Lula heißt Lula nach unserem nächsten Präsidenten, hat er gesagt, Lula da Silva, merkt euch diesen Namen! Der weiße Hund trägt ein rotes Halstuch. Wählst du mich, Compadre, lasse ich deine Hütte decken, Compadre, mit den guten Ziegeln! Blaue und rote Kinder spielen Krieg, ihre Väter trinken Cachaza. Wetten, Svensson?, fragt Felix, ich setze auf die Roten. Gegen Mittag schlachtet Svensson zwei Hühner, das gleichmäßige Schleudern und präzise Kopf-Ab mit dem kleinen Beil hat er von David gelernt, zur Feier des Tages gibt es Knoblauchhuhn mit Koriander und Piment. Um vier holen die Mütter die Kinder, um fünf werden die schweren Eisentore geschlossen, der Padre spricht sein Abendgebet, er öffnet eine Flasche Antarctica und verteilt die Gläser. Alle sitzen um den runden Tisch im Hof, der Padre, David, Ailton, Lucinda, Cris, Felix, Svensson, Ivan. Urinating is good for you, sagt der Padre nach dem dritten Bier. Heute ist ein besonderer Tag, heute spielt das Radio Girl from Mars, heute wehen Merengue und Fohor von den Trio Eléctricos herüber, heute klopft es mitten im Beten und Zuprosten leise an die Stahltür der Fundacao Ajuda de Nossa Senhora. David öffnet und im Staub der Rua do Lixu steht eine kleine blonde Frau mit Rucksack und ohne Schuhe. Ich bin Tuuli, sagt sie, ich bin freiwillig hier.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-8251111765884899606?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/8251111765884899606/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=8251111765884899606' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8251111765884899606'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8251111765884899606'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/07/recherche-sommer-1996.html' title='knapp elf jahre her'/><author><name>TP</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15820683564380966598</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='30' src='http://2.bp.blogspot.com/_QqwNH1MrMRw/SrD9np2VxYI/AAAAAAAAABE/KSiyHKvF61E/S220/adlerundsoehneimage.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-4952572588411900621</id><published>2007-07-05T21:28:00.000+02:00</published><updated>2007-07-05T22:05:03.477+02:00</updated><title type='text'>tel aviv</title><content type='html'>&lt;P ALIGN="JUSTIFY"&gt;befremdung durch das verhalten eines anderen menschen (eine dunkelgelockte junge frau in einem gelben trägerkleid weint kompromißlos in ihr telefon) an einem, mir bis gerade eben fremden ort (garten des cafés sonya gaetzel shapira), wo wir uns jeweils alleine und in keiner weise zueinander verhalten haben, und dann klingelt ihr telefon (eine schöne frau, die weint, auflegt und die hand über die augen legt) und ich verstehe kein wort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;andrew ist engländer, hat ein semester philosophie studiert und lebt seit drei monaten in tel aviv; er bestätigt sich das regelmäßig in seinem blog, die besucherzahlen steigen kontinuierlich, eine australische zeitung habe ihn neulich kontaktiert, ob er sich eine “richtige” (universeller code: das aufhängen der anführungsstriche mit zeige- und mittelfingern in der luft) kolumne vorstellen könne (gelacht habe er, sich aber auch geschmeichelt gefühlt). “Every morning”, sagt er, “I give myself a new task for the day - it’s like an urgent question in need for an answer - I blog the answer!” (”talk to a local about his joys and worries without mentioning your own”).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;zwei jungs kaufen in einem supermarkt eine kartoffel und eine packung strohhalme. es ist spät in der nacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;alleine reisen: eine ständige auseinandersetzung mit dem eigenen verhalten und mit dem hinterfragen des eigenen verhaltens und mit dem beobachten des hinterfragens des eigenen verhaltens (alleine an einem ort sitzen, an dem nicht alleine sitzen wesentlich angenehmer und angebrachter wäre, unter bäumen, auch palmen, in einem kleinen hinterhof, in dem eine schöne weinende frau aufsteht, um zu zahlen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;“go to a cultural event and afterwards meet someone involved.”&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mit jemandem unaufälligen unterwegs sein (mit mir).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;nur von teelichtern beleuchtet und vom weichen hebräisch vertont, gärten, hinterhöfe, frisuren. ich bin ein auf spiel konzentriertes kleinkind (beobachte, notiere, trinke, esse - hauptsache: zu tun haben, denn hat man zu tun, stört man weniger), denn spielt man, hindert man seine körperhaltung daran, tatenlos auszusehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;in yafo am strand: eine junge nonne und ein junger soldat waten durch das seichte meer, sie schürzt ihr schwarzes Gewand über die Knie hoch, er trägt eine kurze olivgrüne hose (nicht alles resultiert aus einer laune, vieles ist schlicht und einfach bullshit).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;der alleinreisende (ich) ist abends auffälliger, mißt einem kurzen gespräch mit einer kellnerin eine wahnsinnsbedeutung bei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;“eat something typical for israel, ask what it is, teach yourself how to prepare it.”&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mein beitrag zu den  legenden über das schreiben: schreiben/notieren/recherchieren führt unterwegs dazu, dass man sich selbst in geringerem umfang als ausgangssituation fürs nachdenken nimmt, dafür mehr die anderen bei ihrem nachdenken und einander beobachten und miteinander magisch kommunizieren kommentiert; eine art dialog entsteht, man führt ihn mit den entworfenen figuren (dem englischen blogschreiber), die figuren kratzen sich, harren konflikte aus, man bezieht sich dazu (zu ihren problemen) und schlägt so die zeit erfolgreicher tot als mit schüchternheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;alisah beginnt ihren nächsten satz mit: “das klingt jetzt vielleicht etwas faschistisch, aber”, und es folgt eine kleine patriotische einlage zum land, zum kampf, zur abgrenzung vom islam usw. auf alisahs handgelenk - ein rotes blumentatoo (schlecht auszumachen im dämmrigen licht dieser schönen bar namens ginzburg).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;leise sprechende sprecher sprechen sich vor einer kulisse aus bauhaus-gebäuden (helles rosa, beige) aus, eine katze kitzelt die tischbeine, schokoladensouffle mit vanilleeis (wie das schmeckt, heiß und kalt!), auf autowaschen wird nicht wert gelegt, in den fenster klemmen kleine blauweiße fahnen, und auch heute keine waffe in meiner tasche, ach tel aviv, shht, ein mittelmäßiges fernseh-drama im hotelzimmer, eine schale mit früchten, auch getrockneten, ganz in der nähe, und alisah mag die achtziger-musik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;“diskuss the political situation in middle east with somebody you meet for the second time, but then direct the conversation to something completely different, soccer or sunburn or being alone for example.”&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-4952572588411900621?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/4952572588411900621/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=4952572588411900621' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4952572588411900621'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/4952572588411900621'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/07/tel-aviv.html' title='tel aviv'/><author><name>s|s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08266653243481591626</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://randnotizen.steirischerherbst.at/wp-content/uploads/2007/06/tel-aviv3.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-3195812701712212159</id><published>2007-07-04T16:30:00.000+02:00</published><updated>2007-07-04T16:31:40.633+02:00</updated><title type='text'>Ausgezeichnetes Weltwohnen.</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RouvFe9tRiI/AAAAAAAAAIs/_xvmOuaSzX8/s1600-h/lithaus_logo.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RouvFe9tRiI/AAAAAAAAAIs/_xvmOuaSzX8/s320/lithaus_logo.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5083349113163826722" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr Informationen unter:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://www.literaturhaus-bremen.de&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-3195812701712212159?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/3195812701712212159/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=3195812701712212159' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3195812701712212159'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3195812701712212159'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/07/ausgezeichnetes-weltwohnen.html' title='Ausgezeichnetes Weltwohnen.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RouvFe9tRiI/AAAAAAAAAIs/_xvmOuaSzX8/s72-c/lithaus_logo.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-2485729113693308718</id><published>2007-06-20T00:13:00.000+02:00</published><updated>2007-06-20T00:40:06.344+02:00</updated><title type='text'>Jemen oder die große Verwirrung</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RnhVTYILUsI/AAAAAAAAACI/7k6ZQUk2wg4/s1600-h/Suk_in_Sanaa.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp2.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RnhVTYILUsI/AAAAAAAAACI/7k6ZQUk2wg4/s320/Suk_in_Sanaa.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5077902371242857154" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die meisten Menschen würden wohl der Behauptung zustimmen, dass es ziemlich ärgerlich ist, nach Jemen zu reisen, dort mehrere Tage ausschließlich in abgeschirmten Stadthotels zu konferieren, dann eine zweistündige Stippvisite in die Realität zu unternehmen und schließlich wieder zurück zu fliegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider gehören Ärgernisse auch zum Broterwerb. Also wieder mal kein Murren. Stattdessen die 2 Stunden für eine Primärerhebung in der historischen Altstadt von Sana'a genutzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;a) Anteil der Männer am Volk auf den Straßen: 90%&lt;br /&gt;b) Anteil der komplett verschleierten Frauen an insgesamt zirkulierenden Frauen: 90%&lt;br /&gt;c) Anteil der Männer, die einen Krummdolch am Gürtel tragen: 95%&lt;br /&gt;d) Anteil der Männer, die im Laufen einen Batzen Qat* in der Backe mit sich führen: 100%&lt;br /&gt;e) Anteil jemenischer Staatsbürger am Servicepersonal der 5-Sterne-Hotels: 25%&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;e) soll übrigens daran liegen, dass der Jemenit es gerne etwas relaxter angehen lässt, was die Arbeitszeiten anbelangt. Was wiederum an d) liegen soll und zudem ein Grund dafür ist, weshalb die Krummdolche meistens im Halfter bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zwei Stunden eines zutiefst soziologischen Tourismus in der grandiosen steinernen Altstadt und einigen Ausflügen in die sogenannten Mafratsche (aka Wohnzimmer) einiger ausgewählter Einwohner war es das dann auch schon wieder - bzw. wäre es schon wieder gewesen, denn der berühmte Langmut des Jemeniten zeigt sich auch in der Lebensmittelhygiene, wodurch einige meiner zentralen Organe erstmal eine Sonderschicht einlegen mussten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich hat mich das Land aber doch gerade noch so wieder ausgespuckt, so dass ich nun wieder in Berlin sitze und mich immer noch nichts als wundern kann über dieses Land, das kulturell so wahnsinnig weit von uns entfernt ist, dass ich mich frage, wie ich dasselbe überhaupt über vergleichsweise geistesverwandte Länder wie Simbabwe oder Nigeria denken konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;*  leicht toxisches Kraut, dass in Teilen der arabischen Welt und Ostafrikas sehr beliebt ist. Macht allerdings grüne Zähne und dauert 4 Stunden bis zum gewünschten Effekt. &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-2485729113693308718?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/2485729113693308718/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=2485729113693308718' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/2485729113693308718'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/2485729113693308718'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/06/jemen-oder-die-groe-verwirrung.html' title='Jemen oder die große Verwirrung'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RnhVTYILUsI/AAAAAAAAACI/7k6ZQUk2wg4/s72-c/Suk_in_Sanaa.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-341149123252058457</id><published>2007-04-24T13:11:00.000+02:00</published><updated>2007-04-24T13:35:15.835+02:00</updated><title type='text'>Europa.</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Ri3mWSJ-ruI/AAAAAAAAAGg/FqEjKzPDzAs/s1600-h/Slovenija1.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Ri3mWSJ-ruI/AAAAAAAAAGg/FqEjKzPDzAs/s400/Slovenija1.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5056951227112140514" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst unter der Schranke durch, ganz vorsichtig. Um das Grenzhäuschen herumlaufen, auf Zehenspitzen. Durch die Ritzen der Rollläden spähen (dunkel). Der Wald auf der anderen Seite genau wie auf der anderen Seite, auch die Luft dieselbe. Überhaupt ist niemand zu sehen. Rufen (Hallo?). Wo sind all die Grenzüberschreiter, bin ich der einzige, etwa? Keine Völkerwanderungen, Südsteiermark ist Südsteiermark, hört nicht mehr auf an einem Zaun. Ein bisschen die kleine Straße (aufgebrochen) runterlaufen, weiter rein nach Slovenija/Slowenien/Slovenia/Eslovenia/Slowenii/Slovénie. Vielleicht bis nach Ljubljana, weil das so schön nach Jubeln klingt. Es gibt etwas zu feiern. Wir sollten alle viel mehr Luftsprünge machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Ri3mKyJ-rtI/AAAAAAAAAGY/AFlbY3wuigc/s1600-h/Slovenija2.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Ri3mKyJ-rtI/AAAAAAAAAGY/AFlbY3wuigc/s400/Slovenija2.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5056951029543644882" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-341149123252058457?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/341149123252058457/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=341149123252058457' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/341149123252058457'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/341149123252058457'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/04/europa.html' title='Europa.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Ri3mWSJ-ruI/AAAAAAAAAGg/FqEjKzPDzAs/s72-c/Slovenija1.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-3584724020542836253</id><published>2007-04-09T02:24:00.000+02:00</published><updated>2007-04-09T02:36:33.035+02:00</updated><title type='text'>Das Leben ist kein Zuckerschlecken</title><content type='html'>Die unberechenbaren und ungezaehmten Kraefte der Natur, Menschen in Lebengefahr, gerfordert bis an die eigenen Grenzen und darueber hinaus. Das ist der Alltag den ich mir waehlte.&lt;br /&gt;Ich habe vergessen, wie viele mir ihr Leben verdanken ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_w9f-ETeyA9w/RhmI-ujgI3I/AAAAAAAAAAM/ilhvD35cyK8/s1600-h/IMG_6407.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5051219068302926706" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://bp1.blogger.com/_w9f-ETeyA9w/RhmI-ujgI3I/AAAAAAAAAAM/ilhvD35cyK8/s400/IMG_6407.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-3584724020542836253?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/3584724020542836253/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=3584724020542836253' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3584724020542836253'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3584724020542836253'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/04/das-leben-ist-kein-zuckerschlecken.html' title='Das Leben ist kein Zuckerschlecken'/><author><name>LeJens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10830308375696265375</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_w9f-ETeyA9w/RhmI-ujgI3I/AAAAAAAAAAM/ilhvD35cyK8/s72-c/IMG_6407.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-2259959260430183200</id><published>2007-04-03T22:52:00.000+02:00</published><updated>2007-04-03T22:57:32.746+02:00</updated><title type='text'>Der glücklichste Reisende, der unglücklichste Ankommende</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RhK_dU275HI/AAAAAAAAABQ/kaj6L4MpWrg/s1600-h/DSC00741.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RhK_dU275HI/AAAAAAAAABQ/kaj6L4MpWrg/s320/DSC00741.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5049308642771985522" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Obige Selbstbeschreibung stammt natürlich nicht von mir, sondern von T.Bernhard, wurde aber bereits von vielen Autoren (und hiermit auch von mir) für eigene Zwecke entliehen. Im konkreten jüngsten Fall meiner Zugreise nach Frankfurt in einem exzellent besuchten ICE verhielt es sich índes genau umgekehrt, teilte ich mein Abteil doch mit sehr vielen Lebewesen, u.a. einer sehr gesprächsbereiten Dame, die ihre vier mitreisenden Kleinsthunde in zwei roten Käfigen mit sich führte, von denen einer zu ihren Füßen, der anderen auf dem Sitz zwischen uns platziert wurde (siehe Bild). Gelegentlich ins Abteil schauende Platzsuchende, die auf den Zwischensitz spekulierten, nahmen nach kurzer Duftprobe schnell wieder von ihrem Ansinnen Abstand. Die o.g. Hunde hatten nämlich die Angewohnheit, immer dann in große Aufregung zu geraten, wenn ihre Eignerin das Abteil verließ; da ihnen allerdings die Mäulchen geknebelt waren, mussten sie diese Aufregung gewissermaßen durch die hinteren Körperöffnungen äußern, was sie in gewisser Regelmäßigkeit taten. Der dabei entstehende Klang erinnerte in etwa an das Aufpuffen von Mais bei der Popcornherstellung.* Eine genaue Aufschlüsselung der Morsezeichen ist mir leider nicht gelungen.     &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Selten habe ich jedenfalls eine größere Erleichterung und Freude bei der Ankunft in Frankfurt verspürt wie an diesem Samstagnachmittag. Beides hielt jedoch nur bis zum Eintreffen einer Ein-Wort-SMS („Flaschen“) um genau 17.15, in welcher der Ausgang des Eintracht-Spiels zusammengefasst wurde.&lt;span style="font-family:lucida grande;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p style="font-family: lucida grande;"&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:12;"  &gt;&lt;span style="font-family:lucida grande;"&gt;* Das erinnert mich wiederum an eine meiner Lieblingsüberschriften aus dem ansonsten sehr traurigen Feuilleton der Berliner Zeitung, Anfang März 2007: „&lt;/span&gt;&lt;i style="font-family: lucida grande;"&gt;Pupender Bär bringt die Mädels zum Kreischen“&lt;/i&gt;&lt;span style="font-family:lucida grande;"&gt;. Interessanterweise ging es hierbei jedoch &lt;/span&gt;&lt;u style="font-family: lucida grande;"&gt;nicht&lt;/u&gt;&lt;i style="font-family: lucida grande;"&gt; &lt;/i&gt;&lt;span style="font-family:lucida grande;"&gt;um Knut ™, sondern einen amerikanischen Sänger, der kürzlich in einem Berliner Konzerthaus aufgetreten war.&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-2259959260430183200?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/2259959260430183200/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=2259959260430183200' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/2259959260430183200'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/2259959260430183200'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/04/der-glcklichste-reisende-der.html' title='Der glücklichste Reisende, der unglücklichste Ankommende'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RhK_dU275HI/AAAAAAAAABQ/kaj6L4MpWrg/s72-c/DSC00741.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-9125283720682427159</id><published>2007-03-16T16:59:00.000+01:00</published><updated>2007-07-03T18:46:22.121+02:00</updated><title type='text'>Antananarivo.</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RfrHUIAA-4I/AAAAAAAAAAs/9RgznHv66wA/s1600-h/PICT0004+%28Medium%29.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RfrHUIAA-4I/AAAAAAAAAAs/9RgznHv66wA/s320/PICT0004+%28Medium%29.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5042561881353550722" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Kurztrip nach Madagaskar: macht eigentlich keinen Sinn, muss aber trotzdem sein, denn die Firma hat prinzipiell Recht. Also Samstag abend nach Paris, eine Nacht im Ibis Charles de Gaulles, Sonntag früh morgens runter nach Antananarivo, Mittwoch nacht wieder zurück. Natürlich alles zum alleinigen Zwecke der Bekämpfung der Armen, äh, Armut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Antananarivo ist übrigens für madagassische Verhältnisse ein eher kurzer Name, mein Kollege wohnt zum Beispiel in der  &lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:georgia;font-size:100%;"  &gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Rue  Rainandriamampandry.&lt;/span&gt;  Vornamen, Nachnamen, Städtenamen, Straßennamen: alles zehnsilbig, unaussprechbar und unmöglich zu merken.  Daher werden fast alle Namen abgekürzt, &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:georgia;font-size:100%;"  &gt;Antnanarivo heißt Tana, die Leute heißen&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:georgia;font-size:100%;"  &gt;&lt;span style="font-size:10;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Wou, Zou, Lou usw.   - Mein Kollege vor Ort heißt weiterhin wie in Deutschland und kann seine gewohnt dynamischen und stimmgewaltigen Kinder an den Ohren in die Luft heben, ermahnt mich aber ähnliches nicht zu Hause auszuprobieren. Diese Gefahr besteht nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tana ist charmanter als jede mir bekannte Stadt auf dem afrikanischen Festland. Häuser, Autos (siehe oben) und Menschen wirken etwas gepflegter als andernorts; die Slums hat man sicherheitshalber an den Stadtrand gelegt. Auch das Essen ist hervorzuheben: Während man in Lagos ein halbes Hähnchen für 15 Dollar bestellt  und ein verkohltes Knochenhäufchen  bekommt, während man sich in Dar-es-Salaam mit dem ersten Salatblatt eine Amöbenruhr einfängt, isst man in Tana das zarteste und bekömmlichste Zebu-Fleisch mit den erlesensten Beilagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür, dass man sich hier noch vor nicht allzulanger Zeit die Köpfe ordentlich eingeschlagen hat, wirkt alles sehr friedlich. Nur die Polizei wollte mich nachts zunächst unbedingt mit auf die Wache nehmen, aber man konnte sich auf einen Vergleich einigen. Das war dann auch der einzige Verhandlungserfolg der Reise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-9125283720682427159?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/9125283720682427159/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=9125283720682427159' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/9125283720682427159'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/9125283720682427159'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/03/antananarivo.html' title='Antananarivo.'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RfrHUIAA-4I/AAAAAAAAAAs/9RgznHv66wA/s72-c/PICT0004+%28Medium%29.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-6935031720898502755</id><published>2007-03-03T21:08:00.000+01:00</published><updated>2007-03-20T11:58:14.071+01:00</updated><title type='text'>Sorglos.</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RenzgiVAbOI/AAAAAAAAADE/LUbxbn7tw6U/s1600-h/DogBeach.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RenzgiVAbOI/AAAAAAAAADE/LUbxbn7tw6U/s400/DogBeach.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5037825398486887650" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anna hat heute gemailt und gesagt, es gehe ihr nicht gut. Anna hat eine Erkältung, Anna liegt im Bett. Anna ist mit mir sehr früh aufgestanden, um 2 Uhr morgens letzten Dienstag. Wir haben uns in ein Taxi gesetzt und sind zum Flughafen Ben-Gurion gefahren. Das hat 120 Shekel gekostet, Anna hat bezahlt. Wir haben umgerechnet: 120 Shekel sind 22 Euro, ein Schnäppchen, weil der Preis für die einfache Bahnfahrt aus dem Stadtzentrum 8 Euro pro Person beträgt. Kurz vor der Gepäckdurchleuchtung eine Frau: "Was it your first visit to Israel? Are you a couple?" Anna hat zwei Mal verneint. "Then why are you travelling together?" Ich musste meinen Koffer öffnen und alles auspacken: Hemden, Pullover, eine Jeans, ein neues Paar Schuhe, den Kulturbeutel. Den Kulturbeutel sollte ich ausleeren. Die Frau nahm meinen Bartschneider in die Hand, schaltete ihn ein. Er brummte wie ein Dildo, und wir mussten lächeln. "Did you pack your suitcase yourself?" Ich nickte. So ging das fast zwanzig Minuten, dann schob die Polizistin meinen Koffer und die überall auf einem Tisch verteilten Klamotten beiseite, bedankte sich und ließ mich wortlos stehen. Ich packte alles wieder ein und lief zum Check-In-Schalter, an dem Anna auf mich wartete. Da war Anna noch nicht krank. Auch bei unserem Zwischenstopp in Budapest nicht. Jetzt liegt Anna im Bett und denkt nach über Israel, über den Grenzzaun, die jungen Frauen in den olivgrünen Armeejacken, den Ostteil Jerusalems, den vergangenen Sommer mit seinen vielen Demonstrationen, als zeitgleich ganze Wohnblocks in Beirut in Schutt und Asche gelegt wurden und ein Soldat einem Aktivisten die Gummipatrone aus seinem Gewehr in den Hinterkopf schoss. Es war Krieg letzten Sommer, und ich habe bis vor einer Woche am Strand von Tel Aviv gesessen und davon nichts bemerkt. Ich habe einen Hund photographiert, dessen Fell einen optimalen Kontrast zu den orangefarbenen Plastikstühlen eines Strandcafés darstellte. Ein gutes Photo. Ich habe im Februar bei 22 Grad auf das Meer geschaut und festgestellt, dass es in Israel einen Kaffee gibt, der besser schmeckt als in römischen Espressobars, ich habe Einat kennen gelernt und ihre wunderschöne Tochter Shani. Shani ist sieben Monate alt. Als Shani geboren wurde, fuhren fünf Libanesen in einem orangefarbenen Mini Couper Cabriolet durch das zerstörte Beirut. In der Spiegelung ihrer Sonnenbrillen konnte man zerstörte Häuser sehen, die Gesichter der jungen Menschen angewidert, das Bild wurde zum Pressephoto des Jahres gewählt. Mein Photo des Jahres ist ein Dalmatiner vor sehr sauberem Meer, an einem sehr sauberen Strand. Mein Photo des Jahres erinnert mich an wunderbares Essen, große Gastfreundschaft und viele Geschichten von der Queeruption (www.queeruption.org), die ebenfalls vor sieben Monaten stattgefunden hat. In Tel Aviv, während im Norden des Landes Soldaten von ihren Befehlshabern erklärt bekamen, dass die abgeschossenen Raketen präzise programmierbar seien, Abweichungen maximal einen Radius von 5 Metern Durchmesser betragen könnten. Die Soldaten haben das geglaubt, sie glauben es auch jetzt noch, auch nachdem die IEER längst das Gegenteil bewiesen und dafür die Schäden im ehemaligen Jugoslawien untersucht hat. In einem indischen Restaurant habe ich einen dieser israelischen Soldaten getroffen. Er hat mir seine Geschichte erzählt, von seiner Rolle als Reservist und von seiner Wut, die Familie und das Zuhause für einen Kriegseinsatz verlassen zu müssen. Er erklärte mir, dass man in einem Krieg nicht wissen könne, was passiere, die Aktionen seien von der Regierung beschlossen und von ihm nur ausgeführt worden. Ein netter junger Mann mit Zopf, gutmütigen Hundeaugen und den überzeugenden Argumenten seiner Vorgesetzten. Aber eigentlich geht es mir nicht um diesen jungen Mann, ich will von Anna sprechen. Sie liegt im Bett, muss sehr viel husten und versucht, sich Rechenschaft darüber abzulegen, ob sie mir das richtige, das echte Israel gezeigt hat. Anna hat heute geschrieben. Sie hat angekündigt, mir bei unserem nächsten Besuch das politische Israel zeigen zu wollen, sie habe ein schlechtes Gewissen, weil wir es so gut hatten während unserer Rundreise. Anna ist wunderbar. Anna hat mich bei der Hand genommen und mich in den Bus nach Masada gezerrt. Ich solle in Israel auf keinen Fall Bus fahren, hatte man mich vor meiner Abreise aus Frankfurt gewarnt, aber Anna ließ meine Angst nicht zu. Ungefährlich sei das mittlerweile, beschwichtigte sie, und wir fuhren durch die Wüste hinter Jerusalem, die durch die Regenfälle der vergangenen Wochen überraschend grün aussah. Zwischen den Hügeln die Hütten der Beduinen. Die Beduinen, das erzählte Anna, würden von der Regierung am Ziehen gehindert und lebten deshalb in Blechbehausungen am Straßenrand. Ich konnte Wassertanks sehen, Holzbretter, die vor der Sonne Schutz bieten, in kurzen Abständen auch immer ein paar Kamele, die sich über das frische Gras hermachten. Ich versuchte, zu photographieren, aber der Bus fuhr schnell über die kurvenreiche Straße. Ein paar Kilometer weiter erreichten wir das erste Kibbuz. Der Bus wurde durch eine Schranke gelassen, vor einem Häuschen saß der bewaffnete Pförtner. Im Inneren des umzäunten Kibbuz begrünte Vorgärten, einstöckige Häuser und ein Straßenraster, das für einen Moment den Gedanken zuließ, man führe durch ein Dorf im US-Bundesstaat Nebraska. Eine gute Stunde später endlich Masada: Hoch oben auf einem sandigen Hügel, unten die Seilbahnstation mit integrierter Cafeteria. Anna und ich kauften Tickets und folgten Hinweisschildern bis zu einem kleinen Kino. Wir erfuhren, dass man uns einen kurzen Film über die Bedeutung Masadas zeigen wolle, der die Wartezeit bis zum nächsten Gondelstart verkürze. Masada sei das Symbol des jüdischen Freiheitswillens, eröffnete uns ein Moderator, der durch den Film führte, und beschrieb den Heldenselbstmord von über 900 Juden, die sich der Übermacht aus 12.000 römischen Legionären ausgesetzt sahen. Lieber in Freiheit sterben, als den Römern als Sklave dienen, der Moderator stockte kurz, schluckte und richtete seine Frage mit Blick in die Kamera an uns Zuschauer: "Wie würden Sie sich entscheiden?" Wir fuhren mit der Seilbahn nach oben. Sie habe mir zu wenig von dem politischen Israel gezeigt, schreibt mir Anna heute, und dass ihr Hund bei ihr im Bett liege und ihr Gesellschaft leiste. Ein schöner Hund, ein Mischling aus Labrador und Dackel, den sie aus Spanien mitgebracht hat. In Tel Aviv gibt es viele Hunde. Und ein Gesetz, nach dem jeder Hundebesitzer die Scheiße seines Lieblings vom Bürgersteig greifen und in einen Mülleimer werfen muss. Abends stand ich oft auf dem Balkon von Siris großzügiger Wohnung im Süden der Stadt und habe aus dem vierten Stock dabei zusehen können, dass die Anweisung von den Bewohnern der Stadt ernst genommen wird. Manchmal stellte sich Siri zu mir auf den Balkon und berichtete von der Queeruption. Im Krieg gebe es ohnehin die besten Partys, erzählte sie, im Krieg gehe man erst gegen den Krieg demonstrieren und verabrede sich gegen Abend zu einer Feier. Das Leben sei intensiv in Tel Aviv, und in Kriegszeiten steigere sich diese Lebensfreude noch. Ich konnte das verstehen. Anna schrieb heute von ihrem schlechten Gewissen. Sie habe mir zu wenig von dem Furchtbaren gezeigt und wolle mir deshalb eine DVD-Dokumentation schicken, die 'Route 181' heißt und über die Konflikte in der Region Aufschluss gebe. Ich habe Anna geantwortet und geschrieben, dass ich mich darüber freuen würde. Am Schluss von Annas Mail ein Link. Sie habe mir von der Geschichte erzählt, schreibt sie, man könne auf dem Video sehen, wie kurz der Zug der Demonstranten gewesen sei, auch werde ich verstehen, dass es unmöglich war, den Schüssen der Soldaten auszuweichen. Die Frau mit dem pinken Haarband sei T. Von T. hatte mir Anna schon in Jerusalem erzählt, kurz nach unserem Besuch der Klagemauer. T. sei die erste bei dem Verwundeten gewesen, sie habe seinen blutenden Kopf gehalten und dafür gesorgt, dass ein Krankenwagen gerufen wurde. T. sei erst spät zur Gruppe der Demonstranten zurückgekehrt und habe mit Blick auf ihr blutverschmiertes T-Shirt nur gesagt: "It's ok, it's not mine." An diesen Ausspruch könne man sich auch heute noch erinnern, man habe ihn während des Krieges immer wieder in unterschiedlichen Zusammenhängen zitiert. Der Link führt also zu einem Video, das man im Internet finden kann, wenn man möchte. Liebe Anna, alles war politisch an unserer Zeit in Israel. Meine 96-jährige Tante, die 1933 aus Berlin geflohen ist, meine 94-jährige Tante, die im Jahr 1936 folgte. Die Geschichten über meinen Vater politisch, selbst die wunderschöne Frau im Straßencafé, die mir so herrlich mürrisch meinen Kaffee hingestellt hat jeden morgen politisch. Jede Straßenecke erzählt ihre Geschichte, aber die beste Geschichte hat Shani als Hauptfigur, sieben Monate alt und mit Eltern, die ihre Wege durch Jerusalem über das Handy erfragen müssen, weil sie aus Tel Aviv kommen und sich in Jerusalem nicht auskennen, ihre Informationen aus Reiseführern lesen müssen. Ich habe keinen Reiseführer gebraucht, ich hatte Dich. Also Danke, vielen Dank. Und werd endlich schnell gesund. Wir müssen bald wieder los.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-6935031720898502755?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/6935031720898502755/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=6935031720898502755' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6935031720898502755'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6935031720898502755'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/03/sorglos.html' title='Sorglos.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/RenzgiVAbOI/AAAAAAAAADE/LUbxbn7tw6U/s72-c/DogBeach.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-6896397604816531989</id><published>2007-02-10T15:57:00.000+01:00</published><updated>2007-02-14T15:10:22.632+01:00</updated><title type='text'>Drei Reden bei gedachten Gelegenheiten.</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3eB9tE2SI/AAAAAAAAABM/dkAvxcaGFSo/s1600-h/DKBrunnen.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3eB9tE2SI/AAAAAAAAABM/dkAvxcaGFSo/s400/DKBrunnen.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5029920484167571746" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ästhetisches Stadium: Ankunft, Kopenhagener Flughafen, 25.01. Ich habe keine Krone und vergessen, dass Dänemark noch kein Euroland ist. Vom Flugzeug aus werde ich durch mehrere Ankunftshallen geführt, in denen sich ein Geschäft an das nächste reiht. Beim Betrachten der Boss-Auslegeware nehme ich Wohlstand als etwas wahr, das für mich in immer weitere Ferne rückt. Ich setze mein Alter in Beziehung zu meinem Kontostand, ohne daraus etwas ableiten zu können. Schließlich sehe ich an der Gepäckausgabe eine Wechselstube und tausche 70 Euro für 500 Kronen. Ein gutes Geschäft verlangt nach einem Danke, aber ich kenne das dänische Wort nicht und sage deshalb: Thank You. Mein Koffer drückt sich als zweites Gepäckstück durch die breiten Gummifäden und kommt auf mich zu. Als ich danach greifen will, stoße ich einen Herren an, der beinahe vornüber kippt. Ich starre auf seinen Mantel und finde ihn schön. Weil ich nicht weiß, was das dänsiche Wort für Entschuldigung ist, sage ich: Sorry. Der Mann, etwas irritiert, sagt: Yes. Vor der Flughafenhalle stehen Menschen in einer langen Schlange und warten auf ein Taxi. Ich stelle mich dazu. Es ist sehr kalt, trotzdem rauchen viele der Wartenden. Kurz darauf rauche auch ich. Als mir ein Taxifahrer zum Einsteigen winkt, bin ich mit dem Rauchen noch nicht fertig. Ich überlege, ob ich die Zigarette einfach fallen lassen darf und sehe mich um. Auf dem Boden liegen keine Zigaretten, obwohl jeder zweite in der Warteschlange raucht. Ich fühle eine erste Verzweiflung und frage mich, ob Dänemark eines der Länder ist, das mit umgerechnet mehreren Hundert Euro die Verschmutzng von Gehsteigen verwarnt. Ich gebe dem Taxifahrer das Gepäck und schnicke die Zigarette unter seinen silber-grauen Mercedes, dann steige ich ein. Weil ich weder den Hotelnamen, noch die Straße richtig aussprechen könnte, gebe ich dem Fahrer mein aufgeschlagenes Notizbuch. Es schaut es sich sehr lange an. Natürlich frage ich mich, ob er heimlich meine Aufzeichnungen liest und strecke meine Hand aus. Ich bin angeschnallt und komme nicht weit, erhalte aber das Notizbuch zurück. Wir fahren an. Es schneit ganz kleine Kristalle, die der große Frontscheibenwischer mit einiger Brutalität nach rechts und links fegt. Ich beschließe, Kopenhagen schön zu finden, reibe die beschlagene Scheibe mit meinem Ärmel frei und schaue hinaus. Es ist bereits dunkel. Im Hotel bekomme ich den Kaffee in einer Blumenvase und sitze auf tiefen Designermöbeln. Das ist nicht sehr angenehm und damit Spiegel der Zeit. Später im bunten Zimmer schaue ich fern und merke, dass in Dänemark nichts synchronisiert wird. Im Hintergrund brummt die Belüftungsanlage des Badezimmers. Das Bett ist zu klein für zwei Personen, deshalb gehe ich nicht mehr aus. Der Grund für meine Lethargie kommt mir lächerlich vor, aber mir fällt kein besserer ein.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3d9ttE2RI/AAAAAAAAABE/NwSM8dW1wso/s1600-h/HotelmoebelDK.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3d9ttE2RI/AAAAAAAAABE/NwSM8dW1wso/s400/HotelmoebelDK.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5029920411153127698" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Ethisches Stadium: Ich denke im Schlaf zu viel nach und bin deshalb müde, als ich aufwache. Beim Frühstück gibt es den Kaffee wieder in schwarz eingefassten Blumenvasen mit Hotellogo darauf. Ich sitze viel zu tief auf zu harten Hockern und esse Weißbrot mit Käse. Ich frage mich, wem ich eine Kurznachricht schreiben könnte und lese dann Zeitung. Wahrscheinlich bin ich einsam, aber es gelingt mir immerhin, die Überschriften zu verstehen. Ich bin also stolz und einsam. Später mache ich einen Stadtrundgang und bemerke Denkmäler und Brunnen. Auf einem großen Platz das Denkmal eines Pferdes. Ich stelle mich direkt davor, sehe aber den Reiter nicht. Da ich es für eine Huldigung der vielen Pferde halte, die in kriegerischen Auseinandersetzungen ihr Leben lassen mussten, photographiere ich es. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3d5NtE2QI/AAAAAAAAAA8/9crc4ynxOhY/s1600-h/DKReiterdenkmal.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3d5NtE2QI/AAAAAAAAAA8/9crc4ynxOhY/s400/DKReiterdenkmal.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5029920333843716354" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um kurz vor Zwölf höre ich Marschmusik. Ich drehe mich um und sehe schwarz gekleidete Männer mit großen flauschigen Hüten auf mich zulaufen. Sie tragen Instrumente und spielen darauf. Passanten folgen ihnen und machen Photos. Ich beschließe, vor der Musikantengruppe herzugehen und werde auf einen großen Platz getrieben. Genau in der Mitte bleibe ich stehen. Ich mache ebenfalls ein Photo, als die Männer vor einem Gebäude vorbeigehen. Das Gebäude gefällt mir, es ist das königliche Theater. Am Nachmittag werde ich erfahren, dass die Musikanten die königliche Leibgarde waren. Es ist also ein Photo, auf dem die Dinge stimmig sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3eJdtE2UI/AAAAAAAAABc/8A4Gib6mEd0/s1600-h/LeibgardentheaterDK.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3eJdtE2UI/AAAAAAAAABc/8A4Gib6mEd0/s400/LeibgardentheaterDK.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5029920613016590658" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor ich zum Goetheinstitut laufe, sehe ich mir Kirchen an. In einer dieser Kirchen entdecke ich eine Uhr. Sie steht vor einer Säule, genau gegenüber der Kanzel. Ich schließe daraus, dass dänische Pfarrer einem genauen Zeitplan folgen und frage mich, ob das eine Möglichkeit ist. Dänemark ist ein modernes Land. Man hat vielleicht, so denke ich, die Zeit für Predigten reglementiert, um die Menschen wieder in Kirchen zu locken. Wenn der Vatikan das erführe. Kann aber auch sein, dass jedes Mittel recht ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3eFttE2TI/AAAAAAAAABU/RtBlZDDfjDs/s1600-h/KirchenuhrDK.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3eFttE2TI/AAAAAAAAABU/RtBlZDDfjDs/s400/KirchenuhrDK.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5029920548592081202" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Schluss meines Rundgangs laufe ich den runden Turm nach oben und schaue über die Stadt. Es ist sehr windig. Der Nieselregen ärgert meine Backen. Auf der Plattform sind außer mir noch eine alte Frau und drei Kinder in gelben Regenjacken. Die Kinder sind zu klein, um über das Geländer zu sehen und rennen deshalb wild durcheinander. Als ein Kind auf sein rechtes Knie fällt und Schmerzen hat, stehle ich mich davon.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Religiöses Stadium: Am Morgen meines letzten Kopenhagentages besuche ich Christania. Sie ist noch immer autonom, obwohl über dreißig Jahre alt. Ich bin auch über dreißig und frage mich, was mit mir passiert ist. Christiania hat Platz für über 800 Menschen, ich bin schon ausgefüllt mit mir selbst. An Marktständen werden Tücher mit den Antlitzen berühmter Persönlichkeiten verkauft, vor einer alten Lagerhalle baut jemand einen Schneemann. Ich möchte photographieren, aber das ist hier verboten. Am Ende einer langen Straße liegt das sicherste Café der Welt: Der Moonfisher. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3dyttE2PI/AAAAAAAAAA0/UmyausdQYa0/s1600-h/DicherstesCafeDK.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5029920222174566642" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3dyttE2PI/AAAAAAAAAA0/UmyausdQYa0/s400/DicherstesCafeDK.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gehe hinein und bestelle einen Kaffee. Er kommt im Glas. Vor den großen Fenstern sitzen Menschen ganz bei sich selbst. Auch mich überkommt eine bemerkenswerte innere Ruhe. Aus Lautsprechern, die mit Eisenketten an der Decke befestigt sind, klingt die Musik der Beatles. Schon nach einer halben Stunde des Sitzens dringe ich zu meinem Innersten vor. Ich denke nicht mehr, ich fühle. Und ich versuche, das eine gegen das andere auszuspielen, aber es gelingt mir nicht. Ich würde gern für immer hier sitzen, muss aber aufbrechen zum Treffpunkt: 13 Uhr, Forfatterskolen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3eOdtE2VI/AAAAAAAAABk/nJu_3xMCUOk/s1600-h/MannInCafeDK.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3eOdtE2VI/AAAAAAAAABk/nJu_3xMCUOk/s400/MannInCafeDK.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5029920698915936594" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend soll ich eine Geschichte vorlesen und nehme Platz in einem Saal. An der Decke ist der Stuck rekonstruiert und grau angemalt worden. Auch das finde ich schön. Neben mir sitzt nämlich Ida Marie Bertelsen, in die ich mich immer wieder ganz kurz verliebe, ohne es ihr zu sagen. Natürlich sage ich nichts, denn nur heimliche Liebe ist wirklich bedingungslos. Wenn man alles zu Sprache machte, was gefühlt wird, gäbe es schon bald kein Gefühlt mehr. Nach der Lesung trinken wir Rotwein aus Tetrapacks. Ich halte meinen Plastikbecher unter den Plastikzapfhahn und drücke auf einen Knopf. Es dauert nicht lange und der Becher ist voll. Ich schaue mir den Aufdruck des Pappkartons an: Dry Red Wine steht dort, 2005. Mehr brauche ich nicht zu wissen. Da es sehr spät ist und mein Flug sehr früh am nächsten Morgen geht, trinke ich schnell und viel. Kausalität interessiert mich nicht mehr. Multikausalität noch weniger, denn Ida Marie Bertelsen ist schon lange weg. Bevor sie gegangen ist, hat sie gefragt, ob ich mitkommen will auf eine Party. Aber für wen hat sie mich halten können, wenn ich doch selbst nicht weiß, aus was ich gemacht bin! Eine Frau stellt sich zu mir und beklagt sich über Kopenhagener Neubauten. Das habe ich nun davon. Sie spricht Deutsch mit mir, aber das merke ich erst sehr spät. Ich täusche deshalb Hunger vor und stelle mich ans Büffet. Ricardo Montserrat trägt einen langen Schal und einen Borsalino. Er sagt, dass er gerne vorlese und dass das nächste Treffen in Saint-Malo stattfinden müsse. Ich nicke. Draußen ist der See gefroren. Aus dem Fester sehe ich die Enten, die ganz vorsichtig auf der Eisläche schlafen. So etwas können nur Enten: vorsichtig schlafen. Aus dem Tetrapack kommt immer mehr Wein. Aus dem Tetrapack kommt immer mehr Wein. Das Mosting-Haus wurde vor mehr als Hundert Jahren gebaut. Auf dem Weg zur Metro ist der Gehweg glatt. Ich sehe mich schlittern und lache. Die Metro ist erst fünf Jahre alt. Sie ist Zukunftsmusik. Sie fährt einen Zweiminutentakt. Ihre Rolltreppen sind groß. Ich rufe mich zur Ordnung meines Selbst. Ich habe ein Vorbild. Ich habe ein Bild. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3eRttE2WI/AAAAAAAAABs/UBdBBKrzspY/s1600-h/RolltreppeDK.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3eRttE2WI/AAAAAAAAABs/UBdBBKrzspY/s400/RolltreppeDK.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5029920754750511458" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-6896397604816531989?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/6896397604816531989/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=6896397604816531989' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6896397604816531989'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6896397604816531989'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/02/drei-reden-bei-gedachten-gelegenheiten.html' title='Drei Reden bei gedachten Gelegenheiten.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rc3eB9tE2SI/AAAAAAAAABM/dkAvxcaGFSo/s72-c/DKBrunnen.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-3820824111701477879</id><published>2007-02-09T19:08:00.000+01:00</published><updated>2007-02-09T18:53:39.595+01:00</updated><title type='text'>Chez Marinette</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rcy41NtE2OI/AAAAAAAAAAo/3hML8-9zX9Y/s1600-h/BarFR.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5029598108217301218" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rcy41NtE2OI/AAAAAAAAAAo/3hML8-9zX9Y/s400/BarFR.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Setz‘ dich hin und ich erzähl‘ dir was. Ich erzähl‘ dir, dass sie heute aus Paris gekommen sind. Im breit bereiften Wagen, zwei Kindersitze auf der Rückbank. Später haben sie eingekauft im Le Clerk, sie haben 195 Euro ausgegeben, genau wie beim letzten Mal. Ihr Briefkasten war voll, und als sie durch den Garten liefen, konnten sie die Sterne sehen, aber die Sternbilder nicht erkennen, weil hier alles auf dem Kopf steht. Später haben sie einen Spaziergang gemacht und sich geschämt, weil das Haus, in dem die Deutschen vor sechzig Jahren gewohnt haben, noch heute leer steht. Keiner will es haben, du etwa? Bei Anbruch der Dunkelheit sind sie in die Stadt gefahren, um bei Julien zu essen. Sie haben Trinkgeld wie Touristen gegeben, dabei wohnen sie schon so lange hier. Sie sprechen unsere Sprache, sie nicken im richtigen Moment, und genauso richtig ist es, wenn sie ab und zu den Kopf schütteln. Unser Land gefällt ihnen. Sie kaufen Meersalz und schicken es nach Hause, weil es dort so teuer ist, dass man es nur in sehr feinen Restaurants bekommt. Auf dem Weg hierher kamen sie mir entgegen. Sie haben aus dem Fester gegrüßt, ich habe zurückgenickt. Ich weiß nicht, aber ich glaube, dass ich sie ganz gerne mag. Und du?&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-3820824111701477879?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/3820824111701477879/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=3820824111701477879' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3820824111701477879'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/3820824111701477879'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/02/chez-marinette.html' title='Chez Marinette'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rcy41NtE2OI/AAAAAAAAAAo/3hML8-9zX9Y/s72-c/BarFR.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-8932510634549599537</id><published>2007-02-09T18:49:00.000+01:00</published><updated>2007-02-09T18:52:05.391+01:00</updated><title type='text'>La vie en Bretagne</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rcy0V9tE2NI/AAAAAAAAAAc/Z9Ltd4IW0dI/s1600-h/BretagneMeer.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5029593173299878098" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rcy0V9tE2NI/AAAAAAAAAAc/Z9Ltd4IW0dI/s400/BretagneMeer.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das Wasser lebendig um meine Fußknöchel, die Spiegelungen der Sonne wie ewiges Blitzlichtgewitter. Im Hintergrund eine Mole und die Frage: Wer hat sich das ausgedacht? Das Springen über Felsen ist kein Wandern, und gegen den Wind gelehnt, strecke ich die Hand aus und greife nach deiner. Sie gleitet mir durch die Finger als Ahnung. Zusammen hören wir das Meer, wie es die Muscheln, die sich an Felsen festklammern, in einem langsamen Takt wiegt. Wenn ich sterben möchte, dann hier, so gar nicht allein unter Wolken, die sich ehrfürchtig nur bis an die Küstenlinie trauen. An deiner Seite, kurz hinter der blauen Stadt, die sich seit Hunderten von Jahren auf uns freut (Das hat sie mir verraten). Auf zwei, die sich nicht mehr sehen, aber doch immer fühlen können, zwei wie wir.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-8932510634549599537?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/8932510634549599537/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=8932510634549599537' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8932510634549599537'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/8932510634549599537'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/02/la-vie-en-bretagne.html' title='La vie en Bretagne'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_PIIxevmAn1A/Rcy0V9tE2NI/AAAAAAAAAAc/Z9Ltd4IW0dI/s72-c/BretagneMeer.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-109903762562696211</id><published>2007-02-06T21:33:00.000+01:00</published><updated>2007-02-06T21:36:28.162+01:00</updated><title type='text'>Die Wichtigkeit abschließbarer Türen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RcjmRWy4zgI/AAAAAAAAAAY/FT_slvnJ6BI/s1600-h/nowalls.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RcjmRWy4zgI/AAAAAAAAAAY/FT_slvnJ6BI/s320/nowalls.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5028522169810341378" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Es gibt ja wenige unangenehmere Dinge als eine nicht abschließbare öffentliche Toilette. Bei dem obigen Exemplar dagegen (gesichtet in einem Strandort bei Lagos, Nigeria) funktioniert der Schließmechanismus ganz ausgezeichnet. Keine Beanstandungen. Na gut, die eine oder andere Wand hätte etwas blickdichter ausfallen können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-109903762562696211?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/109903762562696211/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=109903762562696211' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/109903762562696211'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/109903762562696211'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/02/die-wichtigkeit-abschliebarer-tren.html' title='Die Wichtigkeit abschließbarer Türen'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RcjmRWy4zgI/AAAAAAAAAAY/FT_slvnJ6BI/s72-c/nowalls.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-6511096438061217989</id><published>2007-02-06T21:05:00.000+01:00</published><updated>2007-02-06T21:10:53.423+01:00</updated><title type='text'>Sinnvolle Regeln</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RcjgCmy4zfI/AAAAAAAAAAM/CTIFpa7mExg/s1600-h/club.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RcjgCmy4zfI/AAAAAAAAAAM/CTIFpa7mExg/s320/club.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5028515319337504242" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Endlich mal eine sinnvolle Regel, damit man ungestört am Tresen sein Bier trinken kann. Lagos ist wirklich in  jeder Hinsicht eine progressive Stadt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-6511096438061217989?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/6511096438061217989/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=6511096438061217989' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6511096438061217989'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/6511096438061217989'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/02/sinnvolle-regeln.html' title='Sinnvolle Regeln'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_elUFs_Fhi0w/RcjgCmy4zfI/AAAAAAAAAAM/CTIFpa7mExg/s72-c/club.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116933569722920952</id><published>2007-01-20T23:12:00.000+01:00</published><updated>2007-01-21T00:32:45.760+01:00</updated><title type='text'>Das Buero und der Berg</title><content type='html'>Die fetten Tage sind vorueber. Seit Beginn letzter Woche darf ich mich wieder zur produktiven Bevoelkerung zaehlen - und bereue es jeden morgen um halb 7, wenn ich mich aus dem Bett quaele, um vor der Arbeit wenigstens noch kurz in den Ozean zu springen oder ihn mit leeren Augen vom Balkon aus anstarre.&lt;br /&gt;Der australische Bueroalltag unterscheidet sich in einigen Merkmalen vom deutschen. Ab 18 Uhr wird kistenweise Bier aufgefahren, ein kleiner Incentive, um die Angestellten bei Laune und im Buero zu halten. Wer nicht trinken will schaut den Asiaten beim Trinken zu, die vertragen zwar nichts, ignorieren das aber vollkommen. Freitags wird schon um 15 Uhr getrunken, da das aber recht spaet ist, wird die Zeit bis dahin ab Mittag im Pub bei Bier und Cricket ueberbrueckt.&lt;br /&gt;In der Zwischenzeit wird aber gearbeitet - sofern moeglich. Leider unterhaelt sich mein Chef mit mir lieber ueber deutsche Autos, vorzugsweise seines, als ueber Aufgaben, idealerweise meine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Wochenende zuvor verliess ich Sydney zum ersten mal seit meiner Ankunft - ich bin mir der Schande bewusst.&lt;br /&gt;Reiseziel war sozusagen das Zentrum des Kontinents. Ayers Rock.&lt;br /&gt;Also zunaechst im Flieger nach Alice Springs, der Stadt, die sich idyllisch an einen ausgetrockeneten Fluss schmiegt.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: left" alt="" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/400/429539/IMG_1520.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;Machte dort auch meine erste Bekanntschaft mit den Aborigines, die lustigen Musikanten im Hafen von Sydney mal ausgenommen. Ich bezweifel, dass es ein besseres Beispiel fuer misslungene Integration und fehlgeschlagene Coexistenz gibt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Von dort gings weiter ins Outback zum Streichelzoo ...&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: left" alt="" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/320/951971/kangoroo.jpg" border="0" /&gt;... zu verschiedenen roten Steinen und Wasserloechern ...&lt;a href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/1600/33735/IMG_1596.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: left" alt="" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/320/800140/IMG_1596.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;... und schliesslich ins Bushcamp.&lt;a href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/1600/271248/IMG_1611.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: left" alt="" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/320/61190/IMG_1611.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schlafen unter freiem Himmel - perfekt, dachten wir.&lt;br /&gt;Touristen mitten in der Wueste - perfekt, dachten sich die kindskopf grossen Heuschrecken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Laufe des Abends stellte sich dann heraus, dass sich in unserer Gruppe ein weiterer &lt;a href="http://www.terrorbembel.de/"&gt;Terrorbembel&lt;/a&gt; Fan befand, wohl der einzige, der sich neben mir derzeit in Australien aufhaelt. Wir haben allerdings darauf verzichtet, die alten Hits am Lagerfeuer nachzusingen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Triffst Du den Hack, dann fliegt er munter,&lt;br /&gt;triffst Du ihn nicht ...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Abschliessend bestiegen wir den Uluru (f.k.a. Ayers Rock), gefolgt von ausgiebigen Diskussionen ueber die Missachtung der Aborigines Kultur, die man damit zwanglaeufigbegeht.&lt;br /&gt;Auf allen Schildern am Berg finden sich widersprechende Botschaften: "Zum Aufsteig hier lang - bitte steigen Sie nicht auf". Schliesslich ist noch eine Kette zur besseren Besteigung montiert.&lt;br /&gt;Der Entdeckergeist siegte, der Ausblick belohnte und ein schlechtes Gewissen blieb.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/1600/848869/IMG_1720.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: left" alt="" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/320/509349/IMG_1720.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116933569722920952?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116933569722920952/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116933569722920952' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116933569722920952'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116933569722920952'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/01/das-buero-und-der-berg.html' title='Das Buero und der Berg'/><author><name>LeJens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10830308375696265375</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116915414774527003</id><published>2007-01-18T21:53:00.000+01:00</published><updated>2007-01-18T22:12:00.106+01:00</updated><title type='text'>Delirieren ist besser als Vegetieren</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5753/2726/1600/645735/salmonella2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5753/2726/200/899976/salmonella2.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Schon wieder auf dem Sprung zurück aus Dar. Die letzten Tage waren im allgemeinen sehr schön, insoweit ich das durch das Hotelfenster begutachten konnte, denn für mich im speziellen waren sie geprägt von einem einheimischen Mix aus Bakterien, Amöben, Salmonellen (beispielhaft siehe oben; Alternativen &lt;a href="http://www.riesenmikroben.de"&gt;hier&lt;/a&gt;)., so dass ich eigentlich überwiegend nur liegen und die Welt verfluchen konnte. In Momenten wie diesen, in denen einem alle weltlichen Freuden genommen sind, fällt einem schnell wieder ein, warum man das Reisen in diese Gebiete eigentlich sein lassen wollte.      &lt;p class="MsoNormal"&gt;Erinnerungen an Weihnachten in Simbabwe 2004 und die nachfolgenden Tage des Deliriums wurden wach. Damals hatte ich an den Fluch Mugabes geglaubt, weil ich meinen Aufenthaltstitel gefälscht hatte. Und auch diesmal verstand ich meine Erkrankung natürlich als Strafe für begangene Schuld. Natürlich habe ich wieder gesündigt. Natürlich habe ich dem 72-seitigen „Health“-Teil des Lonely Planet wieder nicht detailliert Folge geleistet und nicht jedes Salatblatt unter dem Steak weggezogen, nicht jeden Eiswürfel purifiziert, mich nicht gegen Meningokokken-Enzephalitis geimpft und sogar einen einheimischen Bockseintopf (aka Knochen im Hautmantel in Pampe) genossen. Und natürlich musste ich dafür leiden. &lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Zwischenzeitlich hatte ich mich zum Arzt schleppen könnnen, der mir nach mannigfaltigen Untersuchungen bescheinigte, dass ich nicht log („No, really, there is definitely something going on“), und mich dann auf eine Selbstheilung durch den tatsächlich im Hotel empfänglichen Sender ZDF eingelassen. Dadurch kenne ich nun einige neue Fernsehserien und Wintersportler und den Orkan. Und weiß, dass die Nachrichtensprecherin des Morgenmagazins alle halbe Stunde mit einem anderen neckischen Spruch das Wort an den Wetteransager übergibt. Was ungefähr so lustig ist, als wenn einem jemand mit der Jagdpfeife ins Ohr bläst. &lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Auf die Zuschaltung der Webcam habe ich aufgrund der geringen Dynamik meiner Aktivität verzichtet. Stattdessen telefonierte ich mit zuhause und beklagte mich über mein Befinden, woraufhin mich meine Gesprächspartner bemitleideten und ihrerseits von ihren gerade (bzw. immer noch nicht) ausgestandenen Leiden usw. erzählten. Nachher kam auf ZDF eine sogenannte Doku-Fiktion über das Jahr 2030. Und für einen Moment fühlte ich mich, als sei ich schon da, auch wenn ich nicht wie die anderen Greise in stillgelegten Theaterhallen campierte, sondern im Royal Palm  Moevenpick, was in meinem spezifischen Elend allerdings auch keine Erleichterung war. Denn wenn man erstmal vor sich hin vegetiert, wird einem natürlich sofort bewusst, dass das Delirieren, das man zuvor als das schlimmste empfunden hatte, eigentlich das angenehmste ist, zumindest gegen das Vegetieren.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;---&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;In der Abflughalle des Airport Dar es Salaam (die nicht klimatisiert war, worunter ich zusammen mit den anderen Pensionären sehr litt), schrieb ich diese Zeilen und sandte sie in den Äther, der sie aber ignorierte, daher kommen sie nun aus Berlin. Nach einem sehr langen Reisetag bin ich gerade noch rechtzeitig vor Eintreffen des großen Orkans über Amsterdam hierher zurückgekehrt. Wenige Stunden später begannen sie die Flüge zu streichen. In Amsterdam konnte ich vor Seitenwind schon nur erheblich schwankend einsteigen. Meinen Koffer erhielt ich komplett durchweicht zurück, was mich ebenfalls sehr deprimiert hat. Und dann hatte auch noch Ede kapituliert, und überall waren Kommentatoren und Experten, denen lange Geiferfäden aus den Mäulern hingen.&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Après nous le déluge.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116915414774527003?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116915414774527003/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116915414774527003' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116915414774527003'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116915414774527003'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/01/delirieren-ist-besser-als-vegetieren.html' title='Delirieren ist besser als Vegetieren'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116876357986813919</id><published>2007-01-14T09:28:00.000+01:00</published><updated>2007-01-14T09:32:59.870+01:00</updated><title type='text'>Presseschau Tansania</title><content type='html'>Um dem Beispiel des Emeriten LeJens zu folgen, hier auch noch einige Presse-Ausrisse aus der Medienhochburg Dar es Salaam:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5753/2726/1600/649896/DSC00594%20%28Small%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5753/2726/320/27890/DSC00594%20%28Small%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Schulkinder freuen sich über die Ernennung der tansanischen Spitzenpolitikerin Dr. Migiro zur Vize-Generalsekretärin der Vereinten Nationen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5753/2726/1600/937782/DSC00595%20%28Medium%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5753/2726/320/891184/DSC00595%20%28Medium%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Dieser Gedankengang hat sich mir erst nach mehrmaligem Lesen erschlossen.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116876357986813919?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116876357986813919/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116876357986813919' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116876357986813919'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116876357986813919'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/01/presseschau-tansania.html' title='Presseschau Tansania'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116876327914136783</id><published>2007-01-14T08:59:00.000+01:00</published><updated>2007-01-14T09:46:11.676+01:00</updated><title type='text'>Auf Wilhelms Spuren</title><content type='html'>Seit vier Tagen in Dar es Salaam, seit drei Tagen rührt sich nichts in der Stadt. Am Freitag haben sie die sansibarische Revolution gefeiert, allerdings freut sich der Tansanier wohl eher nach innen, denn auf den Straßen herrscht Stille. Ganz im Gegenteil zu meinem Hotelzimmer, da sich das Royal Palm Moevenpick schönerweise gerade in sehr umfassenden Umbauten befindet, insbesondere die Zimmer direkt über, unter und neben mir. Daher befinde ich mich im akustischen Zentrum des Bohrens, Hämmerns und Schleifens. Den Geräuschen zufolge soll aus allen umliegenden Zimmern ein direkter Durchbruch zu dem meinigen hergestellt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5753/2726/1600/888842/DSC00582%20%28Small%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5753/2726/320/640481/DSC00582%20%28Small%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Um mich von der "ohrenbetäubenden Stille" (Lauterbach) abzulenken und gleichzeitig der Bauhölle zu entkommen, beschloss ich die Fähre meiner deutschen Vorbesucher aufzunehmen. Bis auf etwas Kolonialarchitektur am Hafen war allerdings nicht viel zu sehen. Im Nationalmuseum fanden sich immerhin noch einige Memorabilia wie das obenstehende Schild und einige Freilassungsurkunden begnadigter Sklaven.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116876327914136783?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116876327914136783/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116876327914136783' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116876327914136783'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116876327914136783'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/01/auf-wilhelms-spuren.html' title='Auf Wilhelms Spuren'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116876124371546667</id><published>2007-01-14T08:49:00.000+01:00</published><updated>2007-01-14T08:59:05.403+01:00</updated><title type='text'>Was sehen Sie auf diesem Bild?</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5753/2726/1600/351962/DSC00592%20%28Small%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5753/2726/320/322132/DSC00592%20%28Small%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;a) Riesenmikrobe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;b)  Endemisches Insekt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;c)  Tansanische Zahnbürste nach der ersten Benutzung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Gewinner bekommt das Exemplar per DHL zugeschickt. Bitte Adresse angeben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116876124371546667?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116876124371546667/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116876124371546667' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116876124371546667'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116876124371546667'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/01/was-sehen-sie-auf-diesem-bild.html' title='Was sehen Sie auf diesem Bild?'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116815199983487476</id><published>2007-01-07T06:58:00.000+01:00</published><updated>2007-01-07T07:41:26.406+01:00</updated><title type='text'>Das Ende der Welt</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/1600/117070/IMG_1286.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/320/682669/IMG_1286.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;In den Medien der alten Welt wird selten ueber Australien berichtet - verstaendlich, es ist am anderen der Welt und es passiert wenig ausser Waldbraenden und Haiattacken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es muss also die Rache des Australiers sein, dass er sich konsequenterweise auch nicht fuer uns interessiert.&lt;br /&gt;Dass er es mit diesem Desinteresse Ernst meint, zeigt er manchmal allzu deutlich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116815199983487476?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116815199983487476/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116815199983487476' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116815199983487476'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116815199983487476'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/01/das-ende-der-welt.html' title='Das Ende der Welt'/><author><name>LeJens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10830308375696265375</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116810765761976946</id><published>2007-01-06T18:57:00.001+01:00</published><updated>2007-01-06T19:20:57.640+01:00</updated><title type='text'>Tausche Hustenhölle gegen Hitzehölle</title><content type='html'>Endlich ein neuer Auftrag. Allerdings erneut Tansania. Fliege in wenigen Tagen ab und bin schon auf wieder auf der berüchtigten Malaria-Prophylaxe, die mir sogleich eine äußerst lange und traumreiche Nacht beschert hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5753/2726/1600/806358/wickelb%3F%3Fr.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5753/2726/320/222631/wickelb%3F%3Fr.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nachdem mich meine Freundin letztes Jahr beauftragt hat, in Tansania den Spuren des Nilbarschs nachzugehen (siehe &lt;a href="http://weltwohnen.blogspot.com/2006_05_01_weltwohnen_archive.html"&gt;hier&lt;/a&gt;), habe ich nun die Mission, ihr ein dem obenstehenden Tier zumindest ähnlich sehendes Exemplar zu beschaffen. Was etwas schwierig wird, weil die Viecher eigentlich nur in Mittelamerika existieren - und auch dort zumeist nur in Astlöchern rumhängen. Aber irgendetwas annähernd vergleichbares wird schon aufzutreiben sein. Vermutlich wieder in Handtaschenform.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Dar sind es lt. Wetterprognose mal wieder 32 Grad und ca. 99% Luftfeuchtigkeit. Nehme aber die Hitzehölle Tansania gerne in Kauf, um der Hustenhölle Linienstraße* zu entgehen. Im Büro geht ein tuberkulöser Husten um. Von überallher dringt ein mal brockiges, mal kehliges, mal ins Würgende tendierende Gehuste. Vielleicht nicht ganz zufällig tritt diese Kakophonie genau seit der Rückkehr zweier Kollegen aus der Mongolei auf. Waren wir im November noch Opfer eines fiesen indonesischen Schnapphustens, werden wir nun also vom mongolischen Brockhusten in den Wahnsinn getrieben. Es wird sowieso m.E. viel zu wenig über nervtötende Bürogeräusche gesprochen. Früher litt ich unter dem einzigartigen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;einsaugenden Gähnen&lt;/span&gt; meines Tischnachbarn, dann unter dem minutenlangen Keuchen der ins 4. OG hochgestiegenen Kollegen, nun also der Husten. Was kommt als nächstes?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warte unterdessen noch auf Neuigkeiten des Emeriten &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;LeJens&lt;/span&gt;, insbesondere bzgl. seiner sogenannten Arbeitssuche. Zugleich höre ich, dass sogar der als bodenständig geltende &lt;a style="font-weight: bold;" href="http://benjamin-lauterbach.blogspot.com"&gt;Lauterbach&lt;/a&gt; bald das deutsche Festland verlassen wird, um im Exil an seinem von ihm selbst abwechselnd als "epochal", "wegweisend" oder "genreprägend" (sic) bezeichnetem Werk zu arbeiten. Hoffentlich also bald mehr von dieser Stelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;*Da arbeite ich nämlich.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116810765761976946?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116810765761976946/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116810765761976946' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116810765761976946'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116810765761976946'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/01/tausche-hustenhlle-gegen-hitzehlle.html' title='Tausche Hustenhölle gegen Hitzehölle'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116794359616383242</id><published>2007-01-04T21:45:00.000+01:00</published><updated>2007-01-04T21:46:36.173+01:00</updated><title type='text'>Jobtipp für Reiselustige</title><content type='html'>Spitzenbezahlung in einem dynamischen Wachstumsmarkt. Gleich &lt;a href="http://www.castlegategroup.com/"&gt;hier&lt;/a&gt; bewerben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116794359616383242?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116794359616383242/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116794359616383242' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116794359616383242'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116794359616383242'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2007/01/jobtipp-fr-reiselustige.html' title='Jobtipp für Reiselustige'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116601346701346664</id><published>2006-12-13T13:01:00.000+01:00</published><updated>2006-12-13T13:37:47.026+01:00</updated><title type='text'>Freunde finden</title><content type='html'>Ich moechte an dieser Stelle kurz meine neuen Freunde vorstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mein Freund mit dem langen Schwanz&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich nicht sonderlich spektakulaer, dafuer umso massenhafter im Auftreten. Wie immer gilt die Regel: Ich habe mehr Respekt vor ihm, als er vor mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/1600/801243/echse.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/400/780701/echse.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mein Freunde mit dem langen Hals&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der kam mir bekannt vor. Habe in einst in Brasilien am Schnorchelriff gesehen. "Was denn? Was denn? Was denn?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/1600/281712/schildk.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/400/269427/schildk.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mein Freund mit den langen Armen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Staendig am Strand zu finden, auch Portuguese man-o'-war genannt. Dachte immer, die waeren toedlich - hier fuehlt man sich eher von ihr zu Tode gelangweilt, schliesslich ist auch nur von den Tentakeln Abstand zu halten und die werden auch maximal nur einen halben Meter lang. Kein Problem also. Aehnlich verhalte ich mich auch und ignoriere sie komplett. Kann mein erstes schmerzhaftes Zusammentreffen mit ihnen kaum abwarten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/1600/851150/jellyfish.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/400/251266/jellyfish.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mein Freund mit der langen Nadel&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das ist mein Liebling und das Foto ist zugegebenermassen nicht von mir. Wurde gestern von meiner Mitbewohnerin aufgeklaert, dass der hier ueberall im Wasser lauert. Zu erkennen ist er an den lila Punkten. Die hat er allerdings nur selten, da er lieber die Farbe des Meeresbodens annimmt. Man kann ihn also eignetlich gar nicht sehen, spuert passend dazu aber auch seinen Stich nicht. Aergerlicherweise ist letzterer nach zwei Stunden toedlich. Chapeau!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/1600/382570/blue-ring-octopus.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/400/189520/blue-ring-octopus.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116601346701346664?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116601346701346664/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116601346701346664' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116601346701346664'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116601346701346664'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2006/12/freunde-finden.html' title='Freunde finden'/><author><name>LeJens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10830308375696265375</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116594780807818686</id><published>2006-12-12T19:21:00.000+01:00</published><updated>2006-12-12T19:23:28.096+01:00</updated><title type='text'>Reisetipp</title><content type='html'>Wer eine Reise mit &lt;a href="http://www.hinterlandtravel.com"&gt;diesem&lt;/a&gt; Tourveranstalter plant, möchte sich bitte bei uns melden und von unterwegs berichten. Leider wurde ausgerechnet die reizvollste Tour (Irak) kurzfristig abgesagt. Aber es sind noch weitere angenehme Zielorte im Portfolio.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116594780807818686?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116594780807818686/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116594780807818686' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116594780807818686'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116594780807818686'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2006/12/reisetipp.html' title='Reisetipp'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116553697994392968</id><published>2006-12-08T01:10:00.000+01:00</published><updated>2006-12-08T01:31:22.773+01:00</updated><title type='text'>Wohnen in Sydney leicht gemacht (Epilog)</title><content type='html'>Nach Tagen der Qual die Erloesung in den Wohnungsanzeigen. Ich erwischte den kurzen Moment zwischen „new advertisement placed“ und „I’m sorry, actually I’ve already found someone else“, den Fallstrick des „female wanted“ auslassend.&lt;br /&gt;Nichts ist mehr, wie es war. Aus der Verzweiflung der ersten Woche ist Erleichterung geworden. Der Anblick, der sich mir von nun an jeden Morgen bietet, zwingt mich immer wieder kurz zu verharren und zu geniessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="Augen nach links" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/400/514506/links.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="Augen geradeaus" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/400/432055/mitte.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="Augen nach rechts" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/400/501955/rechts.jpg" border="0" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116553697994392968?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116553697994392968/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116553697994392968' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116553697994392968'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116553697994392968'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2006/12/wohnen-in-sydney-leicht-gemacht-epilog.html' title='Wohnen in Sydney leicht gemacht (Epilog)'/><author><name>LeJens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10830308375696265375</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116553647343321079</id><published>2006-12-08T00:51:00.000+01:00</published><updated>2006-12-08T01:33:28.956+01:00</updated><title type='text'>Wohnen in Sydney leicht gemacht II</title><content type='html'>Die Hauptsaison beginnt. Dies bedeutet mehr Nachfrage und folglich hoehere Preise - muss mich der freie Markt bis an dieses Ende der Welt verfolgen? Meine Suche schien sich somit einem unaufschiebbaren Ende entgegenzubewegen, denn da ich mein Budget nicht ueber die Massen strappazieren wollte, musste entsprechend der saisonalen Inflation die beanspruchte Qualitaet gesenkt werden.&lt;br /&gt;So fand ich mich eines morgens in einem schwuelwarmen Zimmer am Bahnhof wieder, im Bett unter mir ein komplett bekleideter Mann fortgeschrittenen Alters eine Wodkafalsche wie einen Saeugling umarmend. In Muenchen waere er schon dreimal nach seinem Ausweis gefragt und ebenso oft und zurecht des Bahnhofes verwiesen worden. Hier dagegen scheint er gern gesehener Gast; kurzes Gespraech am naechsten Morgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;“You’ve had a hard night?”&lt;br /&gt;“No, why?”&lt;br /&gt;“I’ve had the impression you were drunk.”&lt;br /&gt;“No.”&lt;br /&gt;“That was a bottle of vodka, you where holding the whole night, wasn’t it?”&lt;br /&gt;“Yeah, but I didn’t drink in the room.”&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na dann...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abhilfe muss geschaffen werden oder diese versuchte Auswanderung wird lediglich den Namen Ausflug verdienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;(Anm. d. Red.: Evtl. chronologische Ungereimtheiten zu anderen Beitraegen sind zu entschuldigen.)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116553647343321079?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116553647343321079/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116553647343321079' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116553647343321079'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116553647343321079'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2006/12/wohnen-in-sydney-leicht-gemacht-ii.html' title='Wohnen in Sydney leicht gemacht II'/><author><name>LeJens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10830308375696265375</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116502765235423313</id><published>2006-12-02T02:45:00.000+01:00</published><updated>2006-12-02T03:47:33.076+01:00</updated><title type='text'>Auf der Suche nach dem Paradies...</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;... habe ich mehr als 16 Stunden im Flugzeug verbracht, um den Ort der Erde zu erreichen, der gemeinhin als paradiesisch gilt. Das letztere haette mich eigentlich stutzig machen muessen. So kam ich erwartungsvoll nach Honolulu, in die Stadt mit der groessten Distanz zum Festland. Oder, anders ausgedrueckt: ich kam in die Stadt, die man nur mit Hilfe anderer wieder verlassen kann. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Obwohl Hawaii ein amerikanischer Staat ist, sollte man keinesfalls davon ausgehen, hier amerikanische Verhaeltnisse vorzufinden. Sicher, es gibt die ueblichen Fast Food-Ketten, jede Menge an Bequemlichkeit und ein gewisses "Take it easy"-Gefuehl. Und das gefaellt. Fuer einen begrenzten Zeitabschnitt. Nach ein paar Tagen merkt man aber schnell, dass die Menschen hier "anders" sind, was zunaechst wie ein Kompliment klingt. Ihre Lebensweise ergibt fuer mich oft keinen Sinn. Da traegt jedes Familienmitglied einschliesslich des zweijaehrigen Sohnes ausschliesslich Gucci, Guess und Co., aber einen grossen Esstisch mit Platz fuer alle gibt es nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Ich lebe seit fast 2 Wochen bei einer winzigen alten Frau und weiss nun, was ein Messi-Haushalt bedeutet. Da wird nichts weggeworfen, sondern gesammelt, gestapelt, gehortet. Sie spuelt sogar die Pappbecher von McDonalds. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Das klingt oekonomisch - ist es aber nicht, wenn man stets dieselben Sachen immer wieder neu kauft. Genauso wird beim Essen verfahren. Man warnte mich und meine Kollegen am ersten Tag in unserer Sprachschule davor, dass es ueblich sei, uebriggebliebenes Essen in den Folgetagen aufzuessen. Der Sinn der Warnung war mir zunaechst nicht klar, machen wir ja schliesslich auch. Nach fast zwei Wochen hier weiss ich allerdings die Warnung wirklich als Warnung zu verstehen! Noch heute wird mir Turkey von Thanksgiving angeboten... Das Absonderlichste dabei ist, dass jeden Tag NEU gekocht wird! Ich esse nur noch ausserhalb... Zumal es nicht sehr appetitanregend ist zu essen, waehrend zeitgleich eine Ameisenstrasse um den Teller herum von denselbigen angelegt wird. Die Ameisen und ihre vielen vier-, zehn- oder tausendbeinigen Freunde sind uebrigens der Grund, warum ich mich in meinem tristen Zimmer mit Neonroehre nie alleine fuehle. Ich vermute, dass ein Grund fuer ihr Eindringen die Essensreste sind. Die fensterscheibenlosen Fenster tun ihr Uebriges...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Natuerlich gibt es auch schoene Seiten an Hawaii: der Strand, das Meer, das Wetter, klar. Darin wurde ich wirklich nicht enttaeuscht. Und den Verzicht auf festes Schuhwerk weiss ich wahrlich zu schaetzen! Und meine Sichtweise der hiesigen Verhaeltnisse waere sicher eine andere, waere ich hier als japanischer Tourist in einem der zahlreichen Luxushotels abgestiegen... Und von denen, den japanischen Touristen, lasst Euch sagen, gibt es eine GANZE Menge! &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Ob Hawaii das Paradies ist, entscheidet also allein der Blickwinkel. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Meine Suche ist noch nicht abgeschlossen...&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116502765235423313?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116502765235423313/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116502765235423313' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116502765235423313'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116502765235423313'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2006/12/auf-der-suche-nach-dem-paradies.html' title='Auf der Suche nach dem Paradies...'/><author><name>Mareike</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097433694688043602</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116488849229096478</id><published>2006-11-30T12:47:00.000+01:00</published><updated>2006-11-30T13:15:12.186+01:00</updated><title type='text'>krakow</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;jetzt nach laufen, nach grübeln in der salzgrube, nach poetik-seminar, kaffee vor nebliger kulisse krakows, was für eine stadt, natürlich riecht sie, das muss sie rein aus respekt dem winter gegenüber, nach kohlen, aber dann zimt überall, gar nicht weihnachtlich, ich bin immer befremdet, wenn man über städte schreibt, als wären sie hüte oder verkehrszeichen, aber die schönheit krakows ist gerade ihre fassbarkeit, die stadt legt sich mir im ganzen an, spaziert mir erschöpfung ein, greift nach immer schnelleren schritten im nebel, unaufhörlicher nebel, von mir aus soll er den winter über bleiben, und kann man es einer stadt übel nehmen, ästhetisch durchsichtig zu sein, sonst aber verschleiert, kann man nicht, überhaupt kann man den städten - wie übrigens auch hüten - nichts nachtragen, den verkehrszeichen manchmal schon, aber ich schweife ab insgesamt, ich wollte eigentlich nur erzählen, wie ich eine statue vor der st.anna kirche wurde,&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;img alt="" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5092/1749/400/273567/krakownebel.jpg" border="0" /&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;wie ich dort jahrhunderte gotisch kommen und barock gehen sah, und aus dieser poetischen grundstimmung und pragmatischer denkmalhaftigkeit wollte ich diesen satz und diese stadt, krakow, unbeendet lassen wie es auch die denkmäler bleiben, solange sie zeit an sich hauen lassen, dunkel und fein&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116488849229096478?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116488849229096478/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116488849229096478' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116488849229096478'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116488849229096478'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2006/11/krakow.html' title='krakow'/><author><name>s|s</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08266653243481591626</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://randnotizen.steirischerherbst.at/wp-content/uploads/2007/06/tel-aviv3.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116483615416890271</id><published>2006-11-29T22:24:00.000+01:00</published><updated>2006-11-29T22:35:54.180+01:00</updated><title type='text'>Der Kreis wird größer</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.fauna-reisen.de/new_img/indri.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px;" src="http://www.fauna-reisen.de/new_img/indri.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Den gängigen Nachrichtendiensten ist zu entnehmen, dass auf Madagaskar einige neue &lt;a href="http://idw-online.de/pages/de/news185780"&gt;Primaten-Gattungen&lt;/a&gt; aufgespürt worden sind. Glückwunsch an die Wissenschaft zu dieser Entdeckung. Was die Forscher nicht wussten: wir haben bereits einige Exemplare ausfindig gemacht und überzeugen können, ebenfalls auf diesen Seiten zu veröffentlichen. Und sie vermehren sich in Windeseile, in alle Himmelsrichtungen. Einer hat es bereits nach Australien geschafft. Weitere werden folgen. Demnächst also mehr von dieser Stelle. Wir freuen uns über die Verstärkung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116483615416890271?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116483615416890271/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116483615416890271' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116483615416890271'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116483615416890271'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2006/11/der-kreis-wird-grer.html' title='Der Kreis wird größer'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116480312309525841</id><published>2006-11-29T12:49:00.000+01:00</published><updated>2006-12-13T12:58:19.390+01:00</updated><title type='text'>Auf der Sucher nach den Walen...</title><content type='html'>... koennte ich diesmal wieder fuendig werden. Im Wohnzimmer meiner neuen, dauerhaften Herberge ist ein Teleskop installiert. Selbiges dient der semiprofessionellen Wal- und Delfinbeobachtung.&lt;br /&gt;Dazu gab's den Hinweis: Wenn Du Delfine in Ufernaehe siehst, nichts wie Badehose an und rausschwimmen. Muss mir allerdings noch ueberlegen, wie sich das mit gezeigtem Schild vereinbaren laesst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/1600/991897/current.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/5111/4244/400/678189/current.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116480312309525841?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116480312309525841/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116480312309525841' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116480312309525841'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116480312309525841'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2006/11/auf-der-sucher-nach-den-walen.html' title='Auf der Sucher nach den Walen...'/><author><name>LeJens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10830308375696265375</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116456839089220965</id><published>2006-11-26T19:53:00.000+01:00</published><updated>2006-11-26T20:20:05.003+01:00</updated><title type='text'>Wenn Sie mal in London ein Fußballspiel besuchen wollen und nicht wissen, was zu beachten ist. 6 Guidelines.</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/6835/1731/1600/490739/stadion%20cops.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/6835/1731/400/150012/stadion%20cops.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Lachen Sie nicht, wenn Sie regennasse Polizisten auf traurig wirkenden Pferden vor dem Stadioneingang sehen. Die Pferde sind da sehr empfindlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/6835/1731/1600/190977/cops%20schlange.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/6835/1731/400/802825/cops%20schlange.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Kommen Sie mindestens eine Stunde vor Spielbeginn. Sie werden die Zeit brauchen. Ähnlich wie auf Flughäfen werden bei Champions League Spielen gründliche Sicherheitschecks durchgeführt. Und zwar gerne auch dann noch, wenn der Schiedsrichter bereits angepfiffen hat und Robin van Persie bereits gnadenlos ausgepfiffen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/6835/1731/1600/67528/ArsenalSpiel.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/6835/1731/400/522782/ArsenalSpiel.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Sie brauchen keinen Feldstecher, Sie brauchen lediglich dieses Photo groß zu klicken. Dann verstehen Sie, wie wunderbar nah man in England an den Spielfeldrand gelassen wird. Robin van Persie ist allerdings froh, dass aufmerksame Polizisten stets einen lebenden Zaun zwischen ihm und dem Fanblock der Auswärtsmannschaft bilden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/6835/1731/1600/784054/J%3F%3Frgen.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/6835/1731/400/376405/J%3F%3Frgen.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Freuen Sie sich ausgiebig, solange ihr Team in Führung liegt. Das ist meist nur von kurzer Dauer. Singen Sie fröhlich Richtung skandierender Fans der gegnerischen Mannschaft: "You only sing when you're winning." Und studieren Sie in der Folge die völkerverständigende Wirkung von Profifußball. Und ihr Scheitern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/6835/1731/1600/700260/Pub.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/6835/1731/400/743703/Pub.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Versuchen Sie nach dem Spiel auf keinen Fall, einen Pub in Stadionnähe zu betreten. Sie werden scheitern, auch wenn der jeweilige Pub bereits den ganzen Tag Werbung für das Event gemacht hat. Ein Türsteher wird kommen und Sie auffordern, umgehend den Pub zu verlassen. Es gilt: Home-Supporters only. Und: It's always better to get out alive.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/6835/1731/1600/840962/nachtwacht.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/6835/1731/400/91133/nachtwacht.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. Gehen Sie singend durch die Straßen (nicht allein). Zeigen Sie Herz für ihre Mannschaft, auch wenn diese verloren hat. Aber denken Sie bei der Wahl Ihrer Unterkunft daran, dass Ihnen ausreichend Schutz zugesichert wird. Sie sind auch nicht weniger wert als Robin van Persie, das sollten Sie sich stets vor Augen führen, auch wenn der ein deutlich besserer Fußballer ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116456839089220965?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116456839089220965/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116456839089220965' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116456839089220965'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116456839089220965'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2006/11/wenn-sie-mal-in-london-ein-fuballspiel.html' title='Wenn Sie mal in London ein Fußballspiel besuchen wollen und nicht wissen, was zu beachten ist. 6 Guidelines.'/><author><name>Benjamin Lauterbach</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116428312183646943</id><published>2006-11-23T12:02:00.000+01:00</published><updated>2006-12-08T01:32:59.440+01:00</updated><title type='text'>Wohnen in Sydney leicht gemacht I</title><content type='html'>Bin nun seit einer Woche in Sydney, wohne im Hostel und teile mir das Zimmer mit vier Altersgenossen. Meine Interaktion mit ihnen beschraenkt sich darauf, sie nicht zu wecken, wenn ich ins Bett gehe, sie nicht zu wecken, wenn ich aufstehe und von ihnen geweckt zu werden, wenn ich schlafe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da dies kein Dauerzustand sein kann, geht's auf die Suche nach was eigenem, bzw. dem eigenen Abteil in einer WG, man will schliesslich Anschluss finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Versuch:&lt;br /&gt;Mich empfaengt ein 40jaehriger leicht ergrauter, leicht bekleidete Mann, der im wesentlichen, den atemberaubenden, in meinen Augen leider durch einen Baum verstellten, Blick vom Balkon anpreist.&lt;br /&gt;Mein Zimmer, einen nahzu fensterlosen, im Keller gelegenen Raum, bekomme ich ganz am Ende kredenzt zusammen mit dem dezenten Hinweis, dass nebenan alle 2 Wochen die Kinder seiner gescheiterten Ehe naechtigen.&lt;br /&gt;Das waere bestimmt super geworden ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Versuch:&lt;br /&gt;Dass es die Vermieterin mit der angebotenen Hilfe, mir beim moeblieren des Zimmers zu helfen Ernst meint, zeigt sich bereits auf den Weg zur Wohnung (sie war so nett mich an der Faehre abzuholen). Auf ihr Geheiss hin muss ich ein Stueck Sperrmuell - in dem Sie meine neue Kommode sieht - durch die 38Grad warme Luft und die teilweise steilen Strassen tragen. Daheim angekommen, beginnt ein ca. einstuendiger Monolog. Beginnend mit saemtlichen Details saemtlicher Vormieter ueber einen Ratgeber fremde Menschen richtig einzuschaetzen bis zu einer Anleitung, meine weitere Wohnungssuche zu organisieren, sofern diese nicht bei ihr endet. Zitat: Schreiben Sie sich die Details der Wohnung auf einen Block; rufen Sie dort an; wenn die Wohnung vergeben ist, streichen Sie die dazugehoerigen Notizen durch. Vielleicht ahnte sie, dass ich genau das in diesem Moment tat ...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116428312183646943?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116428312183646943/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116428312183646943' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116428312183646943'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116428312183646943'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2006/11/wohnen-in-sydney-leicht-gemacht-i.html' title='Wohnen in Sydney leicht gemacht I'/><author><name>LeJens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10830308375696265375</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116219244927118188</id><published>2006-10-30T08:09:00.000+01:00</published><updated>2006-10-30T08:14:09.280+01:00</updated><title type='text'>Zurück.</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/5753/2726/1600/DSC00487.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/5753/2726/200/DSC00487.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bin wieder in Berlin. In meiner Abwesenheit hat man mir eine indonesische Fratze ins Büro gehängt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soeben lese ich, dass in Nigeria schon wieder ein Flugzeug abgestürzt ist. Ein ungutes Gefühl verbleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nächster Stopp: noch unbekannt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116219244927118188?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116219244927118188/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116219244927118188' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116219244927118188'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116219244927118188'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2006/10/zurck.html' title='Zurück.'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26043167.post-116184720430482881</id><published>2006-10-26T09:04:00.000+02:00</published><updated>2006-10-26T09:20:04.333+02:00</updated><title type='text'>Lagos. Der große Kontrast</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/5753/2726/1600/DSC00473%20%28Small%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/5753/2726/320/DSC00473%20%28Small%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Wieder in Lagos. Erneut nach einem abenteuerlichen Inlandsflug. Schon beim Flug nach Abuja habe ich den Sicherheitshinweisen sehr aufmerksam zugehört, insbesondere weil diese erst nach dem Abheben erfolgten. Wobei Abheben eigentlich nicht das richtige Wort ist; die Maschine zog vielmehr steil wie eine Concorde in den Himmel und legte dabei gleich einen U-Turn hin, so dass wir einige Sekunden schräg und bleich in den Sitzen hingen. Aber eigentlich ist es ja pragmatisch: die meisten Abstürze gibt es beim Start, also lohnt es sich, erstmal abzuwarten, ob man überhaupt heil in die Luft kommt. &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Auf dem Rückflug nun zu meiner großen Überraschung osteuropäische Stewardessen, die zu meiner noch größeren Überraschung sogar Sicherheitshinweiskarten der Balkan Holiday Air mitgebracht hatten, die zwar für einen Airbus 320 erstellt worden waren, aber auch in der kleinen Virgin-Fokker durchaus zu gefallen wussten. Als Bordspeise wurde eine große Plockwurst in einem sehr dicken Teigmantel serviert. Was genau die warnende Aufschrift „only to be eaten on board!!!“ auf der Verpackung bedeutete, wurde mir erst klar, als ich bei Beginn des Landeanflugs erst ein Drittel verzehrt hatte. Vermutlich wird der Rest jetzt weiterverarbeitet.&lt;/p&gt;       &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der Anflug auf Abuja bei Nacht war wie eine Landung im nichts. Wir senkten uns in eine schwarze Fläche, keine Lichter, kein nichts.  So ähnlich muss sich eine Notwasserung anfühlen (jedenfalls vor dem Notwassern). In Lagos dagegen ist es genau umgekehrt, das Landen in Lagos ist wie das Landen in einem großen Hühnerstall, man fliegt zehn, zwanzig Minuten nur über besiedeltes Gebiet. Aber Lagos ist natürlich in fast allem das Gegenteil von Lagos (bis darauf, dass es in beiden heiß, stickig und teuer ist und man überall in Nigeria nur das beklagenswerteste Essen zu kaufen gibt).&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wo es in Abuja stets eine Straßenspur zu viel gibt, gibt es in Lagos stets zwei zu wenig. Wo es in Lagos an Platz und Atemluft mangelt, mangelt es in Abuja an Menschen und Geschäften. In den Siebzigern haben sie beschlossen, eine neue Hauptstadt auf dem s.g. Reißbrett zu kreieren, das war damals en vogue, Geld fehlte auch nicht, Ölkrise sei Dank. Also Abuja. In fünfzehn Jahren wollten sie eine neue Weltmetropole schaffen, zudem das bereits kollabierende Lagos von Verkehr entlasten. Sie haben sich einen Ort ziemlich genau in der Mitte des Landes ausgesucht, gut zu erreichen aus allen Richtungen, zudem vergleichsweise neutral zwischen den gegensätzlichen Regionen des Südens und Nordens. Ideale Voraussetzung für eine Totgeburt. Als gerade die ersten Gebäude hochgezogen waren, kamen die Achtziger, die Ölpreise sind abgesoffen und die nigeranische Volkswirtschaft gleich mit. Die Bauarbeiten dauern noch an; mittlerweile ist wieder (vorläufig) Geld vorhanden, überall stehen Kräne. In den günstigeren Konjunkturzyklen hat man sich ein grandioses Fußballstadion, eine gläserne Zentralbank und einige andere monumentale Konstruktionen geleistet, darunter eine äußerst bizarre Kirche. In den Tiefphasen hat man die Arbeiten in der Mitte abgebrochen und entweder halbfertig stehengelassen oder wieder runtergerissen. Das Flair ist un-afrikanisch: es fehlt an Chaos, Staub, Wellblech und verrottenden Fassaden.&lt;/p&gt;     &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Von alledem gibt es mehr als genug in Lagos. Lagos hat mich wie noch keine Stadt zuvor, besser: wie noch kein &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Moloch zuvor gleichzeitig abgestoßen und fasziniert. Lagos ist in weiten Teilen die Definition einer ruinierten, von allen s.g. guten Geistern verlassenen Stadt: der Grad des Verfalls, die einfach der Verwahrlosung preisgegebenen oder jämmerlich in sich zusammengefallen Behausungen (wohlgemerkt nicht Wohnhütten, sondern zehnstöckige Geschäftshäuser!), die zerstört und verrostet am Wegesrand abgestellten Vehikel, die hitzköpfigen und über alles und jeden in Streit ausbrechenden Lagosianer, und dazwischen immer wieder die kleinen Symbole der Dekadenz und der hochfliegenden Pläne: die längste Brücke Afrikas, die sich bogenförmig von einer Insel zur nächsten zieht, überall Mercedes und BMWs, Hightech-Malls, die nationale Raumfahrtagentur, stolze Werbetafeln mit Ankündigungen vom Schlage „From Third World to First World by 2020“, usw. usf.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/5753/2726/1600/DSC00392%20%28Small%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/5753/2726/320/DSC00392%20%28Small%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26043167-116184720430482881?l=weltwohnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://weltwohnen.blogspot.com/feeds/116184720430482881/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26043167&amp;postID=116184720430482881' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116184720430482881'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26043167/posts/default/116184720430482881'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://weltwohnen.blogspot.com/2006/10/lagos-der-groe-kontrast.html' title='Lagos. Der große Kontrast'/><author><name>Patrick S.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11500299809228585236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://www.patrick-schoeneborn.de/pato2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
